Sozialausschuss 04. 18 – Teil 1; Straßenbau rund um die Schule

Stefan Grams beantragte, da Tomas Kaufmann von der PFK einziger Gastredner war, dass der Punkt 9 der Tagesordnung hinter Punkt 4 schon beraten wird. Dem wurde zugestimmt.

Punkt 4. Bericht der Amtsleiterin und Anfragen
Jenny Loponen machte es kurz. Am 25.04. würde der 4. runde Tisch „Demenz“ im Rathaus Schöneiche stattfinden. In dieser Runde gehe es um Informationen zu Pflegebedürftigkeit, Pflegeversicherung und Demenz. Gasthörer wären erwünscht, sie müssten sich aber vorher anmelden.
Die Eingewöhnungsphase der 11 Kinder unter 3 Jahre (U3) von März bis Mai in der Kita Weinbergkids ist angelaufen und bis September kämen noch 9 Kinder dazu. Das Zirkusprojekt der Grundschule wurde durchgeführt und war für alle ein riesiger Spaß. Seit dem 16.04. liefe nun das Schulprojekt „Wir schaffen das alleine“ und ab Mittwoch soll es Coupons und Stempel geben, die eingesammelt werden. (Anmerkung: Ziel dieser Aktion, die Kinder sollen von ihren Eltern nicht mehr bis in den Schulraum gekarrt werden, sondern an bestimmten Punkten, wo sie auch den Stempel oder Coupon erhalten, aussteigen und zu Fuß oder per Rad zur Schule kommen).

Weiter berichtete sie, dass es derzeit 24 offene Hortanträge gebe und sie am Sonntag von Herrn Stahl eine Email erhalten habe, in der bestätigt wurde, dass die Schule zwei Teilungsräume (vormittags Unterricht – nachmittags Hortbetreuung) zur Verfügung stelle. Nun könne das offizielle Antragsverfahren beim Ministerium gestartet werden. Der Erweiterungsbau der Grundschule lege im Zeitplan.

Sie kam nun auf die Freiwillige Feuerwehr zu sprechen. Es wurde ein angepasster Hydrantenplan für die Gemeinde erstellt. Das neue First-Responder-Fahrzeug wurde geliefert und kann nun umgebaut werden. An die Digitale-Funktechnik müssen die neuen Feuerwehrfahrzeuge angepasst werden. Die Trocknung des Wasserschadens im Dachgeschoss gehe voran. Sie nannte den Termin zum 124. Jubiläum der Feuerwehr, also dem traditionellen Maifest, das vom 10.05 bis 12.05. stattfindet.
Im Bereich Ordnungsamt wurden acht Obdachlosenfälle abgewendet.

Punkt 9. Beratung und Beschlussempfehlung über die zum Ausbau kommende Variante im Straßenbau um den Schulcampus der Gemeinde Woltersdorf BV 18_2018
Kerstin Marsand kam zu Wort. Nachdem der U3-Neubau erledigt sei und der Erweiterungsbau der Grundschule im Zeitplan liege, können die umliegenden Straßen angefasst und in einen ordentlichen Zustand gebracht werden. In der Sitzung der Gemeindevertretung am 14.12.2017 wurde der Planungsbeschluss für drei Varianten mit der dazu gehörenden Kostenschätzung gefasst. Schwerpunkte sind dabei die Schulwegsicherung und die Entwässerung.
In der vorigen Woche wurden den Betroffenen, Schulleitern Grundschule und FAW, Schulkonferenz und Kita alle drei Varianten vorgestellt und darüber diskutiert. Das Planungsbüro hat diese Anregungen mit aufgenommen und daraus eine 4. Variante erarbeitet.

