Sozialausschuss Juni 2017 – Teil 1; Feuerwehr – First Responder

Wie immer, einer will etwas ändern. Michael Hauke verlangte eine Änderung der Tagesordnung. Er stellte deshalb den Antrag die Punkte sechs und sieben der Tagesordnung zu tauschen, da sie in seinen Augen in der falschen Reihenfolge standen. Es sollte zuerst über die Sportförderung diskutiert werden und dann über seinen Antrag auf Sonderförderung des Sportvereins (SV) abgestimmt werden. Margitta Decker, Jens Mehlitz und Holger Dymke waren der Meinung, dass es sich bei dem Punkt 6 um eine aktuelle Sache und im Punkt 7 um eine Grundsatzdiskussion für die Zukunft der Sportförderung handeln würde und der Punkt heute deshalb noch nicht abgeschlossen sein wird. Sie plädierten dafür, die Reihenfolge nicht zu verändern. Dem wurde zugestimmt und die Tagesordnung blieb, wie sie war.

Punkt 4. Bericht der Amtsleiterin und Anfragen
Jenny Loponen begann im Sozialen mit ihrem Bericht. Der Erweiterungsbau der U-3 Kinder Kita Weinbergkids liege der Baustand im Ablaufplan und Ende Juni sollen die Fenster eingesetzt werden. Dann werde mit dem Innenausbau begonnen und, wenn alles so weiter liefe, soll der Bau Ende November Anfang Dezember fertiggestellt sein. Im Haus der kleinen Strolche ziehen die Kinder wieder in die, nach dem Wasserschaden renovierten Räume ein und die Notunterkunft, der Schulungsraum in der Feuerwehr, wird wieder frei.
Die „Christliche Kita“ ist in die Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Woltersdorf übergegangen. Der Übergabevereinbarung wurde mit dem Insolvenzverwalter geschlossen. Der Abschluss des Betreibervertrages soll Anfang Juli folgen.

Der Ernst des Lebens für 81 Kinder beginnt mit der Einschulung am 2. September 2017. Die ersten Klassen werden diesmal 4zügig ausfallen. Der Vertrag zur Errichtung des Schulneubaus ging an Fechte, Korth und Eggersmann aus Marienfeld und wurde am 31. Mai 2017 unterzeichnet. Baubeginn August 2017 und Fertigstellung laut Plan August 2018.

Zum Sommerfest sind bisher 8.335 Euro Spenden eingegangen. Es fand letzte Woche dazu mit allen Beteiligten und dem Veranstalter ein weiteres Treffen statt.

Dann kam ein bisschen Statistik aus dem Ordnungsamt, wie, dass 146 Verwarngelder ausgesprochen wurden und dass ab Mai an den Wochenenden im Schleusenbereich das Ordnungsamt vermehrt Dienst machen wird. Die Neubeschilderung im Schleusenbereich wird am 22. Juni erfolgen.

Am 23. Juni soll in der Feuerwehrwache offiziell nur mit geladenen Gästen Ralph Utecht verabschiedet und der neue Gemeindebrandmeister Daniel Lange ernannt werden. Als Stellvertreterin von Daniel Lange wird Caroline Lange ernannt.
(Anmerkung: Wir dürfen nicht dabeisein und schreiben, obwohl wir seit Jahren über die Feuerwehr berichten. Wie immer wieder neu bemerkt, werden wir auch hier, mit Begeisterung, von unserer Bürgermeisterin geschnitten. Vielleicht müssten wir so soft und bürgermeisterfreundlich, wie unsere Regionalzeitung berichten, um Mitteilungen und Termine zu bekommen. Nur dann bringen wir nicht mehr die reine Wahrheit und müssten uns zu sehr verbiegen).

Dann stellte Jenny Loponen noch den Belegungsplan und die Warteliste für Krippe-Kita-Hort vor. Für die Krippe, mit Stand vom 1. Juni gibt es 77, im Kitabereich 253 und im Hort 266 Verträge. Im Hort gibt es keine Warteliste, alle kämen unter. Anders im Krippen/Kitabereich. Beim Jahrgang 2011-2014 stehen 53 Anträge offen, allerdings wurde von den Eltern 46 Kinder in anderen Gemeinden angemeldet. Zu den 7 Verblieben gebe es teilweise keine Rückmeldung. Bei den Jahrgängen Oktober 2014 – September 2016 sind noch 22 Kinder nicht versorgt. Davon wurden 11 in anderen Gemeinden untergebracht und vom Rest fehlen die Rückmeldungen oder sie haben, da unter einem Jahr, noch keinen Anspruch auf einen Krippenplatz.

Punkt 5. Sachbericht über die Tätigkeit der First Responder (Freiwillige Feuerwehr Woltersdorf)
Dieser Punkt wurde von Corinna Brückner (Verwaltung) eingebracht. Sie war der Meinung, dass die Arbeit des First Responder, die eine zusätzliche Aufgabe der Feuerwehr in ehrenamtlicher Ausführung sei, diesem Gremium einmal näher gebracht werden soll. Zur Unterstützung hatte sie sich Caroline Lange von der Freiwilligen Feuerwehr mitgebracht für die sie Rederecht beantragte. Dem Antrag wurde zugestimmt.

Was beinhaltet die Arbeit eines First Responder. Das sind Helfer vor Ort die dafür ausgebildet wurden, qualifizierte Hilfe zu leisten, bevor die Rettungskräfte eingetroffen sind. Sie ergänzen damit die eigentliche Rettungskette, da sie die Zeit bis zum Eintreffen von Rettungskräften oder Notarzt überbrücken.

