Sonder GV – März 2018; Geheimnisvoller Datenschutz

3. Beratung und Beschlussfassung über die Änderung des Stellenplans 2018
Sebastian Meskes erklärte, dass es sich um eine umfangreiche Änderung des bereits für 2018 beschlossenen Stellenplans handeln würde. Der Beschluss zum Stellenplan kann jederzeit geändert werden.

Margitta Decker erklärte, dass diese Stellenerweiterung unbedingt nötig wäre. Die haushaltärische Auswirkung musste neu berechnet werden. Der Stellenplan wurde nach dem Kriterien ab wann welche Stellen, mit welcher Entgeltgruppe und in welcher Höhe geplant werden soll, erneut aufgeschlüsselt. Das Ergebnis, im Haushalt 2018 müssen 60.500 Euro zusätzlich als Personalkosten eingestellt werden. Die Entgeltgruppe S 8a (Erzieherin) wird mit 30.850 Euro vom Landkreis bezuschusst. Der Zuschuss werde prozentual berechnet. Für Krippen gebe es 88,6 Prozent, für Kindergärten 85 Prozent und für Horte 84 Prozent Zuschüsse. Es wurde deshalb mit einem Mittelwert kalkuliert, da das Alter der Kinder noch nicht zu hundert Prozent bekannt wäre. Ebenfalls wurden die beiden Erzieherstellen mit einem höheren Berufs-Erfahrungswert angesetzt, da die Einstufungen personenbezogen sind.

Sie kam dann auf die Deckung der zusätzlichen Mittel im Haushalt zu sprechen. Die Kreisumlage wurde im Haushalt mit 40,7 Prozent geplant, die vom Landkreis bekannt gegebene Kreisumlage lege aber nur bei 40,3 Prozent. Aus der um 0,4 Prozent niedrigeren Kreisumlage ergebe sich eine Reserve von 33.700 Euro, die für die Deckung der zusätzlichen Mittel im Personalbereich eingesetzt werden können.

Stefan Grams hatte etwas Probleme mit der Öffentlichkeit, da es ja um Personal gehe. Er machte den Vorschlag den Beschluss in zwei Beschlüsse aufzuteilen. Er hatte mit den Kitastellen kein Problem, da diese sein müssen, aber mit der IT-Vollzeitstelle habe er ein riesengroßes Problem. Da er nicht glaube, dass die Gemeinde jemand bekomme, der das so machen kann. Wie wurde es bisher geregelt mit dem was derjenige machen soll.

Margitta Decker erklärte, dass Vergaben ab 500,00 Euro (Vergaberecht) in allen Amtsbereichen von den Mitarbeitern getätigt werden, denn das Vergaberecht gelte nicht nur für den Baubereich. Da müssen nur als Beispiel für Büromaterial, Büromöbel oder Technik Aufträge vergeben werden. Es finden ständig täglich Vergaben, besonders im Bauamt, statt. Das wurde bisher freihändig vorgenommen. Seltener gab es auch mal eine ganz große öffentliche Ausschreibung, wie z.B. der Schulerweiterungsbau, die von externen Büros vorbereitet und ausgeschrieben wurden, da dass die Verwaltung nicht mehr leisten könne. Das werde auch in Zukunft nicht anders gehandhabt.

Bei den Vergaben durch Mitarbeiter, die intensiv im Vergaberecht geschult sind, kam es schon mal vor, dass nicht alle Formalien, wie z.B. die Abfrage der Leistungsfähigkeit der Firma, des Vergaberechtes eingehalten wurden. Außerdem stehe die Verwaltung nun vor der Situation, dass Mitarbeiter überlastet sind aber bisher von Überlastungsanzeigen abgesehen haben. Des Weiteren staue sich eine erhebliche Anzahl von Überstunden an, die auch irgendwann abgebaut werden müssen.

