Monokulturen contra Mischwald

Es stimmt, der Eautobauer Tesla will das Gelände bei Grünheide abholzen, es sind Unmengen Nadelbäume – Nutzholz genannt. Irgendwann würden die Kiefern sowieso dem Harvester zum Opfer fallen. Rund um Berlin ist und wird überall großflächig Nadelholz gepflanzt. Diese Monokulturen sind empfindlich gegen Krankheiten und bieten auch nicht sehr vielen Tiersorten Schutz und Nahrung. Verantwortlich ist die Gier der Menschen, die schnellwachsende Bäume brauchen, der Wald ist so wie er ist lebendes Lager der Industrie.

Hier ist ein Umdenken angesagt, langsam setzt sich auch die Erkenntniss durch, das Mischwald, wie er seit Urzeiten Jahren in Mitteleuropa vorhanden war, die einzig praktikable Lösung für einen gesunden Wald ist. Zu seiner Zeit fürchtete sich Tacitus [ca 58 n. Chr bis 120] vor den dunklen Wäldern Germaniens, Lang ist es her, zu lange.

Laubbäume werfen viel Schatten, was die Verdunstung in Grenzen hält. Mischwälder sind weniger anfällig gegen Krankheiten als Nadelwälder und sie bieten mehr Tieren Unterschlupf und Nahrung. Laubbäume sorgen dafür das die Sonne gefiltert, nicht direkt, wie bei Fichtenwälder auf den Boden ankommt, das dann zu einer kräftigen Erwärmung der unteren Luftschichten führt. Es sind mehrere Grad weniger Wärme in großen Mischwäldern als in gleichgroßen Plantagen mit Nadelhölzern.

Der Nachteil ist Mischwald wächst deutlich langsamer als Fichtenwald und das führt zu Einnahmeverlusten und Nachschubproblemen bei der Industrie. Wie da Ersatz geschaffen werden kann, weiß ich nicht. Vielleicht nicht alle Naselang neu einrichten.

Laubbäume, insbesondere die Buche, sollen besonders gut CO2 absorbieren. Manche sagen, Nadelholz ist besser, dessen Fotosynthese bringt mehr Sauerstoff O2, das stimmt, aber nur bedingt, mehr O2 bringt er nur während der Wachstumsphase, wenn er kräftig Biomasse produziert. Mit Ende der Wachstumsphase ist das auch vorbei und dann punktet wieder der Laubbaum. Zudem, wichtig ist der CO2 Abbau. Sauerstoff haben wir massig, da brauchen wir uns nicht zu sorgen.

Es wäre ein Zeichen für CO2 Minderung, Naturschutz, Erderwärmung wenn denn schon neu angepflanzt wird nicht wieder Monokulturen von Nadelhölzern hinzustellen. Hier kann Tesa ein deutliches Zeichen setzen, das wünschte ich mir.