Outdoor live – Rüdersdorfer Straße – Woltersdorf


Der einseitige Fußweg auf der Rüdersdorfer Straße in Woltersdorf, zwischen Fährweg und Stolpbrücke ist nur noch eine Freude für Outdoor-Fans. Seit einem Jahr wird an der Ecke Fährweg gebaut, der Aufstieg zum Fußweg auf einer Anhöhe gelegen, war in dieser Zeit oft beschwerlich.
Jetzt wird an der anderen Seite der Anhöhe wieder gebaut, diesmal zum Vorteil der Fußgänger. Bis zur Hälfte des Aufstiegs wurde in privater Initiative eine Treppe aus Beton gebaut. Der Dank der Nutzer sei dem edlen Spender gewiss. Für die restliche Hälfte der Anhöhe, da sieht ’s schlecht aus, mehr wie schlecht. Eine nicht ganz ungefährliche Treppe aus in den Sand getriebenen Stufen erwartet den Fußgänger. Abgestützt werden die Stufen von quer liegenden Eisenträgern, die auch schon bessere Zeiten sahen. Wie auf den Bildern schön zu sehen ist, haben sich einige der Träger verselbstständigt, hängen schief und krumm in ihrer, wohl nicht mehr festen, Verankerung und warten auf den Schuh, der sich in ihnen verhakelt und seinen Besitzer in den Abgrund stürzen lässt. Ein anderer Träger liegt da, vom Rost zerfressen, auf dem Kopf, eine Stolperfalle par excellence und wartet auf den Leichtsinnigen der drüber stolpert. Für den Fall, dass der zu Fuß Gehende doch gut über die eisernen Fallen kommt, dann wartet noch eine freigespülte Wurzel auf den Schuh, der in ihr stecken bleibt.
Lange Zeit mussten alle die da lang wollten, Männer, Frauen, Kinder, Behinderte etc. auf den Fahrdamm ihr Leben aufs Spiel setzen, umbraust von den Autos in Richtung Brücke. Meist ging ja alles gut, nur wenn den Autos der Gegenverkehr entgegenkam, dann wurde es eng, ganz eng für den Fußgänger.
Gehört habe ich, dass die Gemeinde keine Notwendigkeit sieht, die Fallen zu beseitigen oder als non plus ultra die restlichen Treppenstufen nach oben zu vervollständigen. Da erschallt ’s laut aus dem Rathaus: „wir haben kein Geld“. Was natürlich nicht stimmt, denke ich an die 105 Tausend Euro für einen Jugendtreff am Bauer See, der an sich ein Anziehungsobjekt oder Aussichtspunkt für verirrte Touristen werden sollte.

Machen wir uns vom Fährweg in Richtung Bauersee auf die Strümpfe, wird es für den Fußgänger recht kritisch. Erst muss er an der Ertel-Werft vorbei, welches problemlos geht, aber dann kommt das TLG-Gelände. Der Fußweg ist zum Trampelpfad von Fußbreite zusammengeschrumpft. Wehe einer Mutti fällt ein, dort mit dem Kinderwagen entlang zu wollen. Das geht nicht, der Mutti bleibt bloß das Abenteuer „Überlebenstraining“ auf dem Fahrdamm. Dem der meint, na ohne Kinderwagen, das schaff ich dicke, der sollte nicht zu früh lachen. Brennnesseln, so an die 1.50 Meter hoch säumen den Trampelpfad, der mal ein Fußweg war und im Unterholz dieses Fußgängerweges lauern die Zecken auf Struppi, wenn er mit Herrchen dort lang muss. So eine Zecke ist ja nicht wählerisch, die nimmt sich auch der Beine von Kindern in kurzen Hosen an.

Wer ist hier eigentlich zuständig? Bisher sagte die Woltersdorfer Satzung, der Anrainer des Fußwegs muss sich um den kümmern. Nur, wie ist es, wenn der Anrainer einer der geliebten Investoren der Bürgermeisterin ist und nichts macht? Ich könnte mir vorstellen, in dem Fall wird im Rathaus nichts gemacht, die wollen doch keinen Investor auch nur schräg anhauchen.