Wildwest im Fährweg? Teil 5

13. November 2012 Aus Von BerndWohlers

Wildwest im Fährweg nannten wir einen fortlaufenden Bericht über eine Zaunversetzung in diesem Weg. Von der Gemeinde bekommt Bernds-Journal keine Auskünfte, so haben wir uns an den Sohn der Eigentümerin gewandt.
B-J: Sind Sie der Eigentümer des Grundstückes? Wenn ja, seit wann?
Olaf Steuer: Nein ich bin der Sohn.. Das Grundstück gehört meiner Mutter (72 Jahre).
B-J: Wann wurde der alte Zaun, der bis vor kurzem die Grundstücksgrenze sein sollte, gesetzt?
Olaf Steuer: Den Zaun hatte mein Vater zurückgesetzt, um für sein damaliges Gewerbe (Bootstand mit Übernachtung) Parkplätze zu schaffen.
B-J: Wie kam es dazu, dass Sie vor Zeiten Land für die Straße von Ihrem Grundstück abgeben mussten?
Olaf Steuer: Mussten und haben wir auch nicht. Wie auf Flurkarten zu sehen ist.
B-J: Wurden Sie entschädigt? Wurde Ihnen eine Entschädigung angeboten?
Olaf Steuer: Nein.
B-J: Was bewog Sie, dieses Jahr einen neuen Zaun auf die Linie zu setzen, die Ihrer Meinung nach die wahre Grundstücksgrenze darstellt? Warum konnten Sie so viele Jahre mit dieser Wegnahme leben?
Olaf Steuer: Nach ca. 8 Jahre Schriftverkehr mit der Gemeinde und keinerlei Äußerung ihrerseits, wurde uns von einem Anwalt geraten den Zaun zu setzten.
B-J: Liegt es daran, dass die unbefriedigende Parksituation des Fährhauses zu dem Entschluss beitrug?
Olaf Steuer: Nein, die ist zwar katastrophal, denn jetzt kommt wirklich kein Rettungsdienst mehr durch, aber wir müssen seit Jahren Grundsteuern zahlen, für Land das andere als Straße nehmen.
B-J: Haben Sie dieses Vorhaben im Vorfeld mit der Gemeinde abgeklärt? Wenn ja, mit wem und mit welchem Ergebnis?
Olaf Steuer: Seit dem 11.03.2004 besteht Schriftkontakt mit der Gemeinde, die sich leider nie dazu geäußert hat.
B-J: Was hat die Gemeinde unternommen, um Sie zu bewegen den Zaun wieder an die ursprüngliche Stelle zurück zu versetzen? Wurde Ihnen dabei eine Entschädigung angeboten?
Olaf Steuer: Wie immer in Woltersdorf, hat die Gemeinde nichts unternommen. Im Gegenteil, meine Mutter wurde aufgefordert ihre Bäume zu beschneiden, weil die über ihren Zaun ragten. Das alles befand sich aber immer noch auf dem Grundstück meiner Mutter.
B-J: Wer hat den Zaun abgebaut? Wer veranlasste das? Waren Sie damit einverstanden?
Olaf Steuer: Hr. Joecks und Fr. Brückner veranlassten, dass der Zaun abgebaut wurde. Sie kamen mit einer Firma, die den Zaun einfach abbaute. Meine Mutter war keinesfalls damit einverstanden und informierte auch noch die Polizei.
B-J: Der alte und der neue Zaun liegen im Garten. Wie geht es weiter?
Olaf Steuer: Wir werden alle Hebel in Bewegung setzten, um dieses Unrecht auffliegen zu lassen und unser Eigentum ordnungsgemäß einzuzäunen. Ich hoffe, dass die Frechheit der Gemeinde an die Öffentlichkeit kommt.