Nun käme noch die elektronische Vergabe dazu. Die Mitarbeiter, die bisher die Vergabe quasi so „nebenbei“ gemacht hatten, müssten u.a. das Programm erlernen. Das kann in der Verwaltung nicht mehr geleistet werden. In den anderen Gemeinde gebe es mittlerweilen so eine IT-Stelle. Außerdem sollte auch der Datenschutz mit in diese Stelle integriert werden.

Jens Mehlitz meinte, dass wären zwei Paar Schuh, die Verbindung Vergabe und Datenschutz fand er nicht so gut und plädierte für zwei volle Stellen. Dem widersprach Margitta Decker, da diese Tätigkeiten keine zwei Stellen ausfüllen würden. Sie erklärte weiter, dass es viele Mitarbeiter gebe die zwei oder drei Aufgabengebiete hätten, dass wäre normal. Deshalb sollte der neuen Stelle der Datenschutz zugeordnete werden, dass wäre machbar.

Daniel Lohse wollte wissen, was es kosten würde, alle Mitarbeiter permanent in Vergabe zu schulen. Margitta Decker meinte, dass es zwischen 300,00 Euro und 500,00 Euro pro Mitarbeiter kosten würde. Das gehe nicht. Das Vergabemarktplatz-Verfahren wäre jetzt schon teilweise in der Fragestellung sehr kompliziert. Karl-Heinz Ponsel meinte noch, dass es Firmen gebe die auf Fehler spekulieren würden, um dann Regress einzufordern. Weiter wollte er wissen, ob es rechtlich geprüft wurde, ob Vergabe und Datenschutz auf einen Posten zulässig wäre. Margitta Decker bestätigte, dass es geprüft wurde und zulässig wäre.

Jelle Kuiper wollte aus der vollen eine 0,8 Stelle machen, da in seinen Augen das Aufgabengebiet Vergabe und Datenschutz nicht sehr umfangreich wäre. Margitta Decker betonte, dass eine volle Stelle notwendig wäre. Die Bezahlung gehe nach Tarifvertrag nur die Stufe die sich an dem Bewerber orientiert, wäre noch unklar. Daniel Lohse wollte wissen wie groß der Einspareffekt bei den anderen Mitarbeitern wäre, wenn diese Stelle geschaffen wird. Margitta Decker meinte nur, es würden dann weniger Überstunden anfallen, mehr nicht, denn die fachliche Zuarbeit müssen nach wie vor von den Mitarbeitern geleistet werden.

Monika Kilian fragte, mit welchen Voraussetzungen sich jemand auf die Stelle bewerben könnte. Sie bekam zur Antwort, zwingend sind Erfahrungen im Vergaberecht. Corinna Brückner meinte das es schwierig werden jemanden zu finden der sowohl in Vergaberecht ie in Datenschutz bewandert wäre. Die Vorgaben stammen aus dem EU-Recht, die die Kommunen nun dazu zwingen die elektronische Vergabe durchzuführen, deshalb Erfahrung im Vergaberecht wäre zwingend, denn derjenige müsse gleich loslegen können. Margitta Decker ergänzte, Datenschutz könne sich angeeignet werden.

Heinz Vogel konterte in dem er feststellte, dass doch Kosten für Schulungen zumindest im Datenschutzbereich entstünden. Weiter war er dagegen, die entstandene Reserve aus der Kreisumlage wieder auszugeben, wo noch nicht feststehe, was an Elternbeiträgen rückerstattet werden müsse. Er plädierte dafür, erst einmal abzuwarten bis alle Daten erfasst wurden. Er könne deshalb den Stellen zum 01. Juli so nicht zustimmen.

Margitta Decker legte die Dringlichkeit dar. Ab 1. Oktober muss die Elektronische Vergabe zwingend vorgenommen werden. Es gebe Pflichtaufgaben und dass wären ebenfalls die Erzieherstellen. Es könne nicht abgewartet werden. Heinz Vogel meinte, dass bis 1.10 noch Luft wäre. Margitta Decker verneinte dass, denn ab 1.10. müssen bereits alle Daten erfasst worden sein um dann loslegen zu können.

