Photovoltaik – ein Milliardengrab

In dem Artikel „Die Milchkaffee-Lüge“ beschäftigt sich „Der Spiegel“ diese Woche mit der Öko-Wende in Deutschland. Einige Stichpunkte des Artikels habe ich hier zusammengetragen:

Es herrscht Gründerstimmung im Deutschland der Energiewende. Kaum eine Woche ohne Grundsteinlegung für einen neuen Solarpark, Biogasanlage oder Windrad. Die Kilowattstunde Strom wird mit Öko nur einen Cent teurer so Philipp Rösler (FDP). Beim Durchschnittshaushalt macht das gerade mal einen Milchkaffee pro Monat, sagte Norbert Röttgen (CDU). Die Fachleute des RWI schätzen dagegen eher auf fünf Cent. Von wegen Milchkaffee höhnte Manuel Frondel vom RWI und meint es könnten 175 Euro im Jahr werden.

Vor allem die Photovoltaik gilt inzwischen als Milliardengrab. Sie erhält fast jeden zweiten Euro aus dem Öko-Fördertopf, trägt aber nicht einmal ein Zehntel der Ökostromproduktion. „Wir versenken Milliarden in eine Technik, die am wenigsten bringt“, meinte Fritz Vahrenholt, Chef der RWE Ökostrom-Tochter Innogy. „Unter Klimagesichtspunkten handelt es sich bei jeder Solaranlage um eine Fehlinvestition“, sagte Joachim Weimann von der Uni Magdeburg.

Deutschland exportiert kaum noch Strom, der einst im eigenen Land produzierte Atomstrom kommt nun vor allem aus Tschechien und Frankreich und ist natürlich teurer.

Spiegel-Zitat: „Innerhalb der Bevölkerung wandert das Solargeld zudem quasi von unten nach oben, von Arm zu Reich. Wer zur Miete in der Etagenwohnung lebt, bezahlt für das Solardach des Eigenheimbesitzers. Holger Krawinkel vom Verbraucherzentrale Bundesverband drückt es so aus: Die normalen Bürger begleichen jetzt die Zeche.“

Soweit gerafft der Artikel im Spiegel Nr. 30, Seite 68, eine empfehlenswerte Lektüre für Abgeordnete, die sich Gedanken über Solarstrom machen. In Woltersdorf taucht das Gespenst Photovotaikia ja auch immer wieder mal auf, seitdem ein Mitglied des Mittelstandsvereins die Flachdächer der FAW und der Mehrzweckhalle als Eurograb ins Auge fasste.