Viel Lärm um nichts

Der Kita Beschluss ist mit demokratischer Mehrheit gefasst, das war’s, sollte jeder Bürger unserer Gemeinde annehmen dürfen. (Die AWO im Verbund mit Tribus GmbH betreibt die neue Kita und nicht die Gemeinde.) So läuft’s in aller Welt, wo demokratische Spielregeln gelten. Nur hier in Woltersdorf haben einige Leute echte Schluckbeschwerden mit diesen einfachen, seit der Antike geltenden Spielregeln. Da laufen die parlamentarisch Unterlegenen zu Höchstform auf, um die Bürger gegen einen demokratisch gefassten Beschluss in Stellung zu bringen.

Parlamentarisch ist nichts mehr zu erreichen und rechtliche Schritte völlig aussichtslos, was nun? DIE LINKE, die nicht zugeben kann, dass ihre Idee nur die zweitbeste Lösung war und die sich nicht mit der Niederlage abfinden mag, sucht Gelegenheiten, ihren Frust loszuwerden.

Über die daneben gegangenen Leserbriefaktionen von Leetz und Schmidt mag ich nicht mehr anknüpfen, jeder weiß inzwischen, wie die zu bewerten sind, kann sich denken, wie sie zustande kamen.

In die Sache hat sich die MOZ mit Furore eingebracht, über die fand ich bei Wikipedia folgenden Eintrag: “ Die MOZ ging aus der Tageszeitung Neuer Tag hervor. Diese entstand 1952 im Zuge der Abschaffung der DDR-Länder (und Bildung der DDR-Bezirke) als Organ der Bezirksleitung der SED Frankfurt (Oder). In der Wendezeit stand im Untertitel der Zeitung Sozialistische Tageszeitung im Bezirk Frankfurt/Oder. Bei der Umfirmierung zur MOZ wurde die Redaktionsmannschaft nahezu unverändert übernommen.“ Ja und erst ihr Chefredakteur Frank Mangelsdorf und die Stasi, eben ein tolles Blatt, unsere MOZ.

Diese Zeitung nun hat sich richtig ins Zeug geschmissen, um den Leserbrief des F. Schmidt am Köcheln zu halten. Warum nur -alte Befindlichkeiten? DIE LINKE war ja auch einst SED und der Leserbriefschreiber F. Schmidt war auch einst SED. Unser Bürgermeister (Die Grünen) und DIE LINKE sind Koalitionspartner und ein Herz und eine Seele in der Kita Frage.

Mit dem Hintergrundwissen sind mir auch die Äußerungen von DIE LINKE in der MOZ vom 14/15 Juli 2012 verständlich:
Edgar Gutjahr: „… wo man sich da am Wohl des Ortes orientiert‘ bleibt wohl ein Geheimnis dieser Fraktionen“, ich nehme mal an er meint CDU, FDP, SPD und WBF. Auch der Neue im Stall von DIE LINKE, Sebastian Meskes, durfte schon mal ins Horn stoßen, original MOZ: „…CDU/FDP und WBF, sie hätten ‚alle Bodenhaftung‘ verloren. Ihre Reaktionen stellten ‚Beleidigungen derer dar, die sich aus Sorge um unsere Gemeinde zu Wort melden'“

Zu den Äußerungen der Beiden ist jedes Wort überflüssig, der Unsinn spricht für sich selbst!

  1. PT66

    Bei der ganzen Diskussion um SED und Stasi würde mich mal
    interessieren,ob es Personen gibt, die konkret
    persönliche Nachteile erfahren haben, die aus der Mitgliedschaft der Personen in den jeweiligen Organen resultierten.
    Das zweite ist, was wird in Zukunft passieren, wenn alle relevanten Posten
    in Politik und Wirtschaft nicht mehr durch DDR-vorbelastete Personen
    besetzt werden, wenn diese Generation ausstribt…

    1. Bernd

      Zu 1) ich bin sicher, dass viele Menschen durch Personen dieser Organe Nachteile erlitten haben, insbesondere in der DDR-Zeit (ich kenne auch jemanden). Zu 2) Keine Ahnung, warten wir’s ab, schlechter kann es nicht werden.

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