Karl-Heinz Ponsel war auch dagegen dass neue Loch mit den Reserven zu stopfen. Er würde lieber an anderer Stelle sparen. Er sehe ein, dass das zwar notwendig wäre und eine Pflichtaufgabe der Gemeinde ist. Bei der EU-Vergabe könne man nicht auf Grundeis laufen.

Stefan Grams sah es anderes. Er meinte, dass es eine Person gebe, die bisher Datenschutzbeauftragte wäre.
(Anmerkung: Merkwürdig, auf der Webseite der Gemeinde firmiert Frau Weber als Datenschutzbeauftragte. Frau Weber arbeitet aber schon lange nicht mehr für die Gemeinde, kann also auch nicht Datenschutzbeauftragte der Gemeinde sein. Warum hat man da die Webseite nicht aktualisiert? Wollte man den Namen der jetzt zuständigen Person verschweigen?).

Regressforderungen bei der Vergabe sah er nicht so kritisch, da es sehr schwierig wäre eine Vergabe anzufechten oder zu kippen. er wollte allerdings auch, dass der Beschluss in zwei Beschlüsse geteilt werde. Margitta Decker konterte und meinte Beanstandungen von Vergaben wären nicht selten, da sie selber schon oft damit zu tun hatte.
(Anmerkung: Da stellt sich die Frage, sind das nur Frau Deckers Erfahrungen oder ist das ein allgemeines Phänomen).

Zum Datenschutz meinte sie, dass müsse in einem persönlichen Gespräch mit dem momentanen Datenschützer geklärt werden. Da aber ein Beschluss gefasst werden soll, gehe das aber nur in einem nicht öffentlichen Teil.
(Anmerkung: Aus dem Satz geht hervor, dass es ein Mann ist. Warum wird das geheim gehalten und eine längst nicht mehr in der Verwaltung arbeitende Frau vorgeschoben).

Monika Kilian schlug vor, jetzt einen Beschluss zu den beiden Erzieherstellen zu fassen und den Rest dann im nicht öffentlichen Teil. Margitta Decker wies darauf hin, dass die Beschlüsse immer öffentlich gefasst werden müssen.

Es wurde beschlossen, dass die Angelegenheit Datenschutzbeauftragte(r) jetzt sofort in einem nicht öffentlichen Teil verhandelt wird. Deshalb mussten die Zuhörer für diesen Part den Ratssaal verlassen.
Wir durften nach ein paar Minuten wieder rein.
Sebastian Meskes ließ zuerst über den Antrag von Jelle Kuiper, die IT-Stelle auf eine 0,8 Stelle zu kürzen abstimmen. das wurde abgelehnt.

Der nächste Antrag kam vom WBF die Beschlüsse zu teilen, dem wurde zugestimmt.

Sebastian Meskes verlas nun den ersten Beschluss für die Erzieherstellen. „Die Gemeindevertretung der Gemeinde Woltersdorf beschließt in ihrer Sitzung am 22.03.2018, dass der Stellenplan 2018 unter Ziffer „2. Tariflich Beschäftige“ entsprechend der beigefügten Anlage 2 wie folgt zu ändern ist:
2. In der Entgeltgruppe S 8a ist eine Erhöhung um 2,0 Stellen (von 14,90 auf 16,90) vorzunehmen.“ Dem wurde zugestimmt.

Sebastian Meskes verlas nun den zweiten Beschluss. „Die Gemeindevertretung der Gemeinde Woltersdorf beschließt in ihrer Sitzung am 22.03.2018, dass der Stellenplan 2018 unter Ziffer „2. Tariflich Beschäftige“ entsprechend der beigefügten Anlage 2 wie folgt zu ändern ist:
1. In der Entgeltgruppe E 9b ist eine Erhöhung um 1,0 Stellen (von 0 auf 1,0) vorzunehmen. Auch hier wurde zugestimmt.

