Sodom und Gomorra im Rathaus

16.04.19 Es hat noch eine Erweiterung im Text gegeben, um 18:20 Uhr. Kursiv dargestellt.

Seit geraumer Zeit frage ich auf diesem Blog immer mal wieder nach den vielen Freigestellten, die bei der Gemeinde Woltersdorf, oft jahrzehntelang, beschäftigt waren. Angefangen hat diese in Deutschland verpönte amerikanische Praxis des hire and fire mit der Wahl der von „Unser Woltersdorf (UW)“ kräftigst favorisierten Margitta Decker zur Bürgermeisterin. Warum verschwanden bei Margitta Decker so viele Verdienstvolle in der Versenkung. Beschämend ist auch das Verhalten der überwiegenden Mehrheit unserer Gemeindevertreter, die fast grundsätzlich alles abnickten, was ihnen vorgesetzt wurde.

Hier einmal eine Aufstellung der Personalquerelen, die Darstellung ist wohl unvollständig, denn leider halten die Betroffenen mehrheitlich die Füße still. Hinzufügen können wir unter Umständen unseren jetzigen und seit längeren verschollenen Kämmerer Harald Porsch. Auch bei dieser Personalie eiert die Bürgermeisterin um den heißen Brei, unfähig klare Worte zu finden. Braucht sie auch nicht, unsere Gemeindevertretung ist leicht mit Grimms Märchen zufriedenzustellen.

Das Amt Woltersdorf im Wandel der Zeiten

Eine Ausnahme gab es Gott sei Dank; Mandy Suhrbier. Sie gab mir die Möglichkeit ein Schreiben von ihr am 12. März 2019 zu veröffentlichen, deren öffentliche Verlesung in der Gemeindevertretung Frau Decker schärfstens widersprochen hatte, leider erfolgreich, aber bei unseren Gemeindevertretern völlig verständlich. Das Schreiben ist hier zu lesen:

Mandy Suhrbiers Rehabilitation


Danach wurde es noch von Kümmels Anzeiger veröffentlicht.

Bürgermeisterin Decker widersprach der Darstellung von Mandy Suhrbier in öffentlicher Sitzung, bei wieder heftiger Unterstützung durch „Unser Woltersdorf (UW)“, obwohl sie wissen musste, dass die drei Anzeigen wegen Untreue – private Nutzung eines Dienstwagens; Gleichzeitiger Bezug von Gehalt und Krankengeld und Auszahlung von nicht abgegoltenem Urlaub – von der Staatsanwaltschaft eingestellt wurden. Denn erst auf eine Beschwerde hin, wurde das Verfahren wieder aufgenommen, aber nur noch zum letzten der drei Anzeigevorwürfe. Obendrein gibt es eine Auseinandersetzung beim Arbeitsgericht, weil Mandy Suhrbier fristlos entlassen wurde.

Einen Kommentar habe ich bekommen, auf diesem Blog zu lesen, in dem der Verfasser sich zu einer Einstellung äußert: „War die Stelle der Werkleitung nicht mit E11 ausgeschrieben? Nun ist sie plötzlich eine E12. Mal schnell 500 Euro mehr, ist das der Judaslohn? Bei Dir Bernd hab ich da nix gelesen war das kein Thema oder sollte kein Thema sein?“ Rückfrage von mir: „So etwas gib es nicht öffentlich. Sonst würde ich darüber berichten. Was heißt denn Judaslohn? Email: info at bernd-wohlers.de“ Kommentator:“Bei Anzeigen“. Ende.
Das kann ich nur so, unkommentiert, wiedergeben.
(Nachtrag: Ich bekam die Bestätigung. Stellen-Ausschreibung Werkleiter vom 26.03.2018 Eingruppierung nach E11 TVöD-VKA. Im Investitionsplan findet sich der Werkleiter mit E12 wieder)

Jedenfalls, in unserem Rathaus, da ist was los, seit Margitta Decker Bürgermeisterin ist: Vielleicht sollten bei der nächsten Beschaffungsmaßnahme Schleudersitze fürs Personal angeschafft werden. Was kostet das alles der Gemeinde, diese ganze Prozessiererei umd Abfinderei – zehntausende oder hundertausende Euros – wir haben es ja, dank dem Jahresabschluss 2013 und unsere Gemeindevertreter werden es wieder verständnisvoll abnicken.

