Todesurteil Roter Punkt

Roter PunktKeiner hat sie gesehen, die Männer mit den Sprühdosen voll mit roter Farbe. Dieser Tage fand ich in der Rüdersdorfer Straße, von der Schleusenstr bis zur Brücke am Mühlenfließ, den berüchtigten roten Punkt an rund 20 Bäumen, ihr Todesurteil? Immer wenn ich den roten Punkt an einem Baum sah, war er nach kurzer Zeit nicht mehr da, wo er Generationen lang stand. Was blieb, war nur ein schäbiger Stumpen, um den sich niemand mehr kümmerte. Entlang der Rüdersdorfer Straße standen einst auf beiden Seiten, dicht an dicht, prächtige Bäume, heute sieht’s eher bescheiden aus. Arbeiter, mit Kettensägen bewaffnet, fällten immer wieder mal einen Baum, andere Fachmänner beschnitten sie auf’s gräßlichste, um ihr Leben muss man bangen. Nun sollen wieder 20 Bäume verschwinden, ohne Worte, ohne die Anwohner zu informieren. Das geht dem Bürger einen feuchten Kehricht an, denkt wohl das Amt.

Wir können uns darauf einstellen, die Rüdersdorfer Straße wird bald keine der Alleen mehr sein, für die Brandenburg einst gerühmt wurde.

  1. Dorit Stagge

    Im brandenburgischen Naturschutzgesetz wurde festgeschrieben, dass Alleen nicht beseitigt, zerstört, beschädigt oder sonst erheblich oder nachhaltig beeinträchtigt werden dürfen. In diese Konzeption der brandenburgischen Regierung wurde festgelegt, dass jährlich 5000 Bäume gepflanzt werden sollen, obwohl bis zu 9000 Bäume gefällt werden müssen. Das führt zum Verlust von tausenden Bäumen, wozu eigentlich Gesetze wenn sich keine Regierung daran halten muss? Viele Bäume könnten länger leben, wenn sie nicht so unfachmännisch beschnitten würden, es fehlt eben an der richtigen Pflege.

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