  1. Alte Woltersdorferin

    Zitat: „Stefan Grams hatte etwas Probleme mit der Öffentlichkeit, da es ja um Personal gehe. … aber mit der IT-Vollzeitstelle habe er ein riesengroßes Problem. … Außerdem sollte auch der Datenschutz mit in diese Stelle integriert werden.“

    Nanu, frage auch ich mich beim Lesen des obigen Artikels, wozu braucht denn Woltersdorf noch eine IT-Vollzeitstelle ? Und welche, bei der letzten gründlichen Volks- und Gebäudezählung erfassten Daten für die EU sollen denn nun geschützt werden ? Und welche geschützten Daten sollen zukünftig im Überwachungs- und Abzocke-Deutschland zusätzlich noch erfasst werden ? Warum so ein Geheimnis daraus machen, wenn diese neue IT-Vollzeitbürokratiestelle zum erhofften Nutzen der Woltersdorfer Bürger geschaffen werden solle ? Doch wozu diese ständige Aufblähung von Verwaltungspersonals (seit 1990) mit ständig steigenden Gehältern und somit zunehmenden Personalkosten, die der Woltersdorfer mit zu tragen hat ? (Egal, von welchem Erwerbseinkommen oder Arbeitslosengeld, welcher Rente, dagegen der Woltersdorfer Bürger leben muss.) Fünf neue Angestellte sollen nun schon wieder eingestellt werden. Wegen chronischer Fluktuation oder wegen wieder neu geschaffener Arbeitsplätze zu einer perfekteren Bürokratie ? (Mag der aufgeblähte Bundestag dem sich empor reckenden Woltersdorf hier das beispielgebende Vorbild sein ? Doch endlos wachsender Größenwahn passt zum erträumten Wirtschaftswachstum. Natürliches Wachstum ist in der Realität begrenzt !)
    Hat sich die Gemeindeverwaltung nun mit ihren eigenen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zum Job-Center ihrer Parteien-Klientel entwickelt ? Und müssen deshalb zu ihrer vorgetäuschten Daseinsberechtigung (nämlich der Eintreibung und Verteilung von noch mehr Steuergeldern, bzw. der Selbstversorgung auf Steuerzahlerkosten) sowie auch der Verteilung der Kreisumlage an Lobbyisten und Sportvereine wieder mal neue Beschäftigungsplätze geschaffen werden ? Mit neuer Büroausstattung, zuzüglich schnellster, allerneuester Daten-Erfassungs-Technologie für den nieten-nagelneu zu erschaffenden Bürokraten-Arbeitsplatz ?

    Doch zu wessen Nutzen wollen die „überlastete“ Gemeindeverwaltung und eine Handvoll von kompetenter und vermutlich auch überforderter Gemeindeabgeordneter diese zusätzlichen Personalkosten den Woltersdorfer Steuerzahlern wieder mal aufbürden ?
    Ich vermute mal aufgrund aktueller Rechtsprechung des BVerfGs, dass es sich in dem Zusammenhang um eine geplante Grundsteuer-Erhöhung handeln könnte.
    Vermutlich könnten den macht-missbrauchenden und steuergeld-verschwendenden, dem Gemeinde-Volk dienenden Verwaltern, die auf die Einheitswerte der Grundsteuer (von 1935) zuzüglich aufgeschlagener Hebesätze der Gemeindeverwaltung von 400 %, nicht genug sein. Bangen sie nach dem Urteil des BVerfGs nun um ihre Pfründe, indem sie das Grundsteuer-Thema den Bürgern verschweigen, weil die Grundsteuerhöhe willkürlich und somit unrechtmäßig dem Bürger abgepresst wurde ? So schwelgen sie mit Scheinheiligkeit doch immer von großartigen Bauplänen für zu erwartende Zuwanderer, „Fachkräfte“ im niederen Dienstpersonalbereich als zu integrierende Siedler und auch zahlungskräftige Mieter mit deren zu erwartenden Groß-Nachwuchs fruchtbarerer Naturvölker. Und so verstehen sich auch immer die gutmenschlichen Wünsche, Visionen und Pläne seitens einiger Abgeordneter und Gemeindeamtsleiter/-Innen, wenn man ihre Interessenvertreter der kapitalistischen Immobilienbranche, der sozialistisch geprägten Lehrer und Erzieher, sowie der gut organisierten christlichen Gesundheitsindustrie kennt.

