Vogels Kreuzzug gegen die Christliche Kita

Wir sind von Vogel allerhand gewöhnt, wenn es darum geht, etwas zu verzögern. Bis es zum Umbau des Ladengeschäfts am Rathaus zur Kita kam, hat er Monate mit der unausgegorenen Idee Weinbergstraße vergehen lassen, dann stürzte er sich auf die Ruine des „Alten Krug“, suchte darin wohl eine Möglichkeit den Kitabau zu verzögern. Leidtragende sind die Eltern, die bald auf einen Kitaplatz angewiesen sind. Einsicht in Notwendigkeiten hat Vogel nie gezeigt, seine Sprüche gegen die Rathauskita reißen nicht ab.

Unbemerkt vom öffentlichen Spektakel versuchten Bürgermeister Vogel und Amtsleiter Langen im Untergrund eine Woltersdorfer Kita kaputtzumachen. Die Christliche Kita sollte verschwinden, wäre es dazu gekommen, Eltern und Kinder würden auf der Straße stehen.

Der Reihe nach. Wie üblich hat die Christliche Kita für den Haushalt 2013 ihre Mittelanforderung an die Gemeinde gestellt. Im Juni letzten Jahres wünschte die Kita in einem Teilaspekt eine Änderung. Vogel und Langen haben auf das Schreiben der Kita nicht reagiert.

Geduldig hat die Christliche Kita bis Ende Februar dieses Jahres gewartet und dann nachgefragt, wie sich die Verwaltung zu der Kündigung eines Teils der Vereinbarung von 2012 stellt. Acht Monate keine Antwort geben, Respekt Herr Bürgermeister, Sie und ihr Amtsleiter, der zu Ihnen passt, werden immer besser.

Nun ging es rasend schnell, nur einen Monat brauchte Hannes Langen für seine Antwort. Ende März d. J. schrieb Langen, Zitat: „Ihre Kündigung der Vereinbarung über den Betrieb der Kindertagesstätte nehme ich zum 31.12.2012 an.“, …, „Ich bitte Sie außerdem wie derzeit praktiziert bis auf weiteres, den Betrieb der Einrichtung auf der Basis des Kitagesetzes weiter zu führen. Ich behalte mir das Recht vor, diese Bitte jederzeit, auch kurzfristig, zu widerrufen.“ und weiter, „Ich möchte Sie in diesem Zusammenhang darauf hinwiesen, dass wir mit sofortiger Wirkung die Zahlung der vereinbarten Zuschüsse einstellen und die bereits gezahlten Zuschüsse unter Vorbehalt stellen.“ (Anmerkung: „hinwiesen“ ist kein Abschreibfehler von mir, das ist Hannes Langen wörtlich).

Parallel dazu lief ein weiterer Angriff unseres Bürgermeisters auf die Christliche Kita. Ich zitiere aus einer Email der Christlichen Kita von Dezember 2012 an den Landrat: „…Der Bürgermeister von Woltersdorf schweigt seit 07.09.2012, also seit mehr als 3 Monaten, einen Antrag auf Deckung unseres Defizits aus 2011 i. H.v. 9.828,59 €. Es erfolgte weder eine Eingangsbestätigung noch eine Bescheidung.“ und weiter, “ …Die Verweigerungshaltung des Bürgermeisters hat uns als Kita-Träger in finanzielle Not gebracht,…“

Jetzt hat der Landrat Vogels und Langens Kreuzzug gegen die Christliche Kita gestoppt. Am 2. April d. J. schrieb er an Bürgermeister Vogel. Zitat: „….Zunächst möchte ich Ihnen mein Unverständnis darüber ausdrücken, dass es zu solch einer Situation kommen konnte. Mit diesem Schreiben möchte ich Sie zudem auffordern, sicherzustellen, dass das Angebot einer verlässlichen Kinderbetreuung nahtlos aufrechterhalten bleibt“, und weiter, „….die Gemeinden… für die entsprechenden Kosten für Bewirtschaftung und Erhaltung der Gebäude und Grundstücke zuständig sind. Weiter, “ …… Ich bitte Sie ausdrücklich um eine umgehende Regelung der Angelegenheit.“

Die beiden Kreuzritter gegen die Kindertagesstätte sind erst einmal gestoppt, nur was soll das Ganze und wer ist als Nächster dran? Mit Vogel und Langen werden wir wohl nie eine verlässliche Kinderbetreuung bekommen.

  1. Friedrich

    Habe meinen Anwalt angerufen und der sagte mir, daß sich in den letzten Jahren bei den Beamtenpensionen viel geändert hat. Früher gab es wohl recht viel mit in die Rente, auch wenn man das Handtuch geschmissen hat oder abgewählt wurde. Jetzt ist das anders.

