Und sie kamen über ihre Nachbarn

Gottes auserwähltes Volk hat ein Problem. Seine eigenen Soldaten, na ja einige davon, lassen das notwendige Verständnis für die in diversen Kriegen erprobte Strategie und Taktik missen. Was stört einige israelische Soldaten denn so? Die 2004 gegründete Menschenrechtorganisation „Das Schweigen brechen“ hat dazu rund 670 aktive und ehemalige Kriegsleute über ihren Einsatz im Gazastreifen und im Westjordanland befragt:

Sie haben Zivilisten als Schutzschilde benutzt. Da war u.a. ein kleiner palästinensischer Junge, 11 Jahre alt. Der musste vor israelischen Soldaten, während ihres Angriffs auf ein Stadtviertel von Gaza, als Schutzschild herlaufen. Sie missbrauchten den Knaben auch als Kugelfang, beim Eindringen in palästinensische Häuser.

Ein Soldat der Givati Brigade erzählte von einem israelischen Scharfschützen, der in Seitun eine Frau und zwei Kinder erschossen hat, sie liefen nicht in die von ihm gewünschte Richtung.

Im UN-Bericht vom März wurde den Israelis vorgeworfen ein Haus abgerissen zu haben, obwohl noch eine Frau und ein Kind darin ausharrten. Außerdem sollen „Soldaten“ gezielt Kinder erschossen haben.

Passend dazu meinte der israelische Verteidigungsminister Ehuad Barak: „dass die israelischen Streitkräfte zu den moralischsten der Welt gehörten und nach höchsten ethischen Standards handelten“. Ja, wenn es so ist, dann müssten sich die zu Tode gekommenen direkt bei Herrn Barak für die empfangene Gnade bedanken.

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