Seniorenbeirat – kein glanzvoller Anfang

„Vom Mitteilungsblatt erwarten wir sachliche und ehrliche Informationen, Berichte und Nachrichten zum Geschehen in der Gemeinde und der Gemeindeverwaltung. Dazu gehören auch Informationen, die den Gemeindevertretern nicht immer gelegen kommen.“ und weiter, „Auch der Bürgermeister hat in diesem Staat ein Recht auf freie Meinungsäußerung, eben wie jeder Bürger…“, die Verfasser fahren fort, „Ein Maulkorb für wen auch immer, ist da nicht angebracht. Es erfolgte der Vorwurf, die Kolumnen seien ‚unerträglich‘.“ und dann noch, „…haben wir ein Recht auf unzensierte Information…“.

So schreibt unser neuer Seniorenbeirat, dessen Gründungsvater Teltow am Abend vor der Gründelei mit dem Bürgermeister übte, an die Gemeindevertretung. Ein Brief ist erst einmal vertraulich, der Inhalt darf ohne die Zustimmung aller in dem Brief genannten Absender nicht veröffentlicht werden, da greifen Datenschutz, Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht. Unsere „DIE LINKE“ veröffentlichte den Brief auf seiner Webseite mit allen Unterschriften, ich gehe mal davon aus, sie wissen was sie tun.

Interessant ist, wie lustvoll der Seniorenbeirat über die herfällt, die seine Gründung erst ermöglichten, obwohl allen Vertretern von CDU/FDP, SPD und WBF bekannt war, dieser Beirat ist eine weitere Vogel-Gründung. Da haben die Gemeindevertreter demokratisch entschieden, obwohl sie wussten, was gespielt wurde. Erster Einsatz der Senioren, Vogel passt der vorübergehende Stopp seines Mitteilungsblattes nicht und schon braust die neue Heerschar des Bürgermeisters heran und fällt voller Undank über seine Geburtshelfer her.

Über den unerträglichen Stil des Bürgermeisters in seinem Mitteilungsblatt und die völlig geschmackslose Verwendung eines Fotos von Walter Ulbricht für seine Zwecke, wollen wir nichts weiter sagen. Die letzten Mitteilungsblätter gaben tiefe Blicke in Vogels Charakter frei.

Die gemeinsame Verwendung bestimmter Vokabeln, wie „Maulkorb“, „Kolumne“ und die vielen, sich verblüffend ähnelnden Aussagen zum gleichen Thema im ähnlichen Zeitrahmen, sprechen eine sehr deutliche Sprache. Beispielhaft werden hier genannt, der Hauke-Verlag aus Erkner mit „Kümmels Anzeiger“ und „Fürstenwalder Zeitung“, das „Neue Deutschland“ (einst SED Zentralorgan), die Webseite von „Die Linke“ (KPD-SED-PDS-Die Linke, immer wieder im neuen Kleid, der Inhalt blieb immer gleich). Ins gleiche Horn stößt auch die Volkssolidarität (im Okt. 1945 in der SBZ (spätere DDR) gegründet), einer Organisation, der eine ausgesprochene Nähe zur Partei „Die Linke“ nachgesagt wird. Wie wir wissen, ist unser Bürgermeister und seine Grünen engstens mit „Die Linke“ verbunden, sie sind sozusagen siamesische Zwillinge.

In dem Milieu richtete sich unser Seniorenbeirat ein. Aus der Ecke bellt er gegen demokratische Entscheidungen. Entscheidungen – Plural? Ja, unseren lauschigen Senioren in ihrem Vogel-Beirat dürste es nach weiteren glanzvollen Taten. Eine weitere demokratische Entscheidung wurde verbellt. Natürlich wieder voll auf der Vogel-Linie!

