Nichts Neues im Hummelchen

BM Dr. Vogel im HummelchenIns Hummelchen lud ein, Dr. Vogel! Er wollte sein Konzept für die alte Schule vorstellen und diskutieren. Der kleine Raum füllte sich schnell und unser Bürgermeister begann zu erzählen. Es wurde dann auch eine Erzählung, von Konzept keine Spur. Rainer Vogel wiederholte alte, lang bekannte Wünsche, Träume, Vorstellungen – Neues hatte er nicht zu bieten. Verwundert habe ich vernommen, dass es nach seinen Berechnungen zu 4000 vielleicht 6000 Kontakten im Jahr kommen soll. Diese Kontakte beziehen sich auf das Erdgeschoss und wären eine feste Einnahmequelle im Jahr. Für die Etage rechnet er mit 9600 Euro Betriebskosten im Jahr. Den Rest möchte Dr. Vogel über Gründung eines Fördervereins, mit mindestens 100 Woltersdorfern bestreiten, die einen Jahresbeitrag von 30 Euro zahlen sollen.

Was sind Kontakte? Wie berechnet man Kontakte, ich weiß es nicht, aufgeklärt wurden wir nicht, überhaupt Zahlen und wie Vogel an die gekommen ist, da schwieg der BM sich eisern aus. Mit den Folgekosten jonglierte er sich optimistisch ans untere Vorstellbare. Den Einwand eines Besuchers: In der Hauptversammlung wurde von 2000 Euro/Monat oder von 4 – 4.50 Euro qm/Monat gesprochen, wischte er ungehalten als pessimistisches Quertreiben beiseite. Es war eindeutig, Dr. Vogel wollte nur Zustimmung hören. Sauer reagierte er auch auf die Bemerkung einer jungen Dame, die nachfragte, ob der Bürgermeister mit dieser Initiative den Rücken gegen die Gemeindevertretung gestärkt bekommen möchte.

Eigenartig berührte mich das Auftreten einer jungen Frau, die sich als Neu-Woltersdorferin vorstellte und gleich kundtat, dass sie jede Menge Erfahrung mit Vereinsgründungen hat. Sie übernahm von sich aus auch gleich die Führungsrolle für die Gründung des Projekts oder Vereins. Wie doch der Zufall spielt, der Bürgermeister möchte einen Verein gründen und eine versierte Vereinsgründerin stand Gewehr bei Fuß. Gratulation, Dr. Vogel gut inszeniert!!!

Meine Vision: Warum eigentlich nicht weiter so, wie gehabt. Lasst doch dem Verschönerungsverein das ganze Haus. Erstens wäre es 100 prozentig gemeinnützig und der Verein könnte weiter alle seine Stücke ausstellen, ohne sich verbiegen zu müssen. Nehmt die ganze Staatskohle, saniert den Laden für die Bedürfnisse des von allen geschätzten Vereins und versucht nicht für das Haus eine eierlegende Wollmichsau zu schaffen. Die Betriebskosten wären mit einer vernünftigen Dämmung niedriger als jetzt und bis jetzt, liebe Gemeindevertreter, habt ihr die Kosten dafür geschultert, macht einfach so weiter.

Nachtrag: die junge Frau hat jetzt einen Namen, nicht mehr Kati, sondern Katrin Fleischer