Ein Gedanke zu „Sodom und Gomorra im Rathaus

  1. Neuer1

    Lügnerin im Bürgermeisteramt?

    Aus dem Protokoll der Sitzung der Gemeindevertretung vom 04.04.2019

    Herr Ponsel Liegen die Einstellungsbescheide der Staatsanwaltschaft in Sachen Suhrbier vor? Bernds-
    Journal hat eine Stellungnahme von Frau Suhrbier veröffentlicht, in der sie die Einstellung
    der Verfahren mitteilt.
    Frau Decker Die Erklärung von Frau Suhrbier wurde auch in einem Anzeigenblatt eines Gemeindevertreters
    veröffentlicht. Sie entspricht in folgenden Punkten nicht den Tatsachen:
    „Gegen meine Person wurden in Sitzungen der Gemeindevertretung und ihren Gremien,
    zum Teil sogar in öffentlicher Sitzung, strafrechtlich relevante Vorwürfe durch Bürgermeisterin
    Decker erhoben.“ Diese Behauptung ist unrichtig.
    „…die nicht den Tatsachen entsprechen.“ Diese Behauptung ist unrichtig.
    „In der Folge hat die Bürgermeisterin zwei Strafanzeigen gegen Frau Suhrbier gestellt.“ Diese
    Behauptung ist unrichtig.
    „Im Ergebnis dessen sowie um Frau Mandy Suhrbier hiermit öffentlich zu rehabilitieren,
    wird mitgeteilt, dass beide Ermittlungsverfahren nach gründlicher Prüfung der Staatsanwaltschaft
    im Oktober des letzten Jahres eingestellt wurden.“ Diese Behauptung ist unrichtig.
    „…da kein hinreichender Tatverdacht besteht.“ Diese Behauptung ist unrichtig.

    Aus der MOZ vom 16.04.2019

    Die Staatsanwaltschaft hat nach Auskunft von Sprecher Ingo Kechichian die Ermittlungen gegen Mandy Suhrbier am 1. Oktober 2018 eingestellt, und zwar, weil die Vorwürfe entkräftet worden seien. Kechichian spricht von drei Vorwürfen, die Gegenstand der Ermittlungen waren: Untreue, in Form von nicht genehmigter privater Nutzung eines Dienstwagens; gleichzeitiger Bezug von Krankengeld und vollem Gehalt; und schließlich habe sich Mandy Suhrbier nicht abgegoltenen Urlaub ausbezahlen lassen.

    Die Ermittlungen, sagt Kechichian, seien indes am 26. März 2019 wieder aufgenommen worden, und zwar, nachdem am 19. Februar eine Beschwerde über die Einstellung eingegangen sei. Allerdings werde nur noch zum dritten Vorwurf ermittelt. Margitta Decker erklärt dazu, sie habe lediglich bei der Staatsanwaltschaft nachgefragt, und zwar motiviert durch die Veröffentlichung von Mandy Suhrbier in einem Anzeigenblatt. Überhaupt reagiert die Bürgermeisterin nach eigenem Verständnis nur, dazu habe sie sich bei der Datenschutzbeauftragen des Landes informiert: „Wenn Frau Suhrbier selbst mit einer Aussage in die Öffentlichkeit geht, darf ich zumindest klarstellen, ob diese Behauptung unrichtig ist. Mit der Darlegung des richtigen Sachverhaltes allerdings würde ich neue personenbezogene Daten in die Öffentlichkeit bringen – das dürfte ich nur, wenn Frau Suhrbier dem ausdrücklich zustimmt“, teilt die Bürgermeisterin der MOZ mit.

    Zwei Ermittlungsverfahren wurden doch eingestellt, weil die Vorwürfe entkräftet wurden (lt. Staatsanwaltschaft) Warum sagt da die Bürgermeisterin die Unwahrheit in öffentlicher Sitzung?

    Sie hat ja ihre Aussage zu Protokoll in der Sitzung der Gemeindevertretung gegeben, schwarz auf weiß.
    Die Lüge ist aufgefolgen

    Augen auf was aus dem Rathaus kommt.

Kommentare sind geschlossen.