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Brandenburgische Knallwochen


Bei uns fing es Heiligabend, zur Mittagszeit, an. Erst ein Bumms, dann Zwei. Etwas später, das dritte Bumms wurde schon fordernder, lauter. Abends dann, zur Zeit der Bescherung, anstatt Stille Nacht, heilige Nacht, laute Bumms und Krachen. Gut dachte ich, wir sind in Brandenburg, die feiern Weihnachten eben mit umherfliegenden Feinstaub und lautem Getöse. Am zweiten Weihnachtstag wurde die Feststimmung mit alles übertönenden Pollenböllern in den Keller geschickt. So rummsten wir uns Tag für Tag, mal leise, mal beängstigend laut ans Silvesterfest. Es polenböllerte vom Mittag bis zum nächsten Morgen um sechs. Kontrollen scheinen an der Grenze seit Jahren nicht mehr üblich zu sein, Schmugler müssen den Sprengstoff Lastwagenweise Tag und Nacht seit Monaten hierher verfrachtet zu haben.
Der Kalender zeigt mir den zweiten Januar an, es geht, nur ab und zu, wenn einer der Knallfrösche wach wird taumelt er hinaus und wirft PolenBumms und deutsches Rumms.
Den Tröten, die ihr Kapital in Bumms und Rumms angelegt haben sind alle Konventionen scheißegal. Ob das Wild, unsere Haustiere leiden, ist ihnen scheißegal. Keine Brände, abgerissene Finger oder wie heuer auch eine ganze Hand kann sie erschüttern. Brennt da ein Zoo und ein ganzes Affenhaus samt Einwohner, alles scheißegal, hauptsache Bumms, Rumms.
Wie kann es sein, dass es einer Hälfte der Bevölkerung erlaubt ist die andere Hälfte jeden Dezember zu terrorisieren? Warum werden eigentlich Gesetze über die Anwendung von Sprengstoff erlassen, wenn sich hierzulande kein Beamter dafür interessiert. Frage ich mal ganz bescheiden unsere brandenburgische Regierung, was läuft hier in Brandenburg eigentlich ganz falsch, wenn wir jährlich zunehmend in Polenböllern waten müssen?

Krieg zum Jahreswechsel


„Bernd – okay, dann ist das so – aber auf Einzel-Schicksale kann in einer funktionierenden Gesellschaft keine Rücksicht genommen werden, wenn Die Mehrheit diese Schicksale nicht teilt?“

Das war die Reaktion eines Erkneraners zum Thema: Angst der Tiere bei der jährlichen Böllerei. Ziemlich erschreckend, auf Einzel-Schicksale kann keine Rücksicht genommen werden. Vertraut, ganz vertraut klingen die Worte. Jede dieser Silben gehörte zum Sprachduktus der Herrenrasse, die unser Land von 33 bis 45 ruinierte. Die Szene radikalisiert sich, die Sprache wird bei den Knallfröschen rauer, bereit sich über die Konventionen der Gesellschaft hinwegzusetzen. Dazu passen Nachrichten aus den Medien, wie: „Silvester in Berlin – Hunderte zusätzliche Polizisten im Einsatz“ oder „Feuerwehrverband rechnet mit dem Schlimmsten“. Hört sich nicht gerade nach einer Feier an, eher denkt man auf die Vorbereitungen zu einem Krieg.

Die Böllerfreunde, denen Mensch, Weiterlesen

Kein guter Rutsch ins neue Jahr

Es war schon schlimm, was wir dieser Tage über uns ergehen lassen mussten. Rund eine Woche lang, sich täglich mehr hochschaukelnde, Ballerei. Der Silvestertag war das Schlimmste, was ich jemals in Deutschland als Silvesterfeier erlebte. Einen großen Anteil an dem nicht so gut verlaufenen Abend tragen unsere polnischen Nachbarn, die unermütlich die sogenannten Polenböller produzieren und sie bedauerlicherweise auch ungehindert nach Deutschland ausführen lassen. Ein guter Nachbar würde das wohl eher nicht zulassen. Weiterlesen