Der Kita-Umbau. Der Bürgermeister schlägt Kapriolen, ihn zu verhindern. Die Linke trällert sich heiser. In der „MOZ“ (ehem. SED-Blatt) und im „Kümmels – Anzeiger“ wurde der öffentliche Brief eines Alten (ehem. SED Mitglied, Führer einer Betriebskampfgruppe, Ausbilder Wehrunterricht – Part Zivilverteidigung) gegen den demokratisch beschlossenen Kita-Umbau veröffentlicht. Hier, beim Schulterschluss mit Vogel, durfte der Seniorenbeirat nicht fehlen. Glanzvoll stürmte er gegen demokratische Barrikaden. Seine Waffe – ein Brief – wieder ein Brief. Laut las Frau Taubert vor, 14 Senioren aus dem Wohnkomplex am Rathaus haben sich an den Seniorenbeirat gewandt, um Hilfe gebeten. Sie hätten Angst, Verkehr, Straßenbahn, Geschäfte und nun auch noch Kinder – nicht auszuhalten. Nicht mehr nutzbare Balkone, keine frische Luft mehr. Sie seien auf den ruhigen Innenhof und die Gänge angewiesen, weil sie keine Spaziergänge mehr im Dorf unternehmen könnten.

Der Brief, ich halte ihn in der Hand, trägt nicht eine einzige Unterschrift, nicht eine Einzige. Er wurde aber von 14 Senioren unterschrieben, sagte die Sprecherin des Seniorenbeirats im Sozialausschuss. Nicht einmal eine Absenderangabe enthält er. Wo sind die Unterschriften? Will ich ein Dutzend Leute überreden, etwas für mich zu unterschreiben, da muss ich mir gehörig die Hacken ablaufen, um vielleicht zum Ziel zu kommen. Von alleine sind die Senioren, meiner Meinung nach, nicht gekommen, wenn sie denn überhaupt gekommen sind.

Mehr hat er wohl bisher, seit seiner Gründung, nicht auf die Beine gestellt, der Seniorenbeirat. Zweimal gegen demokratische Beschlüsse des Parlaments angerannt. Partei ergriffen, für Vogel, für Die Linke. Senioren, die sich mit dieser politischen Aufgabenstellung des Beirats nicht anfreunden können, von wem werden sie vertreten? Fühlt sich doch dieser Seniorenbeirat dem Gebot der Neutralität, das für solche Institution gilt, bisher nicht verpflichtet.

Arbeit will entlohnt werden, auch schlechte. Wie sieht es aber mit der Entlohnung von Ehrenamtlichen aus? Da wird der Lohn Aufwandentschädigung genannt. Fast nirgends gibt es etwas, ich bekam in früheren Jahren beim Roten Kreuz das Geld für die BVG Karte, mehr nicht.

Einige gibt’s, die wollen mehr, zum Beispiel unser Seniorenbeirat möchte seinen Aufwand bestens entschädigt wissen. Wer zulangt, soll richtig zulangen, dachten die Damen und Herren des Seniorenbeirats wohl und bescheinigten sich einen Wert von 3400 Euro für 2013. Sechs Mitglieder hat der Seniorenbeirat meines Wissens, das macht jährlich 500 Euro Aufwandsentschädigung pro ehrenamtlichen Senior im teuren Beirat. Bleiben noch 400 Euro für Papier, Tinte und abgelaufene Schuhsohlen, die man sich beim Sammeln, von bisher fehlenden Unterschriften, holen kann. Von den Zuschüssen des Landes und/oder des Kreises für Seniorenbeiräte wollen wir gar nicht erst reden.

  1. Bernd

    Ulbrichts Abbild in Bürgermeisters Mitteilungsblatt, Vogels Postille für Eigenwerbung. Zum Menschenschinder Ulbricht drei vielleicht nicht so bekannte Details. Am 27. Jan. 1931 sprach Ulbricht auf Einladung der NSDAP auf einer derer Versammlungen. Goebbels, der Einladende, schrieb hinterher in sein Tagebuch; „Mindestens 1000 Kommunisten sind da, Ulbricht verzapft einen gräulichen Mist.“ Anschließend große Saalschlacht zwischen KPD und NSDAP. „Großes Tohuwabohu“, schrieb Goebbels; Großes Tohuwabohu hatten wir auch im letzten Hauptausschuss.

