Sie planen die Rente mit 69

Rente mit 65, dann mit 67 und jetzt soll’s 69 werden, geht es nach unseren Wirtschaftsweisen dann ist es 2060 soweit. Es ist weitgehend Konsens, die Bevölkerung altert und mit der Geburtenrate sind die Deutschen auch im Rückstand, wir schrumpfen halt. Halten sich Zu- und Abwanderung die Waage, muss Deutschland mit 24 Millionen Einwohnern weniger auskommen. Wirtschaftlich wird der demografische Wandel verkraftet, wenn eben die Weichen rechtzeitig gestellt werden. Nur bei der Rentenversicherung ist es zwingend notwendig, zu Lasten der Bevölkerung umzubauen und oh Wunder – Beamte werden dabei nicht verschont. Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Es war einmal ein Deutschland, da gab es Vollbeschäftigung, die Menschen machten die Arbeit und konnten sich davon ernähren. Heute schaffen Maschinen und Computer, der Mensch ist in vielen Sparten fast überflüssig geworden, bekommt keinen Job und keinen Lohn, zahlen keine Rentenbeiträge. Die Frustrierten finden sich als Hartzler wieder und kosten der Gemeinschaft Unsummen.

Einst gab es ein Schulsystem: Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Um die 90 Prozent der Schüler durchliefen die Hauptschule, die reichte für fast alle handwerklichen Berufe. Zwischen 14 und 16 Jahren waren die Jungen mit der Schule fertig, gingen arbeiten und zahlten mit weit unter 20 Jahren Rentenbeiträge. Heute können wir uns eines recht undurchsichtigen Schulsystems rühmen. Mit Hauptschule läuft gar nichts mehr, dass reicht nicht mal zum Straßenfeger, da braucht es mindestens einen Realschulabschluss, Gymnasiasten werden vorgezogen. Die Folge ist, die meisten jungen Leute sind 20 Jahre und älter bevor sie auch nur einen Euro verdienen und in die Rentenkasse einzahlen.

Wenn der Trend dahin geht, dass die Jugend erst im reifen Alter mit der Arbeit beginnt, dann ist es doch auch logisch, das sie diese Jahre nachholen muss, eben bis 69 und mehr.

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