Sozialausschuss Teil 1 – September 2012

Die Tagesordnung des Sozialausschusses versprach, ein abendfüllendes Programm zu bieten. Monika Kilian erbat sich kurze Redebeiträge, damit das Pensum geschafft werden könne. Als Erster begann Hannes Langen und versuchte sich kurz zu fassen. Dies ging allerdings auf Kosten der Zuhörer, denn er nuschelte seinen Bericht extrem runter, vielleicht sollte er sich uns besser in Gebärdensprache mitteilen. Er teilte mit, dass es 526 Betreuungsverträge im Bereich Krippe-Kita-Hort gibt. In der Schulkonferenz wurde noch einmal der desolate Zustand des Flachbaus bemängelt, die aber aus baulicher Sicht in Ordnung sind. Er berichtete weiter das in den „Bunten Häusern“ in den Weihnachts- und Winterferien, die Flure und Treppenhäuser gemalert werden sollen. Damit wäre sein Budget von 32 TE für dieses Jahr erschöpft. Für BMX-Rad begeisterte Jugendliche wird nach einer Lösung gesucht, vielleicht im Sport und Freizeitpark. Es gibt es zwei Verfahren im Fährweg, da geht es um den neuen Zaun in der Straßenmitte. Es gibt 765 angemeldete Gewerbe im Ort. Die Freiwillige Feuerwehr leistete bisher 136 Einsätze.

Holger Dymke bemängelte Fehler auf der Homepage der Gemeinde. In der Rubrik Seniorenbeirat steht, dass Sprecher Teltow Mitarbeiter des Hauptausschusses, Dr. Buhisan Mitarbeiter des Sozialausschusses, Frau Schneewolf Mitarbeiterin des Bauausschusses und Herr Krüger Mitarbeiter des Sozialausschusses sei. Diese Angaben sind falsch. Auch sollte die Spalte Amtsblatt in Mitteilungsblatt umgewandelte werden. Es gibt kein Amtsblatt in Woltersdorf. Er ist irritiert, dass solche Fehler im Internet stehen, wieso so etwas erscheinen kann. (Anmerkung: da sind noch mehr Fehler drin, nur den BM ansprechen zwecklos, ich hab mich deshalb gleich an den Landrat gewandt)

Der BM will verschiedene Gruppen einladen, um die anstehende Weihnachtsfeier für die Senioren zu besprechen. Im letzten Jahr habe das die Gemeinde gemacht. Er möchte, dass sich dieses Jahr die Vereine daran beteiligen. Alexandra Doernbrack merkte an, dass die AWO im letzten Jahr für die Senioren eine Weihnachtsfeier organisiert habe. Monika Kilian erklärte, dass die AWO die Feiern übernahm, im letzten Jahr aber ausfallen lassen musste, da der Kommunale Küchenbetrieb nicht mehr existierte. Sie sei irritiert über das Ansinnen des BMs, das ist eigentlich die Aufgabe des Seniorenbeirates. Der BM findet, der Seniorenbeirat sei noch zu jung und müsse unterstützt werden. (Anmerkung: schwimmen lernt man nur im Wasser).

Nächster Punkt, die Mehrzweckhalle. Der BM erklärte, der Wasserverband werde eine Löschwasserleitung legen, zweitens die Baugenehmigung ist noch nicht da, es klemmt am Brandschutz. Er habe festgestellt, dass nur ein mäßiges Interesse an der Nutzung der neuen Halle bestehe (Anmerkung: eine andere Feststellung wäre bei diesem BM auch nicht möglich). Der Sportverein wolle zwar seine Stundenzahl um 10 Prozent anheben, andere Vereine würden lieber in der alten Halle bleiben.

Hannes Langen berichtete, für das Interessenbekundungsverfahren Kita gebe es mehrere Anfragen, es gebe bisher nur ein Angebot, das von der AWO.

Die nächste Diskussion befasste sich mit einem Antrag an den Petitionsausschuss des Landtages, den Schöneiche stellte. Es geht um die Verbesserung des Personalschlüssels für Bildungseinrichtungen. Es wurde darüber diskutierte, ob Woltersdorf dieser Petition beitreten solle. Monika Kilian warf die Frage nach der Finanzierung auf. Ein höherer Personalschlüssel bedeutet höhere Personalkosten. Kann die Gemeinde das stemmen? Auch Alexandra Doernbrack bereiteten die Folgekosten Bauchschmerzen. Trotzdem wurde beschlossen, sich der Petition anzuschließen.

Die Grundschule brauchte einen Namen, sie heißt ab sofort „Grundschule am Weinberg“.

Nächster Punkt, die Auswertung des Sommerfestes 2012. Frau Altmann blickte in die Zukunft, ins nächste Jahr. Sie fragte, brauchen wir ein Sommerfest und beantwortete sich die Frage mit Ja. Wir brauchen es für als Marketingstandort, für Gastronomie und Vereine, für Live-Entwicklung in Woltersdorf… Monika Kilian stoppte Frau Altmann mit der Bemerkung, sie wolle keinen Ausblick auf 2013, sondern eine Auswertung von 2012. Frau Altmann gab zu bedenken, dass diverse Punkte überdacht werden müssen, da viele Schwierigkeiten aufgetreten waren. Monika Kilian unterbrach erneut: Das können wir alles hier lesen, sie vermisse die Abrechnung über die Spendengelder in dem Papier. Dass sich die Kommune über die GWG u. a. an dem Sommerfest beteiligte, das war ja nicht nur ehrenamtlich, da muss es Abrechnungen geben.

Der BM lenkte ab (Anmerkung: Spenden seit 2011 ein heißes, nie aufgeklärtes Ärgernis, das den Ruf der Gemeinde nachhaltigst untergräbt), er wolle wissen, wie es weitergehe. Wann es das nächste Fest geben solle? Dieses Fest war für alle Beteiligten zu anstrengend, es brauche einer andere Lösung. Hannes Langen hatte die Lösung schon in der Tasche und schlug drei Modelle vor. Erstens die Gemeinde ist der Veranstalter, zweitens es wird ein externer Veranstalter gesucht oder drittens es wird ein Trägerverein gegründet. Die teilnehmenden Vereine und die Gemeinde treten diesem Dachverband bei. Hannes Langen meinte das letzte Modell habe einen gewissen Charme. (Anmerkung: Unser BM braucht doch nicht etwa schon wieder einen neuen Trägerverein? Sollte nicht schon einmal sein „Kulturhaus Alte Schule“ Trägerverein werden und alle anderen Vereine fressen, sorry unterdachen?)

Der Bürgermeister lehnt das erste Modell ab, die Gemeinde kann das nicht mehr stemmen, er könne sich für die dritte Variante erwärmen. (Anmerkung: die letzte Silbe, kaum verklungen, da nickte der BM dem Dr. Bronsert (CDU) auffordernd zu. Der Arm des Doktors schoss in die Höhe, er hatte etwas zu sagen. Er durfte und sang aus dem Stand das Hohelied des Mittelstandsvereins, dem dieses EhrenDachamt unbedingt zustehen solle. Tja und der Vorsitzende des Mittelstandsvereins lebt in einer selten gesehenen Eintracht mit dem BM, welch ein Zufall. Unser BM und seine Inszenierungen, nur sie werden und werden einfach nicht besser.) Gerd Tauschek bekam Bauchschmerz bei dem Gedanken, dass die Gemeinde dem Trägerverein beitritt, denn die Gemeinde ist einerseits Ausrichter und anderseits Genehmigungsgeber. Das Ganze wurde nun auf den nächsten Sozialausschuss vertagt. (Anmerkung: Zufrieden vor sich hinlächelnd verließ Wilhelm Diener, Vorsitzender des Mittelstandsvereins, die Sitzung, da frage ich mich doch, was haben die ausgebrütet?)

  1. Minerva McGonagall

    Was für ein Glück für den „jungen“ „Senioren“beirat, dass ihnen Opa Vogel in seiner Altersweisheit unter die Arme greifen und erklären kann, wie es richtig geht. Das mag Opa Vogel nämlich am liebsten: andere wie Kinder betrachten, was nichts über die anderen, aber sehr viel über den alten Märchenonkel Opa Vogel offenbart. Aber da gibt es ja noch zwei andere Senioren aus der Runde der Abgeordneten, die ihm beistehen: die Herren Bronsert und Gutjahr. Zu dritt konnte man sie umziehend beim Sommerfest sehen. Drei Herren mit viel Begleitung – ganz großes Kino! Dass die drei weisen Senioren nicht ohne Betreuung auf der Straße unterwegs sein sollten, ist ja klar – aber dafür gleich so ein Aufwand???!!!
    Geht das im nächsten Jahr nicht auch etwas billiger???

    1. Bernd

      Der heutige Seniorenbeirat war schon immer zu jung. Als seine Gründung anstand, berief der BM „seine“ Bürger zur Versammlung. Zu auffällig, wie sich alles abspulte, schlechtestes Schauspiel. Tage später fragte ich den Protagonisten: was war da los? Damit alles glatt lief habe er zuvor mit dem Bürgermeister und Hannes Langen geübt. Daraus entstand dann ganz spontan Volkes Senioren Beirat. Bald steht wieder eine ganz spontane Bürgerbefragung an – viel Spaß, ich kann sie mir verkneifen. Da wird zuviel Spontanität geliefert.

Kommentare sind geschlossen.