Sozialausschuss 04. 2019 – Teil 3; Neubau Kita oder Hort

Punkt 7: Bericht und Beratung über die Sanierung und Modernisierung des Außenspielgelän-des der Evangelischen Kindertagesstätten „Villa Farbklecks“ und „Schatzkiste“
Dr. Robert Brinkmann, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates und Träger der Evangelischen Kindertagesstätten, hatte einen kleinen Beutel mit Glasscherben zur Ansicht mitgebracht. Er berichtete, dass diese Scherben im Spielsand der Kita gefunden wurden. Da noch mehr im Argen lag, wie das eindringende Wasser vermischt mit Sand bei Starkregen vom höher gelegenen Nachbargrundstück, das eindringende Wasser im Keller der Villa Farbklecks, die Sperrung maroder Außenspielgeräte durch den TÜV oder deren Abbau, sowie die Entfernung der maroden Wasseranlage, wurde völlig unorthodox entschieden, hier bestehe dringender Handlungsbedarf. Es wurden dazu beeindruckender Bilder gezeigt. Es hatte sich zusätzlich herausgestellt, dass es einen Investitionsstau von 10 Jahren gab.
(Anmerkung: Ich kann mich erinnern und hier ist es auf dem Blog nachzulesen, wie seit dem letzten Bürgermeister Vogel der damaligen Christlichen Kita die Gelder verweigert wurden, was letztendlich wohl mit zum Ende der Einrichtung führte. Noch heute kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass das damals reinste Schikane gegen Wolfgang Stock und die CDU war)

Dr. Robert Brinkmann erklärte, es wurde nicht lange gefackelt und 2018 bereits in die Planungsphase gegangen und auch die notwendigen Baumaßnahmen realisiert. Das erste Kostenangebot belief sich auf rund 160 TE. Das wurde noch einmal überarbeitet und nach allen Einsparungen stand am Ende eine Summe von rund 140 TE.
Zum Nachbargrundstück wurde eine Stützmauer mit Drainage die das Wasser abhält, erstellt. Weiter wurde rund um die Villa Farbklecks gepflastert. Das Außenspielgeländer wurde mit neuen Spielgeräten und teilweise Neubepflanzungen von Bäumen und Büschen bestückt. Der Spielsand wurde komplett ausgetauscht. Das neue Spielgelände konnte deshalb schon wieder am 31.12.2018 eröffnet werden. Die Eigentümerin der Villa Farbklecks übernahm die Kosten für die Sanierung des Kellers.
Die Finanzierung setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Es wurden 30 TE Investitionszuschüsse beim Land beantragt. 21 TE übernahm die Eigentümerin der Villa Farbklecks, die Kirchengemeinde erbracht 15 TE verteilt auf 2018 und 2019 als Eigenkapital. Es wurde für den Restbetrag ein Kredit aufgenommen und um diesen Restbetrag von 64 TE gehe es jetzt, den die Gemeinde übernehmen soll.
Dr. Robert Brinkmann bat um Verzeihung, dass die Gemeinde übergangen wurde, aber er betonte, wenn erst alles durch die Gemeinde gegangen wäre, hätte es zwei Jahre gedauert bis mit Sanierung angefangen werden konnte.
(Anmerkung: Schließlich war ja Gefahr im Verzug und einen Kämmerer hatten wir nur sporadisch. Was soll man da machen, außer Selbsthilfe)

Pfarrer Trodler ergänzte, dass es sich hier nur um eine Teilmaßnahme handelte, der Spielbereich der Krippenkinder müsse auch noch saniert werden. Es wurde darum gebeten dieses Konzept mit Herrn Wendt und Frau Loponen abzustimmen.

Stefan Grams fragte nach der Eigentümerin der Villa Farbklecks und hörte, dass das die Frau Feldner wäre.

Jenny Loponen fand es nicht so ganz in Ordnung, dass der freie Träger so einfach an der Gemeinde vorbeigearbeitet habe. Sie erklärte, dass ihre Mahnung schon an den Träger rausgegangen wäre. Weiter verwies sie auf die diesjährige Haushaltslage, da wäre nichts mehr drin. Diese Mittel von 64 TE zur Refinanzierung können, wenn es überhaupt möglich ist, erst im Haushalt 2020 berücksichtigt werden. Sebastian Meskes und auch Silke Schindler monierte die Vorgehensweise des freien Trägers. Sie meinten, dass so etwas nicht Schule machen dürfe. Margitta Decker grummelte, das ein Vertrag bestehen würde, an dem sich zu halten wäre. Hier wurden vollendete Tatsachen geschaffen. So etwas dürfe nicht noch einmal passieren und mahnte, sich an den Vertrag zu halten.
Dr. Robert Brinkmann bot der Gemeinde an, dass sie diese Summe in zwei Teilen also 2020 und 2021 zahlen könnte, da müsse zwar die marode Kirchenglocke noch etwas länger halten, aber das würde schon gehen.

Ronny Busse dankte Dr. Robert Brinkmann für die Ehrlichkeit und für das Engagement. Er fragte, ob die Ursache der Vermüllung des Sandes bekannt sei. Dr. Robert Brinkmann verneinte dies.
Sebastian Meskes fragte, ob bei den Maßnahmen das Bauamt mit beteiligt waren und hörte von Kerstin Marsand, dass das komplett am Bauamt vorbeigegangen war.