    Viele deutsche Bürger sind auch meiner Meinung, dass im deutschen Hoch-Steuerland die Grunderwerbsteuer, die Kfz- und Benzin-Steuer für anstehende Straßensanierungen zur Genüge ausreichen sollten.
    Schließlich steht von einer Grundsteuer auch nichts im Grundgesetz, außer sinngemäß, dass das Eigentum auch gesellschaftliche Verpflichtungen habe, gemäß Art.14 GG. Warum danach also nochmal regelmäßig Steuern auf den „erworbenen“ Grund und Boden, samt Bebauung als versteckte Vermögenssteuer erheben ?, fragt sich zu Recht das gebeutelte, deutsche Volk. Es gibt auch Länder in Afrika, Asien und Vorderasien, da werden gar keine Grundsteuern gezahlt. Da klappt alles auf freiwilliger Solidarität/Hilfsbereitschaft in der Gemeinschaft, in der Großfamilie, wie auch in der demokratischen Dorfgemeinschaft, ganz ohne Bürokratie. Und das seit Anbeginn der Zivilisation.
    Wenn die Gemeindeverwaltung mit den Steuereinkünften nicht auskommt, solle sie sich an die Bundesregierung wenden, deren inkompetente Volksvertreter nicht mehr wissen, wohin sie die überschüssigen Steuergeldeinnahmen noch in alle Welt nach Gutdünken ausschütten könnten. Es wird Steuergeld im Übermaß, mit vollen Händen überall hin zur Versandung verstreut, verplempert, verschossen, verpulvert. (Siehe die Inlandsvergeudung betreffend auch die jährlichen Berichte des Steuerzahlerbundes) Nur, beim deutschen Bürger, der das alles bezahlen muss, kommt kaum was zurück, von dem, was er einzahlen musste.

    Die kommunalen Leistungen, die (angeblich) mit der Grundsteuer finanziert werden sollten, sind dem einzelnen Bürger nicht mehr erkenn- und nachvollziehbar. Allein schon bei den Personalkosten für Woltersdorf ist die Kostentendenz ja steigend. Dagegen die Löhne/Gehälter der Werktätigen, die die Renten und das H4 bei steigenden Wohn- und Lebenshaltungskosten, stagnieren.
    Laufend werden Prestige-Objekte errichtet, von denen ein Großteil der 8673 Woltersdorfer Einwohner nichts hat, bzw. sie nicht wollte, weil sie diese nicht brauchen. Aber wir alle tragen die ständige Last der nachfolgenden Erhaltungskosten, die ja auch inflationär steigen.
    Den Straßenneubau samt neuer Beleuchtung und neuer Leitungsverlegung muss der Woltersdorfer seit der politischen Systemwende nun auch zu 90 % bezahlen. (Zu DDR-Zeiten trug der Staat als Eigentümer auch die Kosten des Straßenbaus. Eigentum verpflichtet zum Erhalt, galt auch in der DDR.) Mit welchem asozialem Recht des „hochgelobten“ Kapitalismus‘ erfolgt nun dieser anmaßende Griff ins Alterssicherungs- und Notsparbuch der straßen-anliegenden Bürger ?!
    Die Sanierung und Erhaltung des weltweit (!) genutzten Gemeindeeigentums, der Straßen und Wanderwege, wird aber seitens der Gemeindeverwaltung dennoch vernachlässigt, bzw. teilweise ganz und gar eingestellt, weil die willkürlichen Wucher-Rechnungen nicht mehr bezahlbar sind ? Obwohl die Gemeindeverwaltung auf dem zinslosen Sparkonto noch über 10 (?) Millionen €uros Steuergelder zusammengerafft hat, nach der möglicherweise jedes Planungsbüro für seine überteuerten und dennoch potthässlichen Protzbauten der modernen Künstlichkeit, gieren mag.