    Unser Bürgermeister würde bei Abwahl 3 Monate sein volles Gehalt bekommen. Danach sieht es düster aus, weil er noch keine 10 Jahre zusammen hat, sondern nur 2 Jahre. Da kann er wohl mit 5 Prozent seiner Bezüge bis zum Ende der normalen Amtszeit rechnen.

    Das sollte uns das Vergnügen doch Wert sein. Die Abgeordneten sollten langsam was tun.

  2. Norman

    Nicht viele Elsa. Aber wir geben uns allesamt Mühe es alles schön zu verbreiten, und unters Volk zu bringen.

    Und das mit dem gewählten BM ist so schon richtig, das Problem besteht nur darin, wenn man ihn abwählt, dann bekommt er trotzdessen seine „Gage“ weiter für den Zeitraum seines Amtes.Und das sind immer noch über 5 Jahre.

    Es müsste also über höhere Instanzen gehen, wie zB den Landrat, Gerichte usw. Nur wenn die das hinbekommen, das sie sehen, wie falsch er und sein Folgemann sind und das beide gehen müssen, dann können wir in Woltersdorf wieder frei und fast Problemlos leben…..

  3. elsa

    Der BM ist von den Bürgern gewählt, und kann deshalb auch nur von diesen abgewählt werden. Und da liegt glaube ich das Problem. Wie viele Bürger bekommen denn seine Machenschaften mit?

  4. Friedrich

    ES REICHT ! Ich sehe die Gemeindevertreter in der Pflicht für den BM Vogel ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten.

    Wie lange sollen wir uns das noch bieten lassen ?

    Und Herr Langen ! In Woltersdorf gibt es eine bewährte Tradition. Der Amtsleiter geht mit dem Bürgermeister

  5. blitzmaerker

    @ Heike Seiffarth,
    kann ich mir nicht nur vorstellen, kann ich ihnen sagen.

    Er wäre einer von denen hier:
    http://www.polizei.bayern.de/fahndung/personen/vermisste/

    oder
    „Weil ihnen der Dialekt eines Brandenburgers auf die Nerven ging, drehten zwei Bayern durch: Sie packten einen Schwan, droschen mit dem armen Tier auf den Ostdeutschen ein! “

    der Blitzmaerker

  6. Heike Seiffarth

    Hallo Bernd, liebe Mitmenschen,

    ich stelle mir gerade folgendes Szenario vor:

    Ein älterer Herr aus Ostbrandenburg verzieht aus welch auch immer Gründen nach Oberfranken in ein kleines Dorf.
    Durch Umstände und persönliches Streben wird er dort Bürgermeister. In diesem kleinen süddeutschen Dörfchen redet er dann zuerst schlecht über den gewesenen Bürgermeister, im Rathaus gehen diverse Mitarbeiter aufgrund (oder auch nicht) seines Verhaltens und er ärgert auch noch die Freiwillige Feuerwehr eines kleines süddeutschen Dörfchens. Als ostdeutscher Zugezogener. Dann, nicht genug, versucht er auch noch eine der christlichen Institutionen des kleinen süddeutschen Dörfchens kleinzukriegen. Eine christliche Kita, in die die engagierten Eltern des kleinen Dörfchens ihre Kinder bringen. Kann sich noch jemand außer mir vorstellen, was diesem Ostbrandenburger dann in Süddeutschland passieren würde?

  7. Bernd

    @Peter. Nur ganz wenige wußten von dem Spiel. Das lief ja alles unterirdisch über Emailfächer und Briefkästen ab, davon konnten die Eltern nichts wissen.

  8. Peter Müller

    Ich möchte hier mal ganz vorsichtig anfragen, wo denn die betroffenen Familien waren, als es in den Ausschüssen um das Thema Kita ging?

  9. sylvia

    Was muss in Woltersdorf noch alles passieren damit man dem Clan endlich die Füsse wegzieht. Ohne unsere christliche Kita würde die Kinderbetreuung in Woltersdorf schlecht aussehen. Die Mitarbeiter dort machen einen verdammt guten Job. Wenigstens der Landrat reagiert positiv. Es ist bekannt das bei uns der Bestand an Kindergartenplätzen nicht ausreicht. Irgendwann ( und zwar sehr schnell ) müsste der BM und sein Gefolge ( Hr. Langen ) mal aus den Puschen kommen. Ich kenne einige Familien die sehnsüchtig auf eine Kinderbetreuung warten . Die Firmen suchen sich neue Mitarbeiter weil die Eltern nach dem Babyjahr ohne Kinderbetreuung ihre Arbeit nicht wieder aufnehmen können. Es heisst doch es werden zu wenig Kinder geboren! Unter diesen Umständen kein Wunder.

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