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Lohn-Pranger

Immer mehr Arbeitnehmer akzeptieren aus Furcht vor Hartz IV einen Niedriglohn. So die Erkenntnis der IG-Bau und weißt auf eventuelle Armut im Alter hin.

Immer gearbeitet und dann Hartz IV


Ganz etwas Neues ist das nun nicht gerade. Jedenfalls hier in den neuen Bundesländern gehört das Wort „Niedriglohn“ nicht zu den seltenen Wörtern. Nun kommt der Nachschlag, die IG-Bau möchte so etwas wie einen öffentlichen Pranger oder eine rote Liste verwirklicht sehen, in der sich Firmen wiederfinden, die diesen mageren, gesetzlichen Mindestlohn noch unterbieten. „Wir brauchen einen Lohnsünden-Pranger“, so Gewerkschaftschef Robert Feiger. Arbeitgeber, die den gesetzlichen Mindestlohn verweigern, sollen nicht nur öffentlich benannt, sondern sollen auch bei der Auftragsvergabe der öffentlichen Hand nicht mehr berücksichtigt werden. Weiterlesen

Immer gearbeitet und dann Hartz IV

Die IG-Bau warnt vor Altersarmut: „Wer heute in Vollzeit weniger als 2.200 Euro verdient, der ist mit hoher Wahrscheinlichkeit im Alter auf staatliche Stütze angewiesen.“ Das ergebe sich aus Berechnungen der Bundesregierung. Danach muss ein Vollzeit-Arbeitnehmer im Schnitt mindestens 12,63 Euro Stundenlohn haben, um nach 45 Beitragsjahren mit seiner Rente oberhalb der staatlichen Grundsicherung zu landen.

Glück haben die, wo zwei Verdiener in der Familie vorhanden sind, die die Haushaltskasse füllen. Selbst dann könnte es knapp werden. Vollzeitjob, ein ganzes Arbeitsleben geschuftet und dann Hartz IV. So etwas darf nicht sein, wer immer gearbeitet hat, sollte auch im Alter sorgenfrei von der Rente leben können.

Der Schuldige ist schnell ausgemacht. Das Ausufern des Niedriglohnsektors soll dafür mitverantwortlich sein. Immer mehr Arbeitnehmer akzeptieren aus Furcht vor Hartz IV einen Niedriglohn. Damit verschiebt sich der schwere Gang zum Hartz IV Amt nur nach hinten.

Wo bleiben eigentlich die vielen Milliarden Unternehmensgewinne und Steuereinnahmen?