    1995 entschied das BVerfG, dass eine unterschiedliche steuerliche Belastung von Grundbesitz und sonstigem Vermögen mit Vermögensteuer nicht mit dem Gleichheitsgrundsatz (Art.3, Abs.1, GG) vereinbar sei. Somit wurde die Vermögensteuer mit Wirkung ab 1997 vernünftiger Weise nicht mehr erhoben. Das Gleiche sollte mit der Grundsteuer passieren, denn sie ist eine versteckte Vermögenssteuer. Die ja außer Kraft gesetzt wurde. Wozu also bereits Versteuertes noch mal zahlen müssen ? Das Gleiche gilt auch für die unrechtmäßige Erbschaftssteuer des bereits versteuerten Nachlasses, neid-erweckend auch „Vermögen“ genannt !
    Die Grundsteuer ist auch eine Sonderzinsabgabe, mit der das Menschenrecht (!) auf ein menschenwürdiges Zuhause besteuert wird. Kein anderes Lebewesen auf Erden muss eine Grundsteuer zahlen, nur der „besonders zivilisierte“ Mensch !

    Und wenn die untertänigen Schreiberlinge der Mainstream-Massenmedien noch so viel Neid, Missgunst und Hetze mit wiederholter Spaltung der Bevölkerung, eine erneute Existenz-Angst schüren, so missachten sie (aus Dummheit, niederen Beweggründen oder auftragsgemäß), dass das „Vermögen“ von einem Großteil der Deutschen fast zu 100% ihres versteuerten Einkommens, ihrer zusätzlichen Arbeitskraft und abgerungenen Erholungs- und Freizeit (und auch von deren Großeltern, Eltern, Geschwistern, Kindern, Enkeln, … ) in eine selbst genutzte Immobilie, einem Eigenheim, einem Zuhause investiert worden ist. Und suggerieren dem unwissenden Volke weiterhin durch Aufzählung verschiedener Besteuerungsmodellen, dass das BVerfG keine andere Option offen gelassen hätte, als eine generelle Zwangs-Grundversteuerung, dem „Vermögen“ von Grund und Boden und dem Wohnhaus.
    Denjenigen, deren wachsendes Vermögen aber in Aktienpaketen steckt, bleibt das tatsächliche Vermögen nämlich steuerfrei. Auch die Mietwohnungen sind für viele Vermieter steuerfrei, da sie die Grundsteuer ja (nach Recht des Stärkeren) auf die Mieter umlegen können. (Die DDR-Sozialwohnungen sind ja von den nachfolgenden Immobilienhaien leider abgerissen worden.)

    Nun mal im Klartext: Als SUBSTANZ-Steuer widerspricht die Grundsteuer dem Prinzip der Besteuerung nach LEISTUNGS-Fähigkeit. Punkt. Denn eine Immobilie macht einen Eigentümer/Besitzer nicht automatisch reich. Wer in seinem Häuschen wohnt, hat keinen Mehr-Wert, außer im Falle des Verkaufs. Doch da kassiert ja der Landesfiskus schon die Grund-Erwerbssteuer ab.
    Wo die Immobilie ein Gewinn bringt, ist die Besteuerung der Erträge aus ihrer wirtschaftlichen Verwertung gerecht. Dies auch vor dem Hintergrund der Tatsache, dass der Bürger die Immobilie mit bereits versteuertem Geld bezahlte.
    Doppel-Besteuerung käme einer Doppel-Bestrafung für die selbe Tat gleich. (D.h. ein Täter darf für dieselbe Tat nicht zweimal bestraft werden. – Besteuert wird er aber immer und immer wieder, bis seine Immobilie mal wegen der hohen Steuerlast vernichtet sein wird, wie bspw. auch in den „vorbildlichen“ USA. Oder nach kommunistischer Wunschvorstellung der allgemeinen Gleichmacherei ?)