Stefan Grams hielt fest, dass die 64 TE zur Refinanzierung in die Planung des Haushaltes 2020 mit aufgenommen werden.

Punkt 8. Bedarfsdarstellung und Beratung zu einem Hortneubau in der Gemeinde Woltersdorf
Jenny Loponen stellt kurz ein paar Zahlen dazu vor. Es fehlen 108 Betreuungsplätze für den Zeitraum 2019 bis 2023. Die 42 Plätze der Ausnahmegenehmigung müssen abgebaut werden und die Fremdbetreuung der 68 Kinder in anderen Gemeinden reduziert werden. Das wäre der momentane Stand.
Die Freie Schule plane zur Zeit einen Schulneubau mit angegliederter Kita mit 55 bis 60 Plätzen.
Es stehe jetzt die Frage im Raum, bauen wir eine neue Kita oder einen großen Hort. Ein Hort sollte möglichst in der Nähe der Schule liegen, was mehr Sicherheit beim Schulweg bedeuten würde. Eine andere Alternative wäre, die Hortkinder blieben mit 40 Kindern im Entdeckerland und mit 30 Kindern bei den Weinbergkids angesiedelt, dann würde ein kleiner Schulhortneubau reichen.

Stefan Grams verwies auf das pädagogische Konzept, dass in einer Kita alle Altersgruppen umfassen würden.
Monika Kilian meinte, dass die Gesamtschule schon einmal im Gespräch gewesenen wäre, da würden die Hortkinder in der Schule betreut, das wurde von der Schule abgelehnt. Sie gab zu bedenken, dass ein reiner Hort die Hälfte des Tages leer stehen würde, da die Betreuung erst nach Schulschluss bis maximal 17:00 Uhr sein würde. Es werde dafür kaum Personal zu bekommen sein. Der Vorteil einer komplexen Betreuung von 0 bis 12 Jahre sei, dass die Kapazitäten voll ausgeschöpft werden können. Sie plädierte für die Betreuung in den Kitas nicht in einem extra Hort.
Jenny Loponen meinte, da die Erzieher 32 Stundenverträge bekämen, wäre der Leerlauf in einem Hort nicht so groß, da es Frühhortkinder gebe, das Mittagsessen vorbereitet werden müsse und auch für die restlichen Stunden Beschäftigungspläne ausgearbeitet und angeboten werden müssen. Stefan Grams Argument, dass das Gebäude lange Zeit leer stehen würde, widersprach Jenny Loponen und verwies auf die Vorbereitungszeit der Erzieher für die Freizeit-Angebote im Hort. Sie bot an solche Einsatzpläne zur nächsten Sitzung mitzubringen.

Stefan Grams fragte nach dem Monopolyspiel Standort Kita/Hort Weinbergstraße gegen Moskauer Straße, wie der Stand wäre. Nach Aussage von Askell Kutzke wollte der Eigentümer von der Weinbergstraße nicht tauschen, dann kann das Spiel ja beendet werden.
Kerstin Marsand bestätigte, dass die Weinbergstraße gestorben wäre und wollte nun wissen was in der Moskauer Straße gebaut werden soll. Kita für 108 Kinder oder ein Hort für 300 Kinder oder was? Sie benötige für die Planung konkrete Angaben, ohne könne sie nicht planen. es müsse eine grobes Konzept entworfen werden, Änderung im B-Plan, das städtebauliche Ziel definiert und deshalb Kitaneubau oder Hortneubau, was will die Gemeinde. Sie brauche konkrete Vorgaben, eher könne sie nicht planen.

Stefan Grams sprudelte los, dass so nie gesagt wurde, dass in der Moskauer Straße eine Kita gebaut werden soll, dann wäre er komplett dagegen gewesen. Das sei alles neu für ihn.

Monika Kilian fragte, ob darüber mit den Kitaleitungen und den Trägern gesprochen wurde, da die Kinder bei einem Hortneubau aus den Kitas abgezogen werden. Jenny Loponen erwiderte, dass bisher nicht mit den Trägern gesprochen wurde, da es bisher noch nicht konkret im Raum stünde.

Stefan Grams wollte nun, dass in der Moskauer Straße geprüft werde ob ein großer oder ein abgespeckter Hort gebaut werden könne. Weiter bat er um einen zeitnahen Startschuss und Margitta Decker meinte, die Moskauer Straße stehe im Raum aber was, Kita oder Hort?
Silke Schindler fand die Moskauer Straße für einen Hort ungeeignet ehe für eine Kita.
(Anmerkung: Da wird von Frau Schindler etwas in den Raum gestellt und keine plausible Begründung mitgeliefert. Das ist doch Kinderkram)
Monika Kilian war auch für einen Kita und Siegfried Bronsert wusste es nicht so genau und machte keine Aussage.
Stefan Grams fragte in die Runde wer für Kita, kleinen oder großen Hort wäre. Es gab 3 Stimmen für die Kita und jeweils 2 Stimmen für die Hortvarianten.

So richtig kam man nicht mehr zu Potte und verschob die drei Varianten Kita/Hort in den nächsten Sozialausschuss.

Teil 3/3

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