MeinungsFreiheit, nur wie damit umgehen

MeinungsFreiheit, mit der kommt nicht jeder klar

Der Fraktionsvize der CDU heiß Carsten Linnemann und er ist einer, den manche Leute Querdenker nennen. Nun hat er mal wieder quer gedacht, eine an sich hervorragende Eigenschaft, die recht hilfreich ist, wenn es gilt, echte Probleme zu sezieren.