Woltersdorf: Sozialausschuss

Gestern tagten unsere Gemeindevertreter mal wieder im Feuerwehrhaus. Zuerst wurde Dr. Bronsert wieder zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Danach trug Amtsleiter Michael Pieper anschaulich die in seinem Bereich anstehenden Probleme vor. Interessiert hat mich der Part über den Kommunalen Küchenbetrieb, der ja platt gemacht und dessen Arbeitsstätte am Ende dieses Schuljahres abgerissen wird. Wie Phoenix aus der Asche entsteht der Küchenbetrieb als privates Unternehmen neu. Leider wurde ein Teil nicht öffentlich verhandelt, ich nehme an, es ging um die Betriebsausstattung des Küchenbetriebes, die der neue Betreiber fürn Appel und nen Ei bekommen soll.

Weiter ging es mit dem Architekten Giffhorn, der seine Vorplanung für die 2.5 Millionen Euro teure Mehrzweckhalle in den Fuchsbergen vorstellte und diese als fast abgeschlossen bezeichnete. Auf einem bunten Plakat konnten wir die Luxushalle bestaunen. Ob man so ein teures Objekt bauen soll, in Zeiten, da der Euro wackelt, die EU kippelt, die Finanzen des Staates und damit auch die der Kommunen im tiefsten Keller angekommen sind? Wer das Geld im Sparstrumpf hat, dem kann nichts passieren, ist die Flucht vom Euro weg in die Sachwerte doch bereits voll im Gange. Wer jetzt anfängt solch Statussymbol auf Kredit zu errichten, ist genau so leichtsinnig wie Einer, der Aktien auf Kredit kauft und auf steigende Kurse hofft. Im ganzen Bundesgebiet stehen unzählige Hallen aller Couleur herum die pleite sind, deren Kommunen die Betriebskosten nicht mehr aufbringen können, deren Planungen und Hoffnungen sich in Schuldenberge aufgelöst haben.

Den Abschluss machte mal wieder die Alte Schule. Frau Schuldt vom Verschönerungsverein trug Probleme und Lösungen, die mit der vorübergehenden Räumung des Gebäudes entstanden sind, vor. Der Verein hat die Widrigkeiten in den Griff bekommen und hofft nun auf einen Wiedereinzug nach der Renovierung. Frau Schuldt sprach über eine erste Konzeption, die der Verein erarbeitet hat, deren Inhalt aber noch im Dunkeln liegt.

Danach landeten wir erneut im heiß diskutiertem Erdgeschoß, wo sich wieder einmal die Geister trennten. Bei den zu erwartenden Betriebskosten wurden jetzt 4 Euro pro qm genannt. Dann stieg der „sachkundige“ Bürger Gresse in den Ring, um der versammelten Gemeinde sein „von nichts eine Ahnung“ zu demonstrieren: Er monierte die baulichen Änderungen, die auch die Nutzung in Frage stellen würde. Von den Änderungen sei er nicht unterrichtet worden, klagte er. Gresse hat nur vergessen, bei seinen Parteifreunden, die im Bauausschuss anwesend waren nachzufragen, oder das Protokoll zu lesen. Er hätte ja auch als Besucher der Sitzung folgen können, hat er alles nicht, sich dafür aber unnütz aufgespult.

Dr. Vogel lud in diesem Zusammenhang zu einem offenen Treffen, am 28. Mai, um 19:00 Uhr ins Hummelchen ein, wo jeder Bürger sich zu dem Thema: Nutzung Erdgeschoss Alte Schule äußern kann.