Papa weg, was nun?

Papa wegGehen Beziehungen auseinander, leiden auch die in der Gemeinschaft lebenden Kinder darunter. Solch einen Familien-Zusammenbruch gab es jetzt in unserer Familie. In Dresden kollabierte die kleine Familie meiner Tochter Janina. Sie kam mit ihren beiden Kindern Étienne (4) und Felicite (1) zurück nach Berlin, während Erik, der Vater, an der Elbe zurückblieb.

Angekommen im neuen Zuhause ergab sich schnell ein neues Problem. Étienne wollte wissen, wann kommt der Papa, warum ist er nicht mitgekommen und, und, und. Wie erkläre ich dem kleinen Mann warum sein Vater auf einmal nicht mehr zum Lebensumfeld dazugehört, ging es Janina durch den Kopf. So, die richtige überzeugende Antwort fiel ihr nicht ein und das Vertröstende: Papa kommt später nach, der hat noch in Dresden zu schaffen, nutzte sich auch rasch ab.

Eine Freundin brachte sie auf die richtige Fährte als sie mit ihr über das sie bedrückende Thema sprach. Die Freundin hat auch Kinder und ein ähnliches Problem, ihr half ein Buch. Ein Buch in dem Trennung kindgerecht erklärt wird. Janina kaufte das Buch: „Fips versteht die Welt nicht mehr“. In dem Buch erzählt der alte Wolfsbernhardiner Bruno dem kleinen  Dackelterrier Fips, wie sich seine Eltern stritten, bis sie glauben es geht nicht mehr zusammen und jeder seiner Wege ging. Janina las Étienne die Geschichte einige Male vor und abends nimmt der Junge das Buch mit ins Bett und sieht sich die Bilder an. Geholfen hat das Buch sehr, Étienne ist auf seinen Papa nicht mehr sauer und telefoniert schon wieder mit ihm und als Papa zu Besuch kam, war es für die Kinder ein harmonischer Tag.

Jedem, den ein ähnliches Problem plagt, kann ich dieses Buch als nützliche Hilfe empfehlen:

„Fips versteht die Welt nicht mehr“, Wenn Eltern sich scheiden lassen von Jeanette Randerath und Imke  Sönnichsen, ISBN 978 3 522 43542 0, Thienemann Verlag GmbH Stuttgart/Wien.

  1. Bernd

    Deine Glückwünsche werden die Drei nötig haben, mit dem HartzIV ist eine schöne Kindheit ganz schön schwer.
    LG Bernd

  2. Marsav

    Oh – naja, Ihr habt wenigstens den richtigen Weg eingeschlagen. Find ich super!
    Viel Glück für einen Neuanfang für die Drei.

    LG Roswitha

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