Tomas Kaufmann (Planungsbüro PFK). Er erklärte, dass nicht alles neu erfunden wurde, da über die Weinbergstraße und Vogelsdorfer Straße bereits seit 2011 diskutiert würde. Diese Ergebnisse wären hier mit eingeflossen. Es gehe nun um 5 Straßen, Vogelsdorfer Straße, Elsner Straße, Winzer Straße, Am Werk und Weinbergstraße, die zwar im Verbund geplant werden sollen, aber in manchen Bereichen, wie Abführung des Regenwassers oder Gehwege unterschiedlich betrachtet werden müssen. Es wurde sich auf drei bzw. vier Varianten beschränkt. Er wies darauf hin, dass aus jeder Variante Teile für die einzelnen Straßen genommen werden können, quasi eine Art Modulbauweise. So dass eine optimale Lösung heraus kommen kann. Er zeigte ein Bild vom aktuellen Zustand der Weinbergstraße. Dann zeigte er in dem Plan das Karree, um das es gehe. Einzig die gepflasterte Vogelsdorfer Straße wäre soweit in Ordnung allerdings zu schmal. Damit zwei Fahrzeuge wie Bus und LKW aneinander ohne Probleme vorbeikämen müsse sie auf 6.00 Meter verbreitert werden. Es sollte in diesem Zuge nicht nur der Abschnitt vor dem Schulcampus, sondern die ganze Vogelsdorfer Straße betrachtet werden.
Auf der nächsten Karte wurden die Schülerströme (wer und wie viel aus welcher Richtung zum Schulcampus kämen) aufgezeigt. Dabei habe sich herauskristallisiert, dass es keine Straße im Umfeld gebe, in der es keinen Fußgängerverkehr gebe. Einzig die Straße Am Werk könne als Mischverkehrsfläche (ohne Bürgersteige) ausgebaut werden. Alle anderen benötigen aufgrund der Schülerströme zum Schulcampus Gehwege.

In allen vier Varianten wurde auf die Einbeziehung der Weinbergstraße in den Schulcampus verzichtet, da dann für diesen Teil, es gehe um zwei Grundstücke, der Status der öffentlichen Straße entzogen und es wieder Privatgelände wird. Das würde bedeuten, dass der westliche Teil wieder in Privatbesitz und der östliche Teil in den Besitz der Gemeinde übergehen. Da es mit dem privaten Grundstück neben der Kita, zu dem dann dieser Teilbereich wieder gehören würde, Schwierigkeiten aufgrund einer Erbengemeinschaft gebe, könne es dann zu Problemen führen, dieses Gelände dem Schulcampus anzugliedern. Das nächste Problem wäre, dass es dann kein Wegerecht mehr über das Grundstück gebe, so dass an beiden Seiten des Schulcampus in der Weinbergstraße Wendehammer geplant werden müssen. Die Wendeköpfe müssten einen Durchmesser von 22 Metern aufweisen, damit Müllfahrzeuge und die Feuerwehr wenden können, damit würde der Wendehammer einmal im Kitabereich und einmal im Schulcampusbereich landen. Das bringe keinen Vorteil. Es wäre eher wichtig den Schulhof zu vergrößern und da hatte die Verwaltung eine Idee. Dort wo jetzt die Schulcontainer stehen, sollte eigentlich der Lehrerparkplatz werden. Der könne in die Weinbergstraße ausgelagert werden und an dieser Stelle der Schulhof erweitert.

Er kam nun zur 1. Variante, das klassische strikte Trennungsprinzip Fahrbahn mit separaten Gehweg, Mischfläche in der Straße Am Werk, Entwässerung Vogelsdorfer Str. über Regenkanal, in der Weinbergstraße wird bis in Höhe Schulcampus ebenfalls ein Regenentwässerungskanal zu bauen sein. Die Weinbergstraße soll durchgängig die Breite erhalten, die das erste Stück von Seestraße bis Ecke Am Werk bereits hat. Die Fahrbahn Vogelsdorfer Straße müsste auf 6 Meter verbreitert werden. Damit Bus und LKW aneinander vorbeikommen. Die Beleuchtung wäre in Ordnung. Lediglich die Beleuchtung von Mitte Schulcampus über Elsnerstraße bis Vogelsdorfer Straße müsse ergänzt werden. Die Entwässerung von den Straßen Am Werk Winzerstraße und Elsnerstraße soll über Mulden erfolgen. Das kann sich in der Elsnerstraße noch ändern. Im Bereich der Bunten Häuser sollen Schrägparkplätze angelegt werden, damit die Eltern ihre Kinder aussteigen lassen können und wieder abfahren. Dann zeigte er eine Variante der Vogelsdorfer Straße mit folgender Aufteilung: Grünstreifen 2,50 Meter breiter Geh-Radweg Grünstreifen, 6,00 Meter Fahrbahn, Grünstreifen 2,00 Meter Gehweg und der letzte Grünstreifen geht am Schulcampus vorbei. Allerdings, da es hier um eine 30ziger Zone handelt, werde es keine Radwege geben.

