Töten auf tschechische Art

„Töten auf tschechische Art“ – ein Film über Massenmorde an deutschen Zivilisten nach dem 8. Mai 1945 in der Tschechoslowakei, wurde vor kurzem im tschechischen Fernsehen gezeigt. Der Film baut auf einen Live-Amateurfilm auf, in dem zu sehen ist, wie über 40 deutsche Zivilisten von Tschechen im Mai 1945 erschossen wurden. Anschließend überrollte ein LKW, mit einem Russen am Steuer, die noch Lebenden. Massenmord an deutschen Zivilisten, wie im tschechischen Postoloprty, gehörte nach Kriegsende zur Tagesordnung.

In der Frankfurter Paulskirche bekommt der Regisseur des Films, David Vondrác für den Dokumentarfilm den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis verliehen, der vom „Zentrums für Vertreibung“ gestiftet wurde und mit 10.000 Euro dotiert ist. Mit dem Preis soll David Vondrác sein mutiges Eintreten für Wahrheit und Anteilnahme gewürdigt werden. Mutig war Vondrác auf jeden Fall, denn die Tschechen wollen von ihren Verbrechen bis heute nichts wissen.

Weniger mutig ist das Verhalten aller unserer Regierungen seit der Gründung der Bundesrepublik zu nennen, die zu den Kriegs- und Nachkriegsverbrechen unserer Nachbarn schwiegen, aber keine Gelegenheit ausließen, uns an die Verbrechen des eigenen Volkes zu erinnern. Für soviel Feigheit sollte es auch einen Preis geben.

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