    Noch einmal Geschichte; Bei einem großen Streik der BVG, einer von vielen Sargnägeln der Weimarer Republik, bildeten Nazis und Kommunisten ein gemeinsames Streikkomitee. Vereinbart von Goebbels und Walter Ulbricht, dem DDR „Friedensfürsten“, im Nov. vor 80 Jahren.

    Noch ein Gesicht des Walter Ulbricht. Sein Stasiminister Erich Mielke – ein zweifacher Polizistenmörder. Die Polizisten Paul Anlauf und Franz Lenck wurden am 9. August 1931 am Bülowplatz von Mielke und seinem Kumpan Erich Wichert ermordet. Der dritte Polizist, August Willig überlebte mit einem Bauchschuss. Mielke war Mitglied der KPD und damals Redakteur der „Roten Fahne“. Ulbricht war damals Leiter der KPD-Berlin.

    Also wer meint, mit Walter Ulbricht in seinem Mitteilungsblatt zu protzen, der muss sich auf ein Redaktionsstatut einstellen. Oder wußte der Bürgermeister von Woltersdorf nicht, wer der verblichene KPD-SED Chef war? Hat er nie von dessen Untaten gehört?

    1. Minerva McGonagall

      Die DDR-Kommunisten haben immer vermieden, auf diese Hintergründe hinzuweisen, sondern sich stattdessen als die ersten und einzigen Verfolgten dargestellt. Für die KPD waren 1933 die Hauptgegner die Sozialdemokraten und eben nicht die NSDAP.
      Im Lagersystem der Nationalsozialisten haben die inhaftierten Kommunisten eine privilegierte Sonderrolle gespielt, haben die innere Lagerstruktur als Handlanger für die SS organisiert.
      Die KPD mit ihrer straffen leninistischen Parteistruktur hat in den Lagern dafür gesorgt, dass KPD-Mitglieder an allen Stellen der internen Lagerverwaltung entscheiden konnten, wer in welches Arbeitskommando kam, wer in Todeslager deportiert wurde, wer welche zusätzlichen Essens-Rationen, und letztlich auch Zugang zu den Zwangsprostituierten (Inhaftierte Frauen aus Ravensbrück) in den einzelnen Lagern hatten.
      All das ist sehr gut erforscht und dokumentiert.
      Hier nur ein Beispiel: in Buchenwald sind mindestens 59.000 Menschen umgekommen, Menschen aus allen Europäischen Völkern, Menschen mit unterschiedlichen politischen, religiösen und sexuellen Prägungen.
      Unter den Ermordeten waren aber nur 70 (in Worten: siebzig) KPD-Mitglieder.
      Inhaftiert waren bis 1945 aber tausende deutsche Kommunisten, von denen fast alle wegen ihrer guten Kontakte zur SS überlebt haben.
      Nach 1945 war die Vorgängerpartei der Linken die, die sich wie keine andere Partei im Nachkriegsdeutschland um NSDAP-Mitglieder und SS-Leute gekümmert und sie integriert hat.
      Entgegen der offiziellen Propaganda, wurden an Altnazis hohe Posten, Ministerämter… vergeben.
      Und bis zum Ende der DDR saßen stramme Altnazis in der DDR-Volkskammer.
      Wundert uns jetzt noch, dass das Woltersdorfer Vögelchen so eine Nähe zu den einen und den anderen pflegt ?
      Die Grünen sind, meiner Meinung nach, eine Gründung von kommunistischen Kadergruppen, Altnazis und braunen Esoterikern.
      In ihrer ganzen Zielsetzung totalitär.

      Gnade uns Gott, sollten diese Leute eines Tages unser Land regieren.

      Minerva

  2. Friedrich

    Ein Jugendbeirat wäre sicher eine Bereicherung und brächte frischen Wind in die Gemeinde.
    Die Gemeindevertretung ist ausreichend mit älteren Bürgern besetzt, was brauchen wir da noch eine bezahlte Therapie für gelangweilte Rentner ?

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