Kerstin Marsand verbesserte, dass die Schrägparkplätze für die Lehrkräfte und Schulleiter wären, da für die Gemeinde auch die Stellplatzsatzung gelte, wären das die Ausgleichs-Parkplätze für den Platz, der für die Schulhoferweiterung nach Wegfall der Container genommen wird. Ausreichende Stellplätze müssen nachgewiesen werden.

Monika Kilian hatte Probleme mit dem Bereich, wo die Eltern ihre Kinder aus dem Auto aussteigen lassen und dann weiterfahren müssen. Da steht aber nun die neue Kita, da muss etwas geschaffen werden, denn da stehen die Eltern mindestens 10 Minuten bis sie die kleinen Kinder in der Kita haben.

Tomas Kaufmann wusste von dem Problem, das noch gelöst werden müsste.
Nun kam Variante 2 an die Reihe. Da das Bringe- und Hol-Problem bekannt sei, unterscheide sich diese Variante lediglich darin, dass die Weinbergstraße zwischen Elsner- und Winzerstraße von 5,50 Meter auf 4,00 Meter verringert und als Einbahnstraße aus Richtung Elsnerstraße bis Winzerstraße ausgewiesen wird. Damit würde man das Parkchaos in den Griff bekommen.

Die 3. Variante sehe vor, dass sowohl die Vogelsdorfer Straße als auch die Weinbergstraße im Bereich Schulcampus auf eine Ebene angehoben und als Mischverkehrsfläche von Grundstücksgrenze bis Grundstücksgrenze ausgewiesen wird. Bei der Gliederung der Räume soll es weiche Übergänge wie gepflasterte Entwässerungsrinnen zwischen befahrbaren und nicht befahrbaren Bereichen und farbiges Pflaster für die Markierung des Parkraumes geben. Durch die dadurch entstehenden unklaren Verkehrsverhältnisse, werde die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer geweckt und das bedeute mehr Sicherheit. Das funktioniere sehr gut bereits in anderen Städten. Ob eine Spielstraße ind der Einbahnstraße möglich wäre, müsse mit der Verkehrsbehörde geprüft werden, die aber mit so etwas ihre Probleme haben. Der Rest bleibt analog zu Variante 1.

Tomas Kaufmann erklärte nun, dass bei der Vorstellung dieser Variante eine quasi 4. Variante entstanden wäre. Die Vogelsdorfer Straße sollte eine vernünftige Breite bekommen und keine Mischverkehrsfläche werden, da der Haupteingang des Schulcampus in der Weinbergstraße angesiedelt werde. Die Mischverkehrsfläche vor der Kita und Schule in der Weinbergstraße soll bestehen bleiben.

Er kam dann auf die reinen Bau-Kosten zu sprechen. Der Unterschied zwischen den Varianten wäre nicht sehr groß. Variante 1 soll 1.155.586,99 Euro kosten, bei Variante 2 würden 1.131.875,64 Millionen Euro anstehen und für Variante 3 müssten 1.191.867,71 Millionen Euro aufgebracht werden. Die Summen können sich verringern oder erhöhen, wenn man z.B. Gehwege weglässt oder Straßenbreiten ändert.

Stefan Grams fragte nach den Meinungen der Fraktionen dazu und Monika Kilian wollte wissen, was denn Variante 4 kosten würde. Tomas Kaufmann erwidert 1.1??.791,66 Euro (Anmerkung: Antwort war nicht zu verstehen) rund 1.2 Mio.

Silke Schindler verwies auf das angelaufene Schulprojekt „Wir schaffen es allein“ wo versucht werden soll, die Eltern von der Schule fernzuhalten. Deshalb könne sie sich nicht damit anfreunden die Straßen so groß auszubauen. Außerdem gehören die Lehrerparkplätze ihrer Meinung nach auf das Schulgelände. Weiter fragte sie sich warum nicht mit Wendehammer arbeiten und was geschehe an Grundstücksausfahrten mit dem Radweg.
(Anmerkung: Die Klucken-Eltern von der Schule fernzuhalten ist eine gute, aber immer wieder gescheiterte Idee. Versucht man es, wird die Idee schon im Ansatz mit den auf dem Gelände parkenden Lehrerdroschken konterkariert. Die lieben Kleinen und deren Klucken werden sofort schreien, warum die und wir nicht).

