Winterdienst 2012 in Woltersdorf

07:15 Uhr, am Berliner Platz. Tramhaltestellen perfekt geräumt. Auf der Strasse (festgefahren, glatt, kein Sand zu sehen) kommt Schneeräumer Priess angerauscht, schiebt, aber streut nicht. Ihm entgegen kommt die GWG auf dem südlichen Fußweg (während der Fußweg an den Haltestellen ungeräumt ist und bleibt). Die GWG kann gar nicht streuen, da keine Streuvorrichtung vorhanden ist. Der zweite Mann im Führerhaus geht nicht in die Kälte, um mit der Schaufel zu streuen. (Kommentar an anderer Stelle am Wochenende: „Wir sollen Sand sparen“).
So viel zum Winterdienst…
Grüße!

10:00 Uhr, der Quasi-Bürgersteig in der Interlakenstraße vor dem Gärtnerei Grundstück wurde meiner Meinung nach mit Salz behandelt. Indikator ist mein Hund, der beim Laufen auf Bürgersteigen die mit Salz oder Stoffen, die die Wirkung von Salz haben, sofort zu hinken anfängt. Hat sich scheinbar noch nicht so herumgesprochen, dass solche Mittel für Schuhe und Hundepfoten Gift sind.

Rüdersdorfer Straße, in der 30er Kurve Richtung Rüdersdorf liegt auf der rechten Seite ein unbewohntes Grundstück. Auf den Fußweg schiebt das Räumfahrzeug des Landes Unmengen von Schnee, den niemand wegräumt. Der Fußgänger muss dort durch 20 cm hohen, dreckigen mit Salz durchmischten Schnee waten. Der Winterdienst und seine Überwachung sind noch nicht optimal. Da muss die Gemeinde noch etwas nachlegen.

  1. Peter Müller

    Möchte trotzdem an dieser Stelle noch mal auf die Brennpunkte hinweisen!
    Es gab heute so Einige, die am Ratskeller auf Hilfe warten mussten und
    das dürfte den Verantwortlichen doch bekannt sein!
    Beste Grüße

  2. Heike Seiffarth

    Schnee hat nun einmal die unangenehme Eigenschaft sich nicht aufzulösen, wenn ein Winterdienstfahrzeug vorbeifährt – aufgesaugt wird da ja nix ;).

    Touren und Routen muss jede Firma schaffen, das liegt in der Natur der Arbeitsabläufe und letztendlich am Umfang des Auftrages und der Bezahlung. Ich bin mir sicher, alle, die hier schreiben, wissen das genau.

    Ich bin mir auch sicher, alle, die hier schreiben, kennen die Komplexität der Problematik.

    Jedes Jahr von neuem im Internet über Mitarbeiter einer Firma herzuziehen, die sich aufgrund ihres Dienstverhältnisses nicht wehren können, ist schäbig. – Ein Anruf würde es vielleicht auch tun. Ansonsten – wozu seid ihr Gemeindevertreter – bezahlt das Nacharbeiten!!

    Heike Seiffarth

    1. Bernd

      Liebe Heike, dass die Räumfirmen im Winter überlastet sind, ist uns allen klar. Das ist in der ganzen Welt so. Kalkulieren sie genug Material und Personal bekommen sie den Auftrag nicht – zu teuer. So geben sie den Druck an ihre Fahrer weiter und die haben keinen, den sie treten können, die müssen sehen wie sie klar kommen. Dennoch ist es richtig die Schwachstellen aufzuzeigen, manches funktioniert dann doch noch.

      Bei uns ist es der Landesbetrieb, der den grad mühsam freigeschippten Bürgersteig vollschiebt, der mühsam befahrbare Einfahrten in Sekunden unpassierbar macht.

      Nur in einen Winter in Alice Springs erlebte ich es, da klappte der Winterdienst vorzüglich, sogar über Monate 🙂

  3. Matthias Schultz

    Laut der gerade im Mitteilungsblatt nochmal veröffentlichten Reinigungssatzung sind die Anlieger auch für die Freihaltung von Regeneinläufen von Schnee etc. verantwortlich. Dieser Pflicht bin ich heute morgen gerne nachgekommen.
    Gegen Mittag kam dann der Wagen der GWG mit dem Schiebeschild und hat alles schön genau in die Einläufe reingeschoben. Nachgearbeitet wurde natürlich nicht – man muss ja die Runde schaffen.
    Also durfte ich zum zweiten Mal alles ausgraben.

    Hmmm – und für diesen „Dienst“ soll ich in Zukunft noch einen Kostenbeitrag zalhen? Ich weiss ja nicht…

    denkt etwas lauter
    Matthias Schultz.

  4. Minerva McGonagall

    Es ist natürlich absolut wichtig, Sand einzusparen.
    Unser Obergrüner befürchtet sicher knapper werdende Ressourcen,
    es soll ja noch Sand für kommende Generationen bleiben… BLA BLA BLA

    Lieber Dr. Vogel:
    Sand haben wir in Woltersdorf echt reichlich,
    praktischerweise liegt er vielerorts auch schon auf der Straße,
    (blöderweise unter dem Schnee).
    Wenn oben auf den Schnee noch was draufkommt, macht nix.
    Wenn Schnee und Eis (wegen der Klimaerwärmung ??? im Frühjahr) tauen,
    muss man den Sand noch nicht mal entfernen, denn er gesellt sich zu dem anderen schon vorhandenen einfach hinzu….

    Noch was zum kommunalen Mitteilungsblatt,
    das überwiegend mit neuer Sachlichkeit überrascht:

    Es ist dennoch nicht frei vom Gezicke des BM.
    Auf der ersten Seite gibt es den redaktionellen Hinweis,
    dass auf Beschluss DER MEHRHEIT des Hauptausschusses
    das Mitteilungsblatt ohne „Kolumne“ des BM erscheint.
    Korrekt muss es heißen, dass es sich um einen
    BESCHLUSS DES HAUPTAUSSCHUSSES handelt.
    Die Mehrheitsverhältnisse sind für den Beschluss ohne Relevanz.
    Der Beschluss ist in einer ordentlichen Sitzung rechtmäßig gefasst
    und wird damit zum Beschluss des (gesamten) Hauptausschusses und ist nicht nur ein Beschluss der Mehrheit.
    Manche kapieren das mit dem Rechtsstaat einfach nie.

    Minerva

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