Woltersdorf – Sommerfest 2017; Wieder auf der Maiwiese


Fünf lange Jahre ist es her, dass unser Sommerfest vom damaligen Bürgermeister Rainer Vogel und seinen Gehilfen von der Maiwiese weggezerrt wurde. Die Vogelsche-Sommerfest-Connection brachte das Unmögliche fertig und baute Stände und Karussells rund um die Schleuse auf, gefeiert wurde mitten zwischen quer durch den Festplatz rauschenden Autos. Abgesegnet war das gefährliche Spektakel, mehrfach über die Jahre, von den damaligen Gemeindevertretern. Es schien so, als gebe es kein noch so abstruses Argument um die Maiwiese, den traditionellen Festplatz von Woltersdorf, aus dem Gedächtnis der Gemeinde auszubrennen.

Vogel ist nicht mehr Bürgermeister, seine Connection, dem Herrn sei’s gedankt, fast gänzlich zerfallen und die Maiwiese rückte wieder an ihren historisch angestammten Platz. Nach fünf dunklen Jahren wurde das Sommerfest erstmals wieder auf der Woltersdorfer Maiwiese gefeiert.

Am Freitagabend ging es los, nein nicht mit Musik, es regnete und regnete, doch plötzlich, noch rechtzeitig, versiegten die himmlischen Gewässer und es wurde noch ein sehr schöner Abend. Die Samba-Show brachte südamerikanisches Flair auf die Maiwiese und das Helene Fischer Double, Undine Lux, bekam reichlich Beifall. Moderator Michael Ehrenteil führte souverän durch die Partynacht.

Am Samstag wurde ein buntes Programm geboten, mit dabei auch Woltersdorfer Vereine. Das Bierfass wurde ebenfalls traditionell angestochen. Das Programm konnte sich sehen lassen. Die Feuershow der Gruppe „Feuerregen“ war ein Hingucker wert. Der Veranstalter hat sich wahnsinnig viel Mühe gegeben. In der kurzen Zeit von April bis Anfang Juli stellte er noch enormes auf die Beine. Da haben wir Glück mit dem Ausrichter gehabt oder unsere Amtsleiterin Jenny Laponen hat bei der bestimmt übersichtlichen Auswahl das richtige Händchen gehabt. Wollen wir hoffen, dass uns der Ausrichter dieses Sommerfestes noch lange Jahre erhalten bleibt.

Sonntag 10:00 Uhr evangelischer Gottesdienst auf der Maiwiese, seit fünf Jahren wieder das erste Mal. In der Predigt kam auch der Prophet Hesekil zu Wort: „Ich will das Verlorne wieder suchen und das Verirrete wiederbringen“. Wir haben die Maiwiese wieder! Wir sollten sie uns nie wieder von Leuten mit wirren Ideen wegnehmen lassen.

  1. peter reschenberg

    Die Maiwiese wurde genau dafür geschaffen. Als wahrscheinlich der, der die Maiwiese am längsten bespielkt hat, kann ich zu diesem Entschluß nur gratulieren.

  2. U. B.

    Danke für den Bericht über das Sommerfest auf der Maiwiese und die bildliche Darstellung.
    Warum das Sommerfest einige Jahre im Schleusenbereich veranstaltet wurde, kann ich nicht verstehen. Die Maiwiese bietet sich doch an für solche Feste.

    1. PT66

      Vor etlichen Jahren, in der Zeit, wo die Maiwiese nicht mehr genutzt werden sollte, fand ich mal einen Bericht im Netz, wo sich jemand für die Maiwiese interessierte. Man wollte dort so eine Art kleinen Freizeitpark einrichten, und mit der Verlegung des Festes in den Schleusenbereich denke ich, wollte man die Massen schon mal an die neue Situation einstimmen bzw. dran gewöhnen.
      Bleibt natürlich ein Geheimnis, was damals im Rathaus unter Vogel besprochen wurde….

    2. Alte Woltersdorferin

      Es wurden in der Gemeindeverwaltung ebenso noch andere Pläne ausgedacht. Bspw. sollte die Maifestwiese mit „vorläufigen“ Containern für angebliche Flüchtlinge bzw. südländische Zuwanderer aufgestellt werden. Doch erst mal mussten die Sommerfeste verlagert werden und auch der Woltersdorfer Waldkindergarten sollte den Zuwanderern und Wirtschaftsflüchtlingen Platz machen. … „Politik der kleinen Schritte“, nennt man diese hinterhältigen Überrumpelungsaktionen.
      („Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter.“ -Jean-Claude Juncker-)
      Hätten diese Container erst mal auf der Maiwiese gestanden, dann gäbe es für eine Massenansiedlung für Neusiedler in Woltersdorf mit all seinen Problemen kein zurück mehr. Und die Lobbyisten von Projektanden, Architekten, Immobilienhaien könnten wieder von unserem Gemeinde-Spargeld großzügig finanziert werden. Wenn man auch für die Woltersdorfer Bürger sehr wenig von ihrem Steuergeld für notwendige Straßenreparaturen, Umweltschutz etc. eingeplant hat, umso großzügiger fallen dann die „Spenden“ für die Projektoren und ihren scheußlichen Neubauten aus, deren hohen Unterhaltungskosten ja zusätzlich anfallen würden.
      – Naja, den Rest dieser Zumutungen könnt Ihr ja hier unter der Stichwort-Suchfunktion „Containerdorf auf der Maiwiese“ im Woltersdorfer Journal nachlesen.

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