Parteifreunde

Es war einmal vor geraumer Zeit in Woltersdorf. Der Vorsitzende des Finanzausschusses erkrankte, lange, über Monate konnte er den Vorsitz nicht wahrnehmen. Für ihn sprang ein Stellvertreter ein, bescheiden nannte er sich auch nur Stellvertreter und händelte den Job bis der Vorsitzende zurückkam. In der ganzen Zeit gierte Niemand nach seinem Posten, Niemand sägte an seinem Stuhl, er hatte Glück, gehörte einer Fraktion (CDU) an, für die der Begriff Anstand nicht nur eine Worthülse war.

Jetzt ist die Vorsitzende des Bauausschusses erkrankt, sie wird viele Monate fernbleiben müssen. Ihre Fraktion (Die Linke) händelt die Dinge ganz anders als einst die CDU. Für die Vorsitzende wird kein Stellvertreter gestellt, der für sie die nächsten Monate dem Bauausschuss vorsteht. Nein, sie wird einfach ins Abseits gestellt und ein neuer Vorsitzender benannt, die Kommunalverfassung gibt es angeblich her. Da kann ich nur sagen, wer Linke Parteifreunde hat, der braucht keine Feinde mehr.

  1. D.Stagge

    Betrachte doch gedanklich einmal den, der bei den Gegebenheiten bereit ist als neuer Vorsitzender mitzuspielen.

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