Schlagwort-Archive: BER

Deutschlands Bauherren

Großen Ideen enden ab und zu in großen Pleiten. Die Elbphilharmonie, Richtfest war 2010, die erste Musik wird nicht vor 2017 erklingen. 77 Millionen wollten die Hanseaten ausgeben, jetzt munkeln sie von einer halben Milliarde. Stuttgart geht’s nicht besser, der monströse Bahnhof wird der Bahn voraussichtlich 1.1 Milliarden mehr kosten. Schlimmer noch in Stuttgart hat die Demokratie gelitten als die Polizei mit Wasserwerfern und Knüppeln gegen Bürger vorging, die gerne auf den neuen Bahnhof verzichten wollten.

Einige Jahre zurück in die Vergangenheit, im Jahr 1248, Weiterlesen

Wowereit geht, Platzeck kommt

„Ich bin schwul– und das ist auch gut so!“ so Klaus Wowereit. Warum tönt der Mann mit seiner Neigung so laut, dass die ganze Welt es hören musste. Ob er meint, solch Outing reicht um die Position eines Oberbürgermeisters von Ganz-Berlin zu besetzen, dachte ich damals, im Juni 2001. Später hörte ich den Namen Wowereit meist im Zusammenhang mit Feiern, da drängte sich mir die Frage auf, ist ein guter Feiermeister auch ein guter Oberbürgermeister? Von größeren Erfolgen oder Rückschlägen in seinem Politberuf drang nichts zu mir durch.

Bis er dem Irrglauben vieler Manager und Politiker verfiel, in jedem Konzert die erste Geige spielen zu können. Weiterlesen

Ich hab mal über BER nachgedacht

Am 3. Juni 2012 sollte es für Berlin und Brandenburg soweit sein, Eröffnung des BER. Ursprünglich war 2011 geplant und wieder verworfen worden. Dann der 17. März 2013, jetzt probieren es die Macher mit dem 27. Oktober 2013. Vielleicht klappt’s ja dann, mal sehen, sie, die Macher Platzeck und Wowereit, beide Aufsichtsräte vom BER. Aufsichtsräte müssen nach §111 Aktiengesetz die Geschäftsführung des Unternehmens überwachen, §93 verpflichtet die Beiden „die Sorgfaltspflicht eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters anzuwenden“. Über eine Milliarde (genau 1.2) Mehrkosten, wären die entstanden, wenn die beiden Aufsichtsratsvorsitzenden das getan hätten, was das Gesetz vorschreibt? 343 Millionen Euro Mehrkosten für den Bau, 230 Millionen Euro mehr für das Verschieben des Geschäftsbeginns und die Mehrkosten dafür, dass Tegel und Schönefeld Aushilfe leisten. 322 Millionen Euro für Risikovorsorge und 305 Millionen Euro für den bisher zu kurz gekommenen Lärmschutz. Der Airport der politischen Eitelkeiten kostet geschätzte 4,3 Milliarden Euro. Davon sind bis dato 3,36 Milliarden Euro abgesichert. Weiterlesen

Hauptausschuss Teil 1 – August 2012

Schon wieder Hauptausschuss, eigentlich sollte er nicht stattfinden. Viele dachten, er sei überflüssig. Nicht so unser Bürgermeister. Er hatte zur Sitzung geladen. Nach der üblichen Abfragerei und der Ergänzung der Tagesordnung um einen dritten Punkt im nicht öffentlichen Teil begann es mit dem Bericht des Bürgermeisters.

Er berichtete, dass er an drei Einschulungen, Grundschule FAW und Freie Schule, teilgenommen hat. Dass demnächst wieder ein Aushang im Kasten erscheinen wird, der von mehreren Bürgermeistern aus Nachbarorten zum Nachtflugverbot unterschrieben sei. Er dankt nochmals für die Sach- und Geldspenden zum Sommerfest Weiterlesen

Flughafen Schönefeld – BER

Von den 22 internationalen Flughäfen in Deutschland sind mehr Passagiere gestartet oder gelandet als je zuvor. Im ersten halben Jahr waren es 94.4 Millionen Fluggäste, ein Plus von zwei Prozent. (Flughafenverband ADV)

Das Interesse am Nachtflug-Volksbegehren hält sich in Grenzen. Nur 24500 Unterschriften erfolgten in den ersten zwei Monaten. Bis September müssen ca. 173.000 Bürger unterschreiben, damit es einen Volksentscheid für ein Nachtflugverbot von 22:00 bis 6:00 Uhr gibt. (Büro Landesabstimmungsleitung)

All der Frust, die Pein wären nicht, wäre nicht in grauer Vorzeit Weiterlesen

Volksbegehren für ein Nachtflugverbot

Jeder, der sich am Volksbegehren für ein Nachtflugverbot am Flughafen Berlin Brandenburg International (BER) beteiligen möchte und verhindert ist sein Rathaus aufzusuchen, – kann – sich die Unterlagen mit der Post zustellen lassen.

Bei der Stadt Potsdam fand ich dazu folgende Regelung, die, ich gehe davon aus, für ganz Brandenburg gelten wird: „Jeder Eintragungsberechtigte hat das Recht, auf Antrag das Volksbegehren durch briefliche Eintragung zu unterstützen. Der Antrag kann von der eintragungsberechtigten Person schriftlich bzw. oder mündlich (zur Niederschrift) bei der Abstimmungsbehörde gestellt werden. Bei der elektronischen Antragstellung Weiterlesen

Wird „BER“ unvorstellbar?

Dieser Tage las ich einen Artikel über das Elend, welches uns erwartet, falls „BER“ eines Tages seinen Dienst als alleiniger Flughafen von Berlin antritt. „Es wird unvorstellbar“ titelt der Autor des Artikels und gießt sein Horrorszenario über uns aus, wie: Falscher Standort, Abertausende Grundstücke werden entwertet, teils unverkäuflich, Grillabend unter Dauerbeschallung. Protestler sind engagierte Menschen, die recht haben, auch wenn sie für manchen anderen nervtötend sind. Dann ruft der Verfasser dazu auf, sich am Volksbegehren gegen den (nächtlichen) Fluglärm zu beteiligen.

Diese ganzen Diskussionen, Proteste und Volksbegehren werden, so sehe ich es, doch sehr janusköpfig geführt. Weiterlesen

Hauptausschuss – Februar 2012

Der Hauptausschuss traf sich, wie immer, um 19:00 Uhr. Wir arbeiten uns durch die Punkte der Tagesordnung. WBF-Vogel beantragte, dass der Punkt 12, Klageverfahren von Herrn Farr, bezüglich des Sommerfestes 2011, in den nichtöffentlichen Teil verschoben wird. Weiter beklagte er sich über den Punkt 11, die Vertragsentwürfe der Mietverträge für die Alte Schule seinen ihnen allen erst kurz vor der Sitzung per Email zugegangen, Weiterlesen

Gemeindevertretung Teil 2 – Dez 2011

Punkt 7 Auswertung der Gesprächsrunde vom 24.11.2011 zum Thema „Auswirkungen der Flugrouten auf unsere Gemeinde“ sowie Diskussion und Beschlussfassung von Forderungen an den Flughafenbetreiber BER.

Vorab, der Satz ist nicht von mir. Der BM hatte eine Beschlussvorlage erarbeitet, weil sich verängstigte, besorgte Bürger mehr Engagement von der Gemeinde erwarten. Die Forderungen unseres BMs lauten, Nachtflugverbot von 22:00 bis 6:00 Uhr, kein weiterer Ausbau des Flughafens (BER) und einen Lastenausgleich aus den Gewinnen der Flughafengesellschaft und das Ganze möchte er u.a. öffentlich mit einem Banner am Rathaus demonstrieren. Frank Müller-Brys (SPD) sagte, grundsätzlich gehen sie mit diesen Beschlüssen aus 2002 konform, aber ein Banner am Rathaus – nein. Weiterlesen