    Was käme als nächstes ? Eine zusätzliche Kopfsteuer in die Gemeindekassen ? Daher vermutlich also der forcierte Massenzuzug nach Woltersdorf ? Plant man schon näheres ?
    Dieses lebensqualität-vernichtende Verdichten der lebensnotwendigen Lebensräume der Menschen Deutschlands, mit Reduzierung der daseinsberechtigten freien Natur muss endlich aufhören !!!
    Das ginge bestens, wenn sämtliche Steuern, die OHNE Bezug von GELDEINNAHMEN stehen, abgeschafft werden würden. Die Lücke muß durch Ausgabendisziplin und Rationalisierung der Gemeindeverwaltung wieder ausgeglichen werden. Denn das klappte doch früher, mit dem biblischen Zehnten auch !
    Ein Eigenheim mit Gartenland (Immobilie), ist ein Schutz vor den Unbillen des Wetters, ist ein den individuellen Bedürfnissen angepasstes Nest um den Nachwuchs groß zu ziehen, ist ein Hort der Erholung und Schöpfung von Schaffenskraft mit fruchtbarem Gartenland zur teilweisen Ernährung der Familie oder Sippe – ist also ein Menschen-Recht !

    Soll dieses gottgegebene Menschenrecht, dass uns ca. 82,5 Mill. deutschen Einwohnern mit einer rapide zunehmenden Bevölkerungsdichte durch Zuwanderung, Ansiedlung und Vermehrung, pro qkm Lebensraum, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern der EU, der Kontinente und der Welt, immer mehr beschnitten werden ?
    Wollen wir nur hoffen, das die vom BVerfG angemahnte Reformation der Grundsteuer auch eine Re-Formation wird. Im wahrsten Sinne des Wortes: Re=zurück mit der deformierten Formation aller Steuern Deutschlands, insbesondere der Grundbesitz-, Vermögens- und Erbschaftssteuer eines besseren Deutschlands !

  2. Neuer

    Im „Spreejournal“ vom 6.4.2018 gibt es zum Thema Personalkarussell einen interessanten Artikel!
    Der Leistungsträger Porsch kümmert sich so nebenbei um die GWG, die Bürgermeisterin um die Straßenbahn, da offenbart sich Einsparungspotenzial ohne Ende!
    “ ….läuft….“, so sagt man doch heute!
    Personaltausch bedeutet “ Sicherung“ der Hausmacht. Versteht man! Geflüstert wird so manch anderes. Siehe Kommentare der Gemeindevertreter. So manch alte Fehde aus Rüdersdorfer Zeiten sollen auch eine gewisse Rolle spielen.
    Wenn der Personaltausch im Rathaus vorbei ist, könnte man sich ja wieder aufs Arbeiten konzentrieren. Dafür gibt’s die „Kohle“!

  3. Verum

    Das Personalkarusell dreht sich wie verrückt!
    Wer hat noch nicht, wer will noch mal.
    Wer fällt da wohl als nächstes vom Karusellpferd?

    Alle Bewerber sollten Ihren Blog ausführlich lesen und gut überlegen.
    Das Rathausumfeld scheint ja was Krankheiten betrifft ein besonderes privilegierter Ort zu sein.

    Oder man hält es wie ein Amtsleiter mit dem Sinnbild der drei Affen … (nichts sehen, hören, sagen)

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