Vogels Abrechnung fürs Sommerfest

Am Abend des 20. August 2012 war das Woltersdorfer Sommerfest gelaufen. Bis heute ist die Abrechnung des Festes nicht gelaufen. Die erste nach unzähligen Bitten vorgelegte Abrechnung des Bürgermeisters vom 22. Januar 2013 war so etwas von daneben, dass sich der Rechnungsleger genötigt sah, einen Tag später, am 23. Januar 2013 eine Korrektur seiner Abrechnung nachzureichen. Von gelungen kann auch hier keine Rede sein, auch hier wieder taucht dieser ungute Begriff „nachgeschobene Rechnung“ auf. Nachgeschoben von wem und wieso? Der Bürgermeister von Woltersdorf fand einen Schuldigen, Herr Müller von der GWG hat alle nachträglichen Sonderwünsche des Bürgermeisters eben auch nachträglich in Rechnung gestellt und das war mit der GWG so nicht abgemacht. So wusch sich Vogel auf Kosten eines nicht Anwesenden rein, auch nicht die feine Art, eben die Art des Bürgermeisters.

Seltsam, die nachgeschobene Rechnung von 3200 Euro, ist eine Ausgabe, Vogel verbucht sie bei den Einnahmen, muss ich das verstehen? Nirgends aufgeführt sind die 6000 Euro, die der Bürgermeister, wie jedes Jahr, laut Werkvertrag von der GWG bekommen hat. Die Summe müsste unter Einnahmen verbucht sein, ist sie aber nicht. Dann fehlt bei den Einnahmen der bis jetzt nicht näher spezifizierte Betrag aus der erhaltenen Fördergeldsumme von 15.000 Euro für das Leitbild Woltersdorf. Vogel versprach, davon für das Sommerfest einen Brocken abzuzweigen.

Noch eine dritte Eigentümlichkeit zeichnet die Rechnungslegung Vogels aus. Das Fest war am 20. August beendet. Nachträgliche Einnahmen und Ausgaben waren nicht zu erwarten, es konnte abgerechnet werden. Nicht so bei Vogel, da wird weiter gespendet, bis zum 29. November 2012 erinnern sich sieben Leute vage ans vergangene Sommerfest, rennen zu ihrer Bank, um spontan fürs längst vergangene Fest zu spenden. Im September erinnerten sich zwei und im Oktober ebenfalls zwei Bürger, dass sie das Spenden fürs Sommerfest vergaßen. Dann im November, sausten gleich vier Zahlungswillige zu ihrer Bank und überwiesen spontan eine Spende fürs bereits im August beendete Fest. Eine Spendensumme fesselte meinen Blick, 295 Euro spendete doch, am 7. November, ein Bürger. Da frage ich mich, was ist das, wer rennt zur Bank und überweist spontan als Spende 295 Euro? Wären’s 300 oder 250 Euro gewesen, das könnte ich nachvollziehen, aber 295 Euro, klingt nicht nach einer Spendensumme, eher nach einem Rechnungsbetrag.

Die Ausgaben, auch die sind nicht von Pappe. Nehmen wir uns gleich mal den größten Posten vor, 6.545 Euro für Auf- und Abbau einer Bühne, in der Summe verborgen Ton- und Lichttechnik. Also ich war schon des Öfteren auf der Maiwiese, da steht eine Bühne. Wozu eine zusätzliche Bühne für rund 6.500 Euro, kann mir das einer verraten. Es gibt in der Rechnung noch weitere Beträge, da kann man nur mit dem Kopf schütteln und sich fragen, wo bin ich eigentlich. Lassen wir ’s – eine runde, nachvollziehbare Abrechnung werden wir wohl nie erhalten.

Ja und dann noch ein besonders delikater Rechnungsbetrag, 7.466,77 Euro. In der Rechnung des Bürgermeisters von einem Tag zuvor lautet der Betrag noch, 6.849,40 Euro. Wie kann sich eine Abrechnung von einem auf den anderen Tag so verändern, so lange Zeit nach dem Sommerfest? Es ist auch nicht nur die Summe, es ist insbesondere die Bezeichnung des Betrages, wo man sich fragt, wo bin ich. „Sachspenden fürs Sommerfest 2012″ steht da einmal und an anderer Stelle wird der Betrag als: “ Ausgaben, die als Sachspende abgerechnet worden sind“ deklariert. Also Spenden sind erst einmal Einnahmen, wie kann man dann Ausgaben als Einnahmen angeben, hier bin ich mit meinem Latein am Ende.