Alle Jahre wieder, der wummernde Jahreswechsel steht vor der Tür

Ab heute, 28.12. ist der Verkauf von Feuerwerk erlaubt. Seit heute Mittag wummern, zusätzlich zu den ganzjährigen Polenböllern, dazu in Konkurrenz deutsche Böller in unserem Ort. Unser Hund bekommt seit gestern Beruhigungstabletten. Trotzdem, er zieht den Schwanz ein, die Augen schauen mich entsetzt an, die Flanken zittern. Mein Hund ist ein Haustier. Unendlich mehr Tiere leben in der freien Wildbahn, rings um uns herum. Diese armen, von der Knallerei entsetzten Tieren bekommen keine Beruhigungstabletten. Hasen, Füchse, Krähen, Eichelhäher, Wildscheine, Rehe und die ganze Tierschar leben ab jetzt eine Woche in Lebensangst. Ist es das Wert, für einige Male -BUM- machen, so viele andere Lebewesen in Angst und Schrecken zu versetzen?
Schade ist, dass Discounter, wie Lidl, von Lidl sah ich heute eine Riesenreklame für das böse Zeug in meiner Zeitung, beim Verkauf dieser Böller kräftig mitverdienen wollen. Denen scheint Tierwelt, Umwelt, Altersheime, Krankenhäuser völlig Schnuppe zu sein. Die Hauptsache ist wohl – Kasse – für die Bosse, egal wie viele Millionen Tiere und auch Menschen zittern. Da den Herstellern, Händlern und Verbrauchern nicht mit Vernunft oder Mitgefühl für die geschundene Kreatur beizukommen ist, meine ich, Feuerwerk jeder Art gehört generell verboten und diejenigen, die sich dann dagegen versündigen gehören in den Knast, ohne jedes Mitgefühl, denn solches haben sie niemals aufgebracht, für die gequälte Natur.

Kollateralschaden Silvester in Woltersdorf


Telfonzelle an der Woltersdorfer Schleuse

Briefkasten an der Woltersdorfer Schleuse

Haltestelle an der Berliner Straße Ecke Lerchenstraße. Eine Scheibe fehlt jetzt.

Kollateralschäden Silvester in Woltersdorf.
Briefkasten und Telefonzelle an der Schleuse und eine Scheibe an der Haltestelle Berliner Str. / Lerchenstraße.
Seit Weihnachten leben wir wie im Krieg, überall knallt und ballerte es. Die Schlacht der Feuerwerker gegen Bürger und Tiere ging bis gestern Abend.
Irgend etwas läuft schief im Staate Deutschland, wenn diese Typen ungestraft ganze Landstriche mit ihrem wüsten Tun überziehen dürfen.

Der Tod lauert an der Lunte

feuerwerk-bild
Sie knallten, was das Zeug hielt. So um 14:00 Uhr begann es, kulminierte kurz nach Mitternacht und flaute über den Rest der Nacht langsam, aber nicht gänzlich, ab. Schwachbrüstig erhob sich das Bum, bum in den Morgenstunden des 1. Januar, um dann am Nachmittag gänzlich einzuschlummern.

Ganz schön viel Dreck hinterlässt die Silvesterknallerei Weiterlesen

Feuerwerk in Woltersdorf

Feuerwerk in WoltersdorfFeuerwerk, Polenböller, morgen, Silvester, geht’s wieder rund. Wenn’s nur einige Stunden in der einen Nacht wäre, die Ballerei wäre ein schönes Spektakel. Hier in Woltersdorf und Rüdersdorf ist es schon seit Jahren nichts Besonderes mehr, hier ist das wüste Geknalle Alltag. Fast jeden Tag, das ganze Jahr lang, feiert irgendwo in unserem Umkreis ein Hobby-Pyromane sein lautes Hobby.

Ob so ein Typ schon einmal darüber nachgedacht hat, ob seine laute Passion auch seinen Mitbürgern gefällt? Gefallen oder nicht, wir Menschen können, müssen es ertragen, wir erschrecken nicht, uns jagt so ein unmotiviertes Feuerwerk keine Angst ein.

Bei Tieren sieht es anders aus, sie leiden unter der Knallerei. Hunde, Katzen, Pferde, Wildtiere, bei ihnen führt der Lärm hin zu Panik und Schmerzen, wie Tiermediziner jedes Jahr neu feststellen. An das Leid der Tiere denken, sollten diejenigen, die das ganze Jahr wild auf der Straße herumballern.

Wasserfest in Rüdersdorf

Wasserfest RüdersdorfDer Rüdersdorfer Ruderclub feiert diesen Monat sein 13. Wasserfest. Seit 1997 findet es immer am 3ten Wochenende im August statt. Dieses Jahr beginnt das Fest am Kalksee am 14. August. Ein besonders schönes Spektakel ist am Samstag den 15. August zu bewundern. Zum späten Nachmittag formiert sich am Hohlen See eine Armada von Ruder- und Motorbooten. Der Bootskorso setzt sich um 17.00 Uhr durch das Mühlenflies Richtung Kalksee in Bewegung. Die bunt geschmückten Boote bieten jedes Jahr einen schönen Anblick, den viele Besucher wie jedes Jahr auf den Terrassen des Ristorante Roma am Mühlenflies genießen. Das orginellste Boot erhält einen Preis. Am späten Abend endet der Tag dann mit einem sprühenden Feuerwerk des Ruderclubs am Kalksee.