Wir in Afghanistan

In der Bibel steht: „Du sollst nicht töten“, nichts weiter hat die Bischöfin Käßmann gefordert. Schließlich ist es ihr Job als Angestellte des Herrn, die Gebote Gottes weiterzugeben.  So um die 70% unseres Volkes sind sich mit Frau Käßmann einig, unsere Jungs haben da in Afghanistan nichts zu suchen. Für den aus dem Ruder laufenden Krieg machen sich nur unsere Abgeordneten stark, insbesondere die von CDU und SPD. Ein ganz Schlauer, Peter Struck (SPD), will sogar den Reichstag am Hindukusch verteidigen. Soweit zur Volksnähe unserer Abgeordneten, da liegen Welten zwischen Volk und Führungspersonal.

Einst habe ich hier geschrieben, dass nur Alexander der Große jemals das Gebiet des heutigen Afghanistan eroberte, ohne Flugzeuge, Raketen, Maschinenwaffen. Heute haben die Lamettaträger aus USA und Germany solchen Plunder, nur sie haben keinen Alexander. Wir haben Unmengen von Generälen und ihr teures Spielzeug,  alles umsonst? Nein! Natürlich nicht, es gibt neue, glitzernde Blechsterne für die hohen Herren und schöne Totenkisten fürs Personal. Vielleicht auch noch hier und da ein hübsches Denkmal für die umsonst Krepierten.

Weshalb sind die eigentlich am Kundus? Zuerst war ’s die Mähr vom Kampf gegen Terroristen. Das wollte keiner so recht schlucken, spähte doch damals der tapfere Krieger Bush nach Kriegen, egal wo, Hauptsache es knallt zum Ruhme der USA und ihres kleinen Napoleon.  Dann wollten sie dem Land ein westliches Korsett, mit all seinen Mängeln, überziehen, umsonst. Die Afghanen  wollen keine importierte Demokratie, sie wollen so leben wie sie es selber für sich bestimmen.

In Russland und Jugoslawien nannten sie sich Partisanen, in Frankreich Resistance. Gemeinsam war ihnen, sie kämpften gegen fremde Soldaten in ihrem Land, für ihre Freiheit. In Afghanistan ist es nicht anders, dort werden sie Taliban genannt und auch sie kämpfen gegen eine Armee von Invasoren, wollen ihre Freiheit, so wie sie sie verstehen. Wir sollten unsere Soldaten heimholen, sie haben dort nichts verloren.

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  1. randOM

    Das mit dem Reingeboren stimmt so nicht. Viele afghanische Frauen haben noch andere Zeiten mit relativer Freiheit erlebt. Dann waren die bösen Kommunisten weg und die Burka wurde zur Pflicht…

  2. randOM

    Da ist was dran. Aber ehrlich gresagt geht mein kulturelles Verständnis nicht so weit, dass ich die Taliban akzeptieren kann. Andererseits denke ich, dass sich ein Volk selbst von solchen Leuten befreien muss. Afghanistan ist aber schon seit dem Einmarsch der SU ein Stellvertreterkrieg. Erst egegn den Kommunismus/Sozialismus (Rambo) und jetzt zwischen westlicher Zivilisation und fundamentalem Islam…

    1. Bernd

      Wir können für diese Leute kein Verständnis aufbringen, haben wir doch null Ahnung von ihrer Kultur, Geschichte, Religion und Erziehung. Stellvertreterkriege wird es immer geben, die Industrie und Militärs müssen doch irgendwo ihre Waffen ausprobieren.

    2. randOM

      Dafür, dass die Afghanen eine andere Kultur ahben, habe ich schon Verständnis. Für eine „Kultur“, Weltanschauung oder wie immer Du das nenen willst, die Frauen total unterdrückt und für die Lebensfreude (Literatur, Musik, Theater etc.) Gotteslästerung ist, habe ich kein Verständnis. Da denke ich eher, dass die Jungs mal lieber ein bissel schwarzen Afghanen rauchen und entspannen sollten. wo sie nun mal an der Quelle sitzen 🙂

    3. Bernd

      Fragt sich nur wie deren Frauen das sehen, die sind ja wie die Männer da hineingeboren. Zum letzten Satz schweige ich höflich 🙂

  3. randOM

    Auch wenn die Taliban ziemlich Arschlöcher sind, Recht hast Du. Außerdem sollte es einigermaßen unmöglich sein, in Afghanistan Kriege zu gewinnen, ohne die ganze Bevölkerung umzubringen (denn dann gibt’s auch keine Feinde mehr).
    Ich glaube, es ging den Amis nicht nur um den Krieg (1984 lässt grüßen). Da spielt auch noch eine Erdölpipeline eine entscheidende Rolle. Und ohne Zahlen zu kennen, würde ich mal vermuten, dass es momentan in den Staaten und Europa ein gutes Angebot an Drogen gibt, schließlich kriegt man die Sachen jetzt direkt vom Produzenten…

    1. Bernd

      Deine Meinung über die Taliban teile ich uneingeschränkt. Sie, die Taliban werden das gleiche von uns denken, sind wir doch in zu unterschiedlichen Kulturkreisen aufgewachsen. An den USA gibt es soviel zu mäkeln, es lohnt sich nicht anzufangen. Nur eines ist mir immer wieder aufgefallen, die Amis sind zu dusslig einen Krieg zu führen und noch dämlicher in der Fähigkeit einen Krieg zu beenden.

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