Was ist nur in der „Alten Schule“ los?

Gestern durfte ich in der „Alten Schule“ als Tischler werkeln, und wie das so ist, wenn Mann werkelt, bekommt er Durst. So versuchte ich die anwesenden Damen zu animieren Kaffee zu kochen. Das heiße Getränk wurde nicht serviert, geht nicht, die „Alte Schule“ ist dafür nicht ausgerüstet, jedenfalls nicht in den Räumen des Verschönerungsvereins. Da bauen Planer, Architekten und Bauingenieure eineinhalb Etagen ohne einen Anschluss für eine Mini-Pantry? Es stimmt, wie ich mich überzeugen konnte, deshalb fragte ich einmal Gisela Schuldt: Sagt mal, habt ihr nie daran gedacht, hier einen Wasseranschluss zu installieren? Antwort von der Vereinsvorsitzenden: Doch haben wir, wir wollten hier oben im dritten Stock eine Teeküche für alle Vereine einrichten, die Anschlüsse sind auch gelegt worden und eine kleine Küche wurde auch gespendet. Die Küche steht jetzt in einer Ecke des dritten Stocks ohne Anschlüsse. Der Raum, der auch Teeküche sein sollte, wurde von Frau Brauer zur Bibliothek gemacht und sie soll einen Schrank vor die Anschlüsse für Wasser und Abwasser gestellt haben. Somit gibt es eben für den Verschönerungsverein keinen Wasseranschluss. Tolle Organisation, lieber Herr Bürgermeister, wie Sie es immer wieder mit Ihrem Lieblings-Unterstützer-Verein schaffen dem Verschönerungsverein schwere Klamotten in den Weg zu rollen.

Beim Erwähnen der Bibliothek fiel mir Frau Brauer ein, die sich dort Bibliothekarin nennt, ist sie es auch? Bibliothekar ist schließlich eine geschützte Berufsbezeichnung. Na, Frau Brauer wird das bestimmt klarstellen können. Frau Brauer war es auch, die in des Bürgermeisters Versammlung klarstellte, das dicke Plastikbuch hat mit ihr und ihrer Bibliothek nichts zu schaffen. Nur, liebe Frau Brauer, wie kommt dann die Werbung für ihre Ausleihe in das Chemiefaser-Buch? Dann lese ich in der MOZ: Das Aufstellen des Regals war im Verein „Kulturhaus Alte Schule“ dem Frau Brauer angehört, Gegenstand heftiger Debatten. Ist doch seltsam, bis heute wollte oder konnte unser Bürgermeister für Öffentlichkeit und Transparenz nicht preisgeben, wer für die Aufstellung des Buches verantwortlich zeichnet. Der Satz in der MOZ deutet aber eindeutig auf den Verein hin, in dem Frau Brauer Mitglied ist. Wer kassiert hier eigentlich die Aufstellgebühren, Herr Bürgermeister, ihr Lieblingsverein und warum haben Sie sich bisher darüber so eisern ausgeschwiegen?

So erfuhr ich auch, es wurde eine Bibliothek- und Gebührenordnung festgelegt. Von wem eigentlich, von Frau Brauer? Vom Verein Kulturhaus Alte Schule? Oder hat die Gemeinde die Satzungen festgelegt?

Bei der „Alten Schule“ meine ich liegt noch vieles im Argen. Heimlichkeiten, wie die Buchaufstellung, kleine Liebenswürdigkeiten, wie das Zustellen von Wasseranschlüssen und selbstgefälliges Bestimmergehabe, wie bei der Aufstellung von Satzungen, lassen für die Zukunft der „Alten Schule“ nichts Gutes ahnen.