Rundfunkfreiheit

Radio und Fernsehen, unzählige Programme und alle bringen wenig – zu wenig für das, was der Empfänger jeden Monat dafür abdrücken muss. Uraltkonserven aus der Gründerzeit wechseln sich mit Sendungen ab, die vorgeben Wissen zu vermitteln. Alles wird getoppt von Schnulzensängern und unzähligen Kommissaren, deren Ermittlungen zum Kräuseln sind. Der seichte Müll wird von den Bossen der Rundfunk und Fernsehanstalten gesteuert. Die Bosse wiederum sind Befehlsempfänger der Rundfunkräte. Die Posten der Rundfunkräte werden in der Hauptsache von Politikern besetzt. In Hessen z.B. dominiert der hessische Ministerpräsident Koch das ZDF, dort  musste Chefredakteur Nikolaus Brender gehen, er passte dem Herrn Silvio Koch nicht ins Konzept. Also starteten die schwarzen Rundfunkräte den größten Angriff seit Bestehen der BRD auf die Freiheit der Medien. Leider mit Erfolg. Politiker sind es, die letztendlich bestimmen, was dem Volk zum Sehen und Hören vorgesetzt wird. Eine Suppe, die möglichst nicht zum Denken anregt, so war ’s immer, so wird ’s immer bleiben. Ich sehe da keinen Schimmer Hoffnung, außer dass die CDU/CSU mal total abgewählt wird.

Anders in Amerika. Die Amerikaner misstrauen ihren Politikern und dem Staat. In den USA, da gibt es die wirkliche freie Meinungsäußerung. Die Sender sind privat, werbe- und gebührenfrei, sie  bekommen keinen Cent über eine  politisch gewollte GEZ.  NPR – National Public Radio, ein überregionales Sender-Netzwerk reicht von Antlanta bis Anchorage, von Miami bis Portland. Die 800 Mitglieder des Netzes finanzieren sich fast ganz über Spenden. Spenden bekommt die Sender aber nur, wenn sie gut sind.

Hier in Deutschland ist Qualität unwichtig, ob gut oder schlecht, das Geld rollt ohne Ende über die GEZ, da passen die Parteien schon auf. Armes Deutschland, wo hast du deine Rundfunkfreiheit gelassen.

  1. Inge

    Ich finde das amerikanische System sehr gut. Sollte man auch in Deutschland einführen. Vielleicht bekommen wir dann endlich mal ein anständiges Programm

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