Moskau und Merkel feiern Sieg

In Moskau hat die Armee am 9. Mai den Sieg über Deutschland gefeiert. Arm in Arm mit den Russen marschierte unsere Kanzlerin Angelika Merkel, ich nehme mal an, über den Roten Platz.  Dort sagte sie etwas merkwürdiges: Die Sowjetunion und ihre Verbündeten hätten Deutschland befreit. Da merkt jeder gleich wo Kanzlerin Merkel herkommt, aus der DDR, da hat man solchen Stuss erzählt. Die Rote Armee ist nirgendwo hin als Befreier gekommen, die Russen waren immer Besatzer und verhasst, trotz erzwungener Deutsch-Sowjetischer Freundschaft.

Die, die Frau Merkel da Befreier nennt, haben uns, wenn man so will, befreit: sie haben Zehntausende ermordet und in Konzentrationslager gesperrt, Hunderttausende haben sie vergewaltigt, Millionen haben sie um Hab und Gut gebracht, fast das halbe Reichsgebiet haben sie uns genommen, kein Museum blieb verschont, keine Fabrik ungeschoren – sie ließen alles mitgehen, bis zum letzten Wasserhahn und haben sich hier rund 45 Jahre als Besatzer eingenistet und durchfüttern lassen.  Auf dem Roten Platz, wo Frau Merkel sich sonnte und die Geschichte vergaß, wurden vor 65 Jahren, bei der Siegesfeier,  zehntausende deutsche Kriegsgefangene als Schaustücke über den Platz getrieben, um sie anschließend für zehn Jahre als Sklaven zu halten und viele haben die Torturen der Russen nicht überlebt.

Mann oh Mann, Frau Bundeskanzlerin, wo leben sie eigentlich, in der Wirklichkeit sind sie wohl nie angekommen. Die Russen und auch wir wollen gute Beziehungen zueinander entwickeln, deshalb sollte aber niemand die Geschichte vergessen oder umdeuten.

  1. Robert Henkel

    Hallo Bernd,

    in der Tat eine fragwürdige Aktion unserer Kanzlerin. Aber ist es nicht genauso fragwürdig, das z.B. in Woltersdorf und in vielen anderen Orten rundherum Denkmäler unterhalten werden, die Stalins Soldateska 65 Jahre nach Kriegsende immer noch im „ewigen Ruhm“ zeigen.
    Eine kleine und wichtige Anmerkung zu deinem Artikel ist mir noch wichtig. Die rote Armee bestand seinerzeits nicht nur aus Russen. Die Sowjetunion war ein Vielvölkerstaat der seine Rekruten aus dem gesamten Reich bezog.

    1. Bernd

      Diese Denkmäler empfinde ich auch nicht als passend, es bestehen aber zwischen Russen und Deutschen Verträge über deren Verbleib und Pflege, an die sollte man sich halten.

    2. Robert Henkel

      Man darf dabei nicht vergessen zu welcher Zeit und unter welchen Eindruck diese Verträge (deren genauen Inhalt ich nicht kenne) entstanden sind. Damals ging es darum, den Siegermächten die deutsche Einheit „abzukaufen“, wobei ich mich frage, ob das nicht eines der ureigensten Rechte eines Volkes ist, das man sich nirgens genehmigen lassen muss.

      Um einen vorzeitigen Abzug der Truppen der Siegermächte kann es ja auch nicht gegangen sein. Soweit bekannt, war im Postdamer Abkommen eine Besatzungszeit von 50 Jahren festgeschrieben worden, die ja wenige Jahre nach der Wende sowieso ausgelaufen wäre.

    3. Bernd

      Von den 50 Jahren habe ich auch gehört, ich weiß aber auch nichts genaues darüber. Der Abzug der Besatzer hätte aber nicht automatisch zu einer Wiedervereinigung geführt und darum ging es im Einigungsvertrag.

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