Wieder mal – Weinbergstraße

Heute ging es um die Weinbergstraße und dem angrenzenden Schulgelände. Neugierig bin ich gekommen, sollte doch Gewaltiges geschehen. Bürgermeister Vogel versprach im letzten Bauausschuss den „Gordischen Knoten“ zu durchschlagen. Der Erste und Letzte, dem das mit Erfolg gelang, war Alexander der Große im Jahr 334 v.Chr. Das sich unser BM mit Alexander verglich, na ja, mal sehen.

Den Vortrag hielt der neue Amtsleiter für Ordnung und Soziales, Hannes Langen der immer für eine Überraschung gut ist. Er startete eine gelungene Computeranimation, die er gut mit Fachausdrücken würzte, wie „Gaußschen Glockenkurve“, die er schon in der Volksschule gelernt haben will, alle Achtung. Sein Konzept brachte nichts Neues. Er ging von 450 Kindern und 150 Pkws aus, die in einem Zeitfenster von 10 Minuten gebracht werden. Langen wollte, dass der Edeka Parkplatz für das kurzzeitige Parken von Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen, genutzt werden darf, mit Einfahrt von der Weinbergstraße. Die Straße sollte eine verkehrsberuhigte Zone zwischen Hort und Schule bekommen. Über die Winzerstraße, die ausgebaut werden müsste, sollte der Autoverkehr abfließen. Auf der anderen Seite, von der Vogelsdorfer könnte der Eingang neben dem FAW Gebäude als gut ausgeleuchteter Fußweg zur Grundschule führen. An sich nichts Neues, nur neu verpackt. Der Vorschlag von Langen stieß bei den Bürgern nicht auf Gegenliebe. Kümmerte die Variante sich doch überwiegend um das Wohl der Autofahrer, ist kompliziert und teuer. Sein größter Fauxpas war, dass H.L. mit Zahlen operierte, die ihm nicht abgenommen wurden, zählten doch Anwohner nur die Hälfte, der von ihm genannten Autos.

Jetzt sollte diskutiert werden, immer der Reihe nach, erst die Abgeordnete und Sachkundige Bürger – und dann könnten die Bürger sich äußern. Die Reihenfolge störte Edgar Gutjahr von „Die Linke“, er vertrat die Auffassung, dass man vielleicht erst einmal die Betroffenen anhören sollte und anschließend die Abgeordneten. Der vernünftige Vorschlag wurde leider von seinen Kollegen ausgebremst. Zwei Abgeordnete, WBF Vogel und der Grüne Kuiper sprachen in den Raum, Gesicht Richtung Bürgermeister, beide lehnten das Mikrophon ab, ob die da hinten etwas verstanden, scheint sie nicht besonders interessiert zu haben.

Der erste Bürger brachte schon einen vernünftigen Vorschlag: der Grünstreifen neben der Vogelsdorfer, da könnte man eine zweite Spur machen und Zebrastreifen malen. Die Schüler könnten dann quer durch das Schulgelände gehen und sämtliche andere Maßnahmen sind dann überflüssig. Viele fanden den Vorschlag Klasse.

Dann kam der bebilderte Vortrag von Vertretern der Schulkonferenz der Grundschule. Die beiden Damen brachten nichts Neues, alles schon hunderte Mal vorgetragen, bis auf zwei ihnen wichtige Dinge. Sie forderten einen Parkplatz für Lehrer und einen repräsentativen Zugang zur Schule. Ob ein Säulenportal mit Denkmälern der ehemaligen Schuldirektoren in Carrara Marmor ausreichend sein wird? Ich würde Repräsentativ streichen und durch Praktisch ersetzen.

Ein sachkundiger Bürger wollte die Weinberg, Winzer, Elsen und Vogelsdorfer zu Einbahnstraßen machen, dat würde eine karussellige Gegend werden. Unter Gezische verschwand sein Karussell im Hades, es zeigt, dass Volk denkt vernünftig.

Von Goswin Huchatz kam zur fortgeschrittenen Zeit der richtig gute Vorschlag, der altbekanntes neu ordnete, ergänzte und fast allen gefiel. Er hat die Verkehrsströme getrennt. Ein Geh- und Radweg von Ecke Winzer-/Weinbergstraße bis zum Schulgelände. In der Vogelsdorfer den Grünstreifen als Kurzzeitzone und Ausweichmöglichkeit für den Bus und der Fußweg über das Schulgelände zur Grundschule. Obendrein bezahlbar und schnell zu realisieren.

Ein weiterer Artikel zum Thema Weinbergstr.

2 thoughts on “Wieder mal – Weinbergstraße

  1. werlsee

    Hm, bei der Versammlung stellte Herr Langen 5 Varianten vor, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Unter einem weiteren Artikel über die Weinbergstraße aus früherer Zeit hatte Herr Joecks mal 5 Varianten vorgestellt. Da kann ich mir die Frage nicht verkneifen. Wurde das ganze nicht nur digital aufbereitet und als neu verkauft. Warum hat unser Bauamtsleiter nicht den Vortrag gehalten, er steckt doch schon viel länger in der Materie. Ich fand das Alles sehr merkwürdig.
    Bei der FAW muss auch ein Wandel stattgefunden haben, denn ich weis aus eigener Erfahrung, dass ein Durchgang von der Vogelsdorferstraße zur Grundschule nicht erwünscht war. Nun höre ich, dass es so ein Verbot angeblich nie gegeben hat. Hm!!

    1. Bernd

      Ach so, ich hatte schon die leise Hoffnung, dass er besser ist als es scheint.
      Schule, die hatten sogar ein Schild aufgestellt. Der Wolf hat sich einen Schafspelz übergezogen und Kreide gefressen. Dann wollen die bestimmt etwas von der Gemeinde.

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