Tomas Kaufmann erklärte, dass technisch alles machbar wäre, aber ein Wendehammerkopf müsse eben den vorgeschriebenen Durchmesser von 22 Meter haben und außerdem fördere er das Verkehrschaos, weil bestimmt dort geparkt wird. Dann käme noch das Problem mit dem Grundstück der Erbengemeinschaft. Kerstin Marsand ergänzte, dass das Gelände für die Schrägparkplätze der Gemeinde und zum Schulcampus gehöre.

Tomas Kaufmann gab zu bedenken, dass die Vogeldorfer Straße eigentlich von der Seestraße bis zum Kreisel in die Planung mit einbezogen werden sollte. Das wäre allerdings nicht sein Auftrag gewesen. er habe sich aber dazu schon einmal ein paar Gedanken gemacht, wie z.B. eine Fahrradstraße.

Dirk Hemmerling fragte nach, ob in der Variante 4 auch über die Einbahnstraße gesprochen wurde. Tomas Kaufmann bestätigte dies.

Oliver Mehlitz schweifte mit einer ziemlich weltfremden Fiktion ab, er hatte die Idee die Heidelberger Straße auszubauen und darüber den LKW-Verkehr zu leiten, damit er nicht mehr die Vogelsdorfer Straße benutzen würde.
(Anmerkung: Der LKW der vom Berghofer Weg kommt und auf die Rüdersdorfer Straße will, der biegt mit vom Berghofer Weg auf die Rüdersdorfer Straße ab und fährt nicht erst die Thälmannstraße hoch, durch den Kreisel und die Heidelberger wieder runter zur Rüdersdorfer Straße. Der LKW der in die Vogelsdorfer Straße reinfährt, beliefert meistens Edeka oder Lidl. Der wird auch weiter durch die Vogelsdorfer Straße fahren).
Trotzdem versprach Beate Hoffmann das im Verkehrsentwicklungskonzept mit aufzunehmen.

Sebastian Meskes konnte sich nicht so richtig auf eine Variante festlegen. Er wollte wissen, ob die Schrägparkplätze für das Lehrpersonal zeitlich begrenzt werden können, z.B. von 7:00 Uhr bis 16:00 Uhr und danach für die Öffentlichkeit nutzbar wären. Das bejahte Kerstin Marsand.
Monika Kilian interessierten die Übergänge der Radwege zur Schule. Tomas Kaufmann schwebte an drei Stellen Übergangsquerungen vor, z.B 1. Fahrbahn, dann Insel, 2. Fahrbahn. Weiter monierte Monika Kilian die geringe Anzahl an Parkplätzen gegenüber der Turnhalle in der Grünstraße, da müsse Abhilfe geschaffen werden und fragte nach Parkplätzen in der Winzerstraße. Tomas Kaufmann erklärte, dass dann die Regenentwässerung statt über Mulden mit einem Kanal erledigt werden müsse, das werde teurer.

Jutta Herrmann konnte sich mit der Einbahnstraßenidee anfreunden.

Monika Kilian wollte das Variante 3 und 4 mit Kosten dem Protokoll beigefügt wird.

Es wurden folgende Punkte zusammengefasst, Einbahnstraße Weinbergstraße von Ecke Elsnerstraße bis Ecke Winzerstraße: ja, Mischverkehrsfläche Weinbergstraße: ja, Gehwege sind so gewünscht.

Teil 1/3

  1. Verum

    440.000 Euro für die Eltern, jahrelanger Betrug kommt da ans Licht.
    Klagen und nicht auf die Gutmütigkeit der Gemeinde warten.
    Wo ist das Geld der christlichen Kita geblieben. Die gibt’s ja nicht mehr wer zahlt nun der Bürger?

    Bürgerbeteiligung von Anfang an (2015), wer dran glaubt wird hinters Licht geführt.
    Aber das Personalkarusell dreht sich ja fleißig. Aufsitzen und abstürtzen.

    1. Bernds Journal

      Die Christliche Kita hatte eine andere Satzung. Die war wohl dichter am Realen gebaut. Die hätte nicht zurück zahlen müssen.

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