Wilhelm – Tell – Straße

Ein Jahr, nachdem hier eine Artikelserie über die Wilhelm-Tell-Straße erschienen ist, schreibt mir ein Mensch, der nennt sich „der Besitzer!“ und dann noch eine Person namens „Anke“, zum gleichen uralten Komplex. Veröffentlicht habe ich diese Kommentare nicht, sie erschienen mir, nach einer vorherigen persönlichen Mail, wert in einem Artikel aufgearbeitet zu werden.

Erster Kommentar vom „der Besitzer!“
„Wenn Sie schon Ihre billigen Kommentare abgeben, sollten Sie sich vorerst über etwaige Regelungen/Gesetze informieren und keine Mutmaßungen aufstellen und somit Ärger und Hass schüren!!!“ (Anmerkung: man beachte die vielen Ausrufezeichen).

Zweiter Kommentar von „Anke“
„Guten Tag Bernd,
Ihr Kommentar zu diesem Thema ist nicht nur lächerlich, sondern auch noch falsch interpretiert. Ich nutze täglich mit meinem Pkw die Wilhelm-Tell-Straße und habe überhaupt kein Problem mit 1, 2 oder 3 Lkw’s, die dort parken. Fakt ist nun mal: sie dürfen es, ganz legal!! … und wenn ein Autofahrer auf einer gut beleuchteten geradeaus verlaufenden Straße einen großen bösen Brummi übersieht, sollte er besser sein Auto stehen lassen und zu Fuß gehen. Denn diese Autofahrer sind eine Gefahr.

In Ihrem konkret angesprochenen Unfall war ich Augenzeuge! 1. Der Autofahrer hat nicht aufgepasst, denn er war abgelenkt, also ist er Schuld; 2. ihm ist gottseidank nichts passiert ist, nicht einmal ein winziger Tropfen Blut ist geflossen! Also nur so viel zu dem Wahrheitsgehalt Ihrer Aussagen!

Übrigens diese “LKW-Besitzer”, denen nicht immer ein eigener großer Fuhrpark zur Verfügung steht, nutzen diesen „kostenlosen Parkplatz“, weil sie keine andere Möglichkeit haben. Woltersdorf bietet kaum Alternativen zum Abstellen, ohne dass dreiste Diebe ihnen in den dunkelsten Ecken die Fahrzeuge klauen oder beschädigen. … aber warum sollte Sie das auch interessieren. Sie verfolgen hier (offenkundig) als ANWOHNER der Wilhelm-Tell-Str. nur Ihre eigenen ganz persönlichen Absichten!!

Und nicht zu vergessen: Eine lohnende Einnahmequelle für die Gemeinde Woltersdorf sind Eigentümer der Güterfahrzeuge zweifellos. Sie zahlen nämlich auch Steuern, die u.a. für den Ausbau der Straßen genutzt werden!

Jedenfalls verdient Herr Langen für seine Einstellung meinen größten Respekt. Also liebe Woltersdorfer Brummifahrer, lasst Euch nicht unterkriegen!!!“ (Anmerkung: man beachte die vielen Ausrufezeichen).

Dritter Kommentar von „Anke“ 40 Minuten nach Ihrem Ersten
„Klar, war ja zu erwarten! Gut zu wissen, dass Sie nur die Beiträge veröffentlichen, die Sie in Ihrer anscheinend rein persönlichen Ansicht unterstützen! Konträre Meinungen sind hier nicht erwünscht! Einseitiger Blog, den keiner braucht!“ (Anmerkung: auch hier Ausrufezeichen)

Da schreiben zwei Leute unabhängig voneinander zu einem Unfall in der Wilhelm-Tell-Straße vom November 2011. Sie schreiben unabhängig voneinander und verwenden unabhängig voneinander massenhaft Ausrufezeichen!!! Merkwürdige Kommentare, nicht wahr? Meistens antworte ich, nur etwas Zeit erbitte ich mir schon, so ein bisserl Zeit brauch ich auch. Hier ist dann meine Antwort auf einen ein Jahr alten, längst abgehakten Unfall, öffentlich mit allen Ihren Kommentaren.

Meine Antwort an „Anke“:
Ich bin ja allerhand gewöhnt, aber dass sich ein so reges Interesse für einen Artikel vom 29. Nov. 2011 jetzt im Okt. 2012 einstellt, ist doch beeindruckend. Kommentare zu Artikeln, die soweit im Dunkel der Vergangenheit liegen, veröffentliche ich meist nicht mehr, wirklich interessieren wird es niemanden mehr.

Dennoch sollen Sie eine Antwort bekommen. Zu Ihrem ersten Absatz, sehr wohl ist die dortige Situation für PKWs recht gefährlich. Jedenfalls sieht es die Polizei ähnlich, wie hier zum Thema beschrieben wurde. Wenn es Ihnen recht ist, Slalom durch Verkehrshindernisse zu fahren, bitte schön, ihr Ding. Nur sollten Sie Ihre Annahme nicht auf andere Verkehrsteilnehmer ausdehnen, oder sind Sie hellsichtig. Ihre Aussage, der betroffene PKW-Fahrer ist eine Gefahr, ist ebenfalls Ihr persönlicher Eindruck, oder? Fakt ist, der Brummi war nicht korrekt abgestellt, lt. StVO § 17(4). Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t sind innerhalb geschlossener Ortschaften zu beleuchten oder durch andere zugelassene lichttechnische Einrichtungen kenntlich zu machen, soweit es sich nicht um PKWs handelt. Andere zugelassene lichttechnische Einrichtungen sind (ausschließlich) sogenannte Parkwarntafeln, Zeichen 630.

Der Brummi war zum Zeitpunkt des Unfalls nicht mit dem Zeichen 630 gekennzeichnet, somit ist zumindest eine Mitschuld möglich, oder? Sehr schön zu sehen in der Mini-Slideshow, aber auch die Polizei machte ein Foto von der Rückansicht des Brummis.

Aber weiter, kommen wir zum § 12 StVO Halten und Parken (3a):
„Mit Kraftfahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 t sowie mit Kraftfahrzeuganhängern über 2 t zulässiges Gesamtgewicht ist innerhalb geschlossener Ortschaften
1. in reinen und allgemeinen Wohngebieten,
2. in Sondergebieten, die der Erholung dienen,
3. in Kurgebieten und
4. in Klinikgebieten
das regelmäßige Parken in der Zeit von 22.00 bis 06.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen unzulässig.“

Die Wilhelm-Tell-Straße ist Wohngebiet und damit greift oben genannter § 12. Jeder, der möchte, könnte alltags nach 22:00 Uhr und an Sonn – und Feiertagen ganztägig ein Foto machen und der Brummi BESITZER! müsste die entsprechende Strafe zahlen. Wir können es gerne mal ausprobieren, so als Test auf die Wirklichkeit, was halten Sie davon?

In dem Artikel kommt kein einziges Wort über das Unfallopfer vor, da steht geschrieben: „Aber muss Verkehrsberuhigung einhergehen mit Unfällen, Verletzten und auf der Straße plätscherndem Öl?“ Ich bitte doch, den Satzbau und das Fragezeichen zu beachten. Falls sich das „blutig“ auf „die blutige Falle…“ beziehen sollte, der Satz ist eine rhetorische Aussage, die sich auf die Zukunft bezieht und keinen Zusammenhang mit dem Unfall aufweist und ich bin überzeugt, es wird dort noch böse enden.

Aus Ihrem Kommentar, Anke: „LKW-Besitzer“, denen nicht immer ein eigener großer Fuhrpark zur Verfügung steht, nutzen diesen „kostenlosen Parkplatz“, weil sie keine andere Möglichkeit haben. Woltersdorf bietet kaum Alternativen zum Abstellen,…“ ist als falsch zurückzuweisen. Mein Artikel vom 17ten November, hier veröffentlicht: „Das Thema verfestigte sich dann auf die parkenden LKWs in der Wilhelm-Tell-Straße, die Hannes Langen, trotz gegebener Gesetzeslage, dort nicht wegbekommen will. Sind die Brummis doch für ihn eine Verkehrsberuhigung, keiner der Anwesenden teilte seine Meinung, aber das stört ihn nicht. Wilhelm Diener machte einen sehr vernünftigen Vorschlag: die Fahrer der LKWs könnten doch in dem Berghofer Weg auf dem Gelände der Firma Albrecht ihre Kisten gegen einen geringen Obolus abstellen, damit wäre allen geholfen. Der Vorschlag fand den ungeteilten Beifall aller Bürger.“ Warum macht dieser Brummifahrer davon keinen Gebrauch? Der Platz ist doch da, aber eben nicht „KOSTENLOS“ und das ist wohl der Knackpunkt, der Causa, nicht wahr?

Weiter aus dem Kommentar von Anke: „Jedenfalls verdient Herr Langen für seine Einstellung meinen größten Respekt. Also liebe Woltersdorfer Brummifahrer, lasst Euch nicht unterkriegen!!!

Herr Langen ist Amtsleiter – OK- was verdient an seiner Einstellung Respekt? Lesen Sie den Artikel „Polizeireform im Rathaus“ und Sie werden erfahren, er stand mit seiner Meinung allein gegen diverse Fachleute und Bürger. Respekt, Ihrer Meinung nach, wohl nur aus dem Grund, seine Meinung passt in Ihr gebasteltes Konzept, stimmt’s?

Nebenbei: Hannes Langen, kein unsympathischer Mann, trat seinen Posten mit den Worten an: von dem Job habe ich keine Ahnung, aber ich habe tüchtiges Personal. So wurde es in der MOZ und hier veröffentlicht, suchen Sie bei Interne Suche – Hannes Langen.

Weiter aus dem Kommentar von Anke: „Eine lohnende Einnahmequelle für die Gemeinde Woltersdorf sind Eigentümer der Güterfahrzeuge zweifellos. Sie zahlen nämlich auch Steuern, die u.a. für den Ausbau der Straßen genutzt werden!“

Meine Antwort: Die Brummibesitzer würden auch Steuern bezahlen, wenn ihre Kisten auf gesicherten Parkplätzen stehen, oder ist der Betrieb dann steuerfrei? Nur der gebotene Parkplatz, eingezäunt, verhältnismäßig sicher, kostet eben etwas.

Weiter aus dem Kommentar von Anke: „… Sie verfolgen hier (offenkundig) als ANWOHNER der Wilhelm-Tell-Str. nur Ihre eigenen ganz persönlichen Absichten!!…“

Meine Antwort: Ich rate Ihnen dringend zu etwas mehr Vorsicht. Falsche Verdächtigungen und Behauptungen landen hier in Woltersdorf schnell mal vor Gericht. Ich kann damit leben, aber zur Info, ich wohne ca. 30 km von Woltersdorf entfernt. Ich habe hier nur ein winziges Büro.

Am Ende komme ich auf den Anfang des Kommentars von „Anke“ zurück, Zitat: „lächerlich, sondern auch noch falsch interpretiert.“ Bevor Sie sich so ins Geschirr schmeißen, sollten Sie sich erst einmal gründlich mit der Materie befassen. Hier empfehle ich Ihnen, suchen Sie sich ein anderes Thema – das hier liegt Ihnen nicht.

  1. Norman

    Moin Moin….

    Icke wieder…:)

    Werte „Anke“, so ganz gefahrlos stehen die Brummis meiner Ansicht nach nicht, denn es ist an dieser Stelle fast unbeleuchtet, schlecht einsehbar eben. Dort könnten sich dreiste Diebe schnell mal an den Wägelchen zu schaffen machen.
    Dies wäre auf dem Grund des Herrn Albrecht im Berghofer Weg nicht der Fall. Dort stünden sie nach gebrauch in Sicherheit.

    Und das mit der Verkehrsberuhigung ist so ne Sache. Denn fahrende Fahrzeuge machen weniger Lärm, als wie anfahrende. Dort erhöht sich die Dezibelzahl des Motors nämlich um so einiges.

    Und Verkehrsberuhigte Strassen, Wege oder Gassen gelten meines Erachtens nach nur in 30er Zonen.

    Noch ein Beispiel für schlecht oder sagen wir mal schon gefährlich parkende Brummis ist ein Ort in Rüdersdorf. Dort parken die Kollosse unter der Autobahnbrücke am Stadion. Was meinen Sie, was dort passiert, wenn dort mal jemand an den Brummis spielt und es eventuell Zündelt?????
    Gut, die Rüdersdorfer Feuerwehr ist nur 50m entfernt, aber gehen wir mal vom schlimmsten aus, und es kommen nur wenige freiwillige Helferlein des Ortes. Gehen ja schliesslich auch alle ihr Brot bei der Arbeit verdienen.

    Was meinen sie „Anke“, was dann an dieser Stelle passiert???? Die Brücke wäre nich mehr passierbar, und müsste eventuell sogar abgerissen werden, denn durch Hitze wird Beton arg spröde und brüchig. Und das wiederum würde bedeuten, das alle die eigentlich die Autobahn passieren würden, komplett durch Woltersdorf fahren und somit unsere halbwegs vernünftigen Strassen extrem belasten würden. Und was meinen Sie, wer die rampunierten Strassen dann bezahlt???
    Nein, nicht das Land, die Woltersdorfer Bürger aus ihren Steuerabgaben.

    Und Die Parkenden Brummis machen im Sommer eh schon Schaden im Asphalt, denn dieser wird unter Sonneneinstrahlung weich in der Oberfläche. Und wenn man dann immer auf der selben Stelle parkt, dann gibt der Bitumen/Asphalt unter den Reifen einfach mal so nach und es entstehen Senken, von Tag zu Tag immer tiefer werdend.
    …..Mal Drüber nachdenken…..

    Passt zwar nicht ganz zum Thema, wollte ich aber mal angemerkt haben…..

    Bis Dato,
    euer Norman

  2. D.S.

    Hi, hi, hi; Güterfahrzeuge, der Spruch in dem Kommentar der selbstlosen Schreiberin Anke deutet auf Fachwissen in der Fachsprache der Brummifahrer und Spediteure hin. Ist sie vielleicht die Frau oder Freundin des Kutschers?

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