Darüber hinaus neben der direkten Hilfe schildern sie der Rettungsleitstelle auch die Lage vor Ort. Sie übernehmen die Betreuung vor Ort von Angehörigen, was besonders schwierig wäre, wenn es um Kinder ginge. Dann übergeben sie den Patienten mit einem kleinen Zustandsbericht an den Rettungsdienst, Notarzt, zur weiteren ärztlichen Versorgung.

Aus rechtlicher Sicht ist der First Responder keine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Die Zustimmung zu dieser Einrichtung erfolgte in der Sitzung am 21. November 2006 durch die Gemeindevertretung.

Es gab im Jahr 2016 für den First Responder 49 und der Feuerwehr 67 Einsätze. Wobei bei der überwiegenden Zahl der Einsätze des First Responder am schnellsten vor Ort war.

Corinna Brückner zeigte dann noch ein paar Zahlen zu dem Unterhalt des First Responder, Fahrzeug, Personal und mehr, der im Jahr 2016 rund 3.740 Euro ausmachte. Weiter verkündete sie, dass für 2017 ein neues Fahrzeug für den First Responder eingeplant wurde, da der alte Einsatzwagen des Gemeindebrandmeisters, Baujahr 1997 mit einem sehr hohen Kilometerstand, ausgemustert werden muss.

Dann wollte sie mit Caroline Lange zusammen den Ablauf eines First Responder Einsatzes vorstellen.

Es gab nun ein etwas seltsames Zwiegespräch zwischen Corinna Brückner und Caroline Lange. Corinna Brückner stellte, fast immer, ihre Fragen ohne Mikrofon, so dass weder die Abgeordneten noch die Bürger, die Fragen verstehen konnten. Aus den Antworten konnte es auch nicht entnommen werden. Trotz mehrfacher Aufforderung, das Mikrofon zu nehmen, ignorierte Corinna Brückner den Wunsch.

Frage: Wieviel Kameraden gibt es für den First Responder Einsatz. Antwort: 17 Kameraden wurden dafür ausgebildet. Unter ihnen gibt es zwei Rettungssanitäter, ein Rettungsassistent.

Frage: Wie ist die Ausbildung. Antwort: Vor Ort Ausbildung und einmal im Jahr an der Rettungsschule in Bad Saarow und einmal im Jahr kommt ein Ausbilder von der Schule in die Wache nach Woltersdorf.

Es gab wieder ein Zwiegespräch, aus dem nichts zu entnehmen oder zu verstehen war.
Holger Dymke bat nun darum, dass das Mikrofon benutzt wird.

Frage: Wer nimmt die Ausbildung vor. Antwort: Da kommt ein Rettungsassistent aus Bad Saarow zu uns und schult uns.

Frage: Wie sieht so ein Einsatz eigentlich aus.

Antwort: Der Pieper geht, man schaut drauf, man zieht sich an, schaut noch einmal auf den Pieper, was los ist, setzt sich ins Auto und fährt zügig zur Feuerwehr, allerdings ohne Gefährdung des anderen Verkehrs. Wenn ich dann als Erste eintreffe, muss die Alarmanlage entschärft, das Einsatzfahrzeug klargemacht und aus der Halle gefahren werden. Funkgerät einschalten und dann erst kommt die richtige Meldung, wo ich hin muss. Alleine wird nicht rausgefahren, denn alleine am Patienten etwas zu machen ist schwierig. Außerdem wird auch einer für den Funkbetrieb gebraucht, je nach dem woher der Rettungsdienst kommt, damit er eingewiesen werden kann.

Frage: Wie sieht es vor Ort aus.

Antwort: Abgeschlossenes Gartentor, abgeschlossene Eingangstür, Hunde auf dem Grundstück. Das sind die Sachen, die man bedenken muss. Bei einem abgeschlossenen Grundstück mit zwei Hunden drauf überlegt man sich schon, wie man vorgeht. Da der Notruf aber von einer Person abgesetzt wurde, kann davon ausgegangen werden, dass man da gut rankommt. Viel Schlimmer ist die Familie. Es erfolgt dann die Übergabe des Patienten mit einem Bericht, was bisher gemacht wurde, an den Notarzt.

Frage: Rechtliche Grenzen des First Responder.

Antwort: die Grenze ist die Körperverletzung. Darunter ist zu verstehen, dass noch nicht einmal ohne Einwilligung desjenigen oder der Familie eine Insulinspritze gesetzt werden darf. das ist schon Körperverletzung. Es darf ebenfalls kein Zugang gelegt werden und auch nicht der Tod festgestellt werden.

Silke Schindler fragte nach eingetragenen Hubschrauberlandeplätzen u.a. auf der Maiwiese in Woltersdorf. Caroline Lange meinte Offizielle, allerdings, ob sie eingezeichnet wären, könne sie nicht sagen, sind der Berliner Platz auf der anderen Seite gegenüber Schwarzen Netto und direkt an der Rettungswache. Synke Altmann erklärte zur Maiwiese, das müsse der Pilot selber entscheiden, ob er da landet.

Teil 1/3

  1. Friedrich

    Von der Bürgermeisterin geschnitten zu werden oder auf Schreiben von ihr keine Antwort zu erhalten- das Adelt.

    Willkommen im Club- und machen Sie sich nichts draus. Sie sind bei weitem nicht allein.

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