Sozialausschuss – Mai 2011

Es begann mit dem Bericht des Amtsleiters Hannes Langen. Nichts Neues, auch sein Gestöhn über die viele Arbeit war nichts Neues, Krankheit, Urlaub, Stress, die Osterfeiertage brachten eine unschöne Bündelung mit sich. Aktuell erwähnenswert ist, es gibt, mit Stichtag zum 1. Mai, 764 angemeldete Gewerbe. Die Fördermittel für die Seniorenwoche wurden beim Kreis beantragt, komisch, die Kohle woll’n sie, aber den Seniorenbeirat nicht. Seine Webseite, ich staunte Bauklötzer – gab es im letzten Jahr pro Monat nur 850 Klicks, so hat sich die Klickrate enorm gesteigert, jetzt, vom 1ten bis zum 27. April gab es 10620 Seitenaufrufe, eine Wahnsinnssteigerung von 1249 Prozent und das trotz Osterferien. Kleiner Tipp: Seitenaufrufe sind nicht 1:1 mit Besuchern gleichzusetzen und die ganzen Suchmaschinen, wie Google, Yahoo und Bing, usw. sollten auch aus der Statistik extrahiert werden, dann erst gibt’s die echte Besucherzahl.

Marko Höhn stellte nochmals das Projekt Schulwegsicherung Weinbergstraße vor, diesmal ohne Kosten. Schulleiter Stahl kam auch zu Wort, er bevorzugt die Variante 1 mit der verkehrsberuhigten Zone, LOS 3. Wer es genauer wissen möchte, hier sind die Fakten.

Es wurde eine Satzungsänderung über die Erhebung von Elternbeiträgen für die Inanspruchnahme eines Platzes in Kindertagesstätten der Gemeinde Woltersdorf beschlossen. Um was es geht, wurde den Besuchern nicht mitgeteilt, wozu auch, ist doch bloß das Volk. Hauptsache die Abgeordneten wussten um was es geht, eben eine Änderung, die einstimmig beschlossen wurde, nun können wir alle raten, wie teuer die Sache wird.

Kitaausbau und U3-Förderung. Im Hauptausschuss beschlossen Hannes Langen und sein Bürgermeister mal schnell 3 TE für einen Kitaplaner. Hannes Langen schweben 500 TE Fördermittel vor, die er bekommen möchte. Für den Antrag muss er erstmal 3 TE für Einen, der Anträge stellen kann, der nennt sich Planer, berappen. Das Ganze soll bis zum 30. Juni eingereicht sein und gilt – nur – für das nächste Jahr und da steht uns das Wasser schon bis zur Halskrause. Schlimm wird’s erst, wenn er den Zuschlag bekommt, dann darf die Gemeinde 50 TE zubuttern oder verzichtet, in dem Fall sind die 3 TE futsch.

Hannes Langen errechnete einen Flächenfehlbedarf von 151 qm für Kinder unter 3 Jahre (U3). Insgesamt fehlen 361 qm für alle Kitas und Horts. Es gibt für die Überbelegung von 103 Kinder aller Altersgruppen eine Ausnahmegenehmigung. Jedem Kind stehen 3,5 qm, gesetzlich geregelt, zur Verfügung – erinnert mich stark an Käfighaltung von Hühnern. Der Vortrag von Hannes Langen war deutlich ausführlicher als im Hauptausschuss, dadurch kam zu Tage, dass etwas nicht stimmt und das klärte Monika Kilian: Es gibt im Kreis einen Beschluss, dass pro Kind nur mit 9 TE gefördert werden darf. Die AWO in Fürstenwalde hat das schon mal durchgespielt und kam auf 20 bis 23 TE Kosten pro Kitaplatz für U3-Kinder. Die Förderung gilt nur für die Investition und nicht für die Folgekosten. Mehlitz ärgerte sich, dass im Hauptausschuss die Zustimmung zu den – 3000 Euro – durch falsche Angaben zustande kam.

Hannes Langen hat fleißig nach Objekten gesucht, wo er die Kitakinder unterbringen könnte. Er redetet über drei Projekte, Ergänzung Hort Weinbergstraße, Altenheim Rüdersdorfer Straße 20 und auf eine Umnutzung des Discounters am Rathaus. Das Altenheim fiel aus Gründen des Brandschutzes weg und die Weinbergstraße bietet zu wenig Plätze.

Bei der Suche blieb der leerstehende Nettoladen am Rathaus übrig, den er zu einer Kita umbauen möchte. Der gehört – Gifhorn – da wäre Gifhorn seine Leerstandsprobleme auf Jahrzehnte los. Diese Schnapsidee brachte Frau Hochmuth auf den Plan, sie konnte sich nicht vorstellen, dass Kinder zwischen parkenden Autos spielen, sie möchte doch für eine Kita auch einen Garten haben. Recht hat sie!

Ein Beschluss wurde nicht gefällt, Frau Kilian meinte, mit Nichts in der Hand, will sie keine Entscheidung fällen. Meine Meinung, die 3000 Euro sind schon durch den Schornstein geraucht.

Was haltet ihr denn von dem Flachbau der FAW, der nach Fertigstellung des Neubaus mindestens zwei bis drei Jahre für Hortkinder genutzt werden könnte. Der Standort an der Schule ist dafür bestens geeignet, kurzer Schulweg und keine Gefährdung durch Straßenverkehr.

Der letzte Punk, die Freiwillige Feuerwehr, folgt morgen.

  1. Dorit Stagge

    In gut geführten Unternehmen wird bei punktueller Zunahme des Krankenstandes zuerst der Leiter der auffälligen Gruppe unter die Lupe genommen. Der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken, aber das weißt Du doch.
    Schönes Wochenende
    Dorit

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