Müssen es bunte Ostereier sein?

Bunte OstereierLegebatterien für Hühner, hört sich harmlos an, ist es aber nicht. Legebatterien sind in meinen Augen Tierquälerei der gräßlichsten Art. Seit Anfang des Jahres dürfen in Deutschland Hennen nicht mehr in diesen Käfigen gequält werden. Ob sich alle Betriebe, die solch widerwärtigem Geschäft nachgehen, daran halten, ist nicht gesichert; wer will es prüfen. Wenn es ums Geschäft geht sind die, die mit dem Elend der Tiere ihr Geld verdienen, erfinderisch. Kleingruppenhaltung soll die Käfighaltung ablösen. Kleingruppenhaltung bringt den Hennen nichts, knapp 100 cm2 mehr Platz hat jedes Tier in der nicht besseren Kleingruppenhaltung. Durch das Zusammenpferchen auf engsten Raum gibt es neue Pein, die Hennen neigen dazu sich und andere Tiere zu verletzen und anzufressen.

Wir, die Käufer der Eier können etwas für die Hühner tun, indem wir keine Eier kaufen, die von Hühnern aus Käfig- und Kleingruppenhaltung angeboten werden. Dann und nur dann, wenn es ans Geld geht, sind die Betreiber der Hühnergulags bereit, die Tiere artgerecht zu halten. Die Eier der armen Kreaturen werden mit einer „3“ Käfighaltung ausgezeichnet, wer es sich leisten kann, sollte sie meiden, auch wenn die Eier mit der Auszeichnung „0“ Ökologische Erzeugung „1“ Freilandhaltung und „2“ Bodenhaltung etwas mehr kosten.

Die steigende Nachfrage der Verbraucher nach Eiern der Klassen „0“ bis „2“ und ein ständiger Rückgang der Nachfrage nach Eiern der Klasse „3“ hat die Eierbarone zum Umdenken gezwungen. Sie bewegen sich, nicht aus Tierliebe, sondern, weil nach Aussagen von Fachleuten, in naher Zukunft der Absatz der Käfig-Eier unter 10 Prozent sinken wird und der Handel den Verkauf von Eiern der Klasse „3“ Käfighaltung in großen Teilen ablehnt.

Die meisten Eier aus dieser abartigen Tierhaltung kommen aber immer noch in den Umlauf. Hersteller von Teigwaren, Gebäck und Süßwaren wollen Eier von Käfighennen. Die Eier sind billiger, das nennen sie dann Gewinnmaximierung. Es gibt keine Kennzeichnungspflicht für verarbeitete Eierprodukte. Da wurde von unseren Regierenden etwas verpennt.

Auch die zu Ostern beliebten bunt gefärbten und gekochten Eier nennen sich „verarbeitete Eierprodukte“ und fallen nicht unter die Kennzeichnungspflicht des Eierstempels. Diese farbenfrohen Eier stammen zumeist aus tierquälerischer Käfighaltung. Sie mögen jedem der danach greift im Halse stecken bleiben. Frohe Ostern!

  1. Pingback: Frohe Ostern? Fast 50% der Eier ist importiert

  2. Marsav

    Ich bin völlig Deiner Meinung.
    Kaufe seit langem schon keine Eier aus dem Supermarkt mehr, sondern nur noch direkt vom Bauern. Dort kommen einem die Hühner schon beim Betreten des Hofes freudestrahlend entgegen 🙂

    Kaufe nur noch Eier von glücklichen Hühnern. Und zudem schmecken diese Eier auch ganz anderst, als die im Supermarkt. Sie schmecken einfach genau wie früher, als meine Großeltern noch selbst Hühner gehalten haben.

    Liebe Grüße
    Marsav
    Frohes Osterfest und viele bunte, fröhliche Ostereier 🙂

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