Nachlese zum Sommerfest 2012

Eine Zeitung schrieb, der Bürgermeister sei begeistert von dem Fest, und weiter, es gebe auch noch eine finanzielle Lücke …, gegebenenfalls könne man auch die Gastronomen an den Kosten beteiligen.

Die Kosten, da werden sie erwähnt, zu den Kosten möchte auch ich. Blicken wir doch einmal zurück, da sehen wir das ins Wasser gefallene Sommerfest 2011 und einen Spendenberg von 2800 Euro. Am 18. August 2011 erzählte uns der Bürgermeister im Hauptausschuss, er hat die Spender gefragt, ob sie ihr Geld zurückhaben, oder es für den Verein „Alte Schule“ spenden wollen. Wie viel er zurückzahlte und was an seinen Verein ging, darüber schwieg er sich aus. Musste er auch, denn am 12. Juni 2012 erklärte er, in seiner Show „Fragen an den Bürgermeister“, es seien für die Vereine 1600 Euro übrig geblieben. Wie das, wo er sie doch schon 10 Monate vorher verteilt hatte, wie er sagte. Wollen wir die fromme Mär des BM zurückstellen und uns auf 1600 Euro, geteilt durch zwei Vereine, freuen. Wir freuten uns zu früh, jetzt 12 Monate nach der ersten Version des Bürgermeisters waren es nur noch 1400 Euro, angeblich hat ein Spender – ein Jahr nach der Spende – sein Geld zurückverlangt. Warum hat das Geld eigentlich ein Jahr irgendwo rumgelegen, oder hat es nicht rumgelegen?

Hier besteht ein berechtigtes Interesse der Öffentlichkeit, diese Geschichte aufzuklären – Prüfung aller Ein- und Rückzahlungen von Spendern von 2011 und 2012 ist geboten, schon im Interesse des Bürgermeisters, damit er mit weißer Weste dasteht.

Dann gab es einen Beschluss der Gemeindevertretung, dass der Gemeinde durch das Sommerfest keine Kosten entstehen dürfen. Daran hat sich der Bürgermeister nicht gehalten, er hat ohne Erlaubnis Personal und Geräte der Gemeinde für das Sommerfest genutzt. Diese indirekten Kosten hat der Bürgermeister privat zu tragen, da er sich gegen einen Beschluss der Gemeindevertretung vergangen hat.

Am Donnerstag, den 29. März 2012, verkündete Hannes Langen in der Gemeindevertretung, er habe eine neue Idee. Irgendwo gibt’s 15 TE Fördergelder für ein Projekt „Leitbild Woltersdorf“ und der Clou, davon kann man fürs Sommerfest abzweigen, die Richtlinien geben’s her. Am Donnerstag, den 19. April 2012 verkündete der Bürgermeister im Hauptausschuss, für das „Leitbild Woltersdorf“ sind die Fördermittel von 15 TE eingegangen. Danach hörten wir nie wieder etwas von dem Leitbild und den 15 TE, wo sind sie geblieben, wie viel Euros hat der Bürgermeister davon für sein Sommerfest abgezwackt? Wer Fördergelder beantragt, muss einen Eigenanteil an Euros aufbringen. Wie viel Eigenmittel der Gemeinde mussten zu der Fördersumme zugeschossen werden und wie viel von den Eigenmitteln sind in das Sommerfest geflossen.

Fragen über Fragen, sie werden seit einem Jahr regelmäßig auf den Tisch geholt. Regelmäßig gibt es vom Bürgermeister für Transparenz und Öffentlichkeit keine Antwort – Top Secret. So werden wir wohl gespannt auf die zuständigen Untersuchungsbehörden warten müssen.

Wir fanden es nicht sehr schön, dass Kinder des SV 1919 Werbetrikots des Hauke-Verlags aus Erkner, Herausgeber von Kümmels Anzeiger und Fürstenwalder Zeitung (FW) trugen und werden über diesen Aspekt noch genauer berichten.

  1. Rainer

    Hallo Bernd, hallo Mitlesende,

    ich bin immer wieder erstaunt über die Untätigkeit der „Vertreter des Volkes“ gegenüber dem Handeln des Bürgermeisters. Denn es handelt sich doch, wenn ich es richtig sehe, um die bei einer Wahl durch Bürger gewählten Vertreter. Über die Rechtmäßigkeit möchte ich hier nicht philosophieren.

    Wir hatten ja beide das Thema schon einmal beschrieben, schön wären mehr aktive Bürger, die sich nicht länger „für dumm verkaufen“ lassen und endlich einen Widerstand gegen das Handeln des Bürgermeisters aktivieren und den „Vertretern des Volkes“ auf die Füße treten und diese dazu bringen ihre Arbeit richtig zu machen und ihren Einfluß auf das Handeln des Bürgermeisters endlich ausüben.

    Gruß Rainer

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