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Monokulturen contra Mischwald

Es stimmt, der Eautobauer Tesla will das Gelände bei Grünheide abholzen, es sind Unmengen Nadelbäume – Nutzholz genannt. Irgendwann würden die Kiefern sowieso dem Harvester zum Opfer fallen. Rund um Berlin ist und wird überall großflächig Nadelholz gepflanzt. Diese Monokulturen sind empfindlich gegen Krankheiten und bieten auch nicht sehr vielen Tiersorten Schutz und Nahrung. Verantwortlich ist die Gier der Menschen, die schnellwachsende Bäume brauchen, der Wald ist so wie er ist lebendes Lager der Industrie.

Hier ist ein Umdenken angesagt, langsam setzt sich auch die Erkenntniss durch, das Mischwald, wie er seit Urzeiten Jahren in Mitteleuropa vorhanden war, die einzig praktikable Lösung für einen gesunden Wald ist. Zu seiner Zeit fürchtete sich Tacitus [ca 58 n. Chr bis 120] vor den dunklen Wäldern Germaniens, Lang ist es her, zu lange.

Laubbäume werfen viel Schatten, was die Verdunstung in Grenzen hält. Mischwälder sind weniger anfällig gegen Krankheiten als Nadelwälder und sie bieten mehr Tieren Unterschlupf und Nahrung. Laubbäume sorgen dafür das die Sonne gefiltert, nicht direkt, wie bei Fichtenwälder auf den Boden ankommt, das dann zu einer kräftigen Erwärmung der unteren Luftschichten führt. Weiterlesen

Ein Atomkraftwerk wird abgeschaltet


Foto: Lothar Neumann, Gernsbach, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10060036

Nach der AKW Katastrophe in Fukushima im Jahr 2011 wollte Frau Merkel und damit Deutschland keine friedliche Atommacht mehr sein. Der Ausstieg geht rasant voran, am 31. Dezember wird nicht nur Silvester gefeiert, an dem Tag wird auch das AKW Philippsburg vom Netz gehen. Jedes Jahr kamen von dort ca. 7400 GWh elektrische Energie, absolut CO2 neutral. Gerade rechtzeitig geht dafür das neue Steinkohlenkraftwerk Datteln 4 ans Netz, mit einer vergleichbaren Energiemenge. Einziger Nachteil, es werden ca. 5 Millionen Tonnen CO2 in die Luft geblasen, jährlich. Weiterlesen

Die CO2 Fabrik unserer Bundesregierung

Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen.
Die Flugbereitschaft unserer Regierung (z.Z. CDU/CSU – SPD) fabriziert in einem Jahr soviel CO2 wie eine Kleinstadt mit einigen tausend Einwohnern.
Bei ca. 3000 Flügen vom Mai 2018 bis April 2019 sind 40.000 Tonnen zusammengekommen.
In 2018 wurden mehr als 800 Bereitstellungsflüge von Köln/Bonn nach Berlin absolviert. Bei diesen Leerflügen ist einzig die Besatzung an Bord. Allein diese Leerflüge sind für jährlich 4000 Tonnen CO2 verantwortlich.
Respekt, für eine so kleine Truppe eine beachtliche Leistung. Gehen wir mal davon aus, dass Merkel und Co. die beschleunigte Aufheizung der Erde aus gewichtigen Interessen aller Deutschen in Kauf genommen haben.

Fridays for future

Morgen ist Karfreitag, ein Feiertag, aber eben doch ein Freitag. Freitags wird die Welt gerettet, von unseren Schülern. Für Umwelt und Weltenerhalt maschieren sie da, wo Kameras stehen und fordern eine bessere Welt.
Könnten sie ja auch am Samstag maschieren und am Sonntag ebenso. Die erwünschte Welt würde es ihnen danken, vielleicht.
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag ginge auch, nur oh weh, am nächsten Tag da würde der Wecker mit Getöse zur Pflicht, zur Schule rufen.
Freitags ist besser maschieren, mit Schildern wackeln, Sprüche skandieren, Welten retten. Dabei, so nebenbei, kann der Schüler ungestraft der Schule fernbleiben, weil es geht ums Große Ganze. Und ein langes Wochenend winkt.

Morgen ist wieder ein Freitag, die verlorene Welt wartet auf die schwänzenden Retter. Das Dillema ist, dieser Freitag ist ein Feiertag, man bräuchte sowieso nicht früh aus den Federn und in die Penne.
Ob das Schulvolk sich morgen aufraffen wird, die Welt erretten oder sich gähnend in die warme Bettdecke kuscheln wird und die sinkende Erde, eben für diesen Freitag untergehen lassen wird. Das ist die Frage.

Morgen am Freitag werden wir’s wissen:
Wollen sie wirklich etwas bewegen und die Welt für ihre Zukunft verbessern oder wollen sie nur Freitags nicht mehr zur Schule traben. Die vier Tage Woche über die Weltenrettung durchsetzen. Mal sehen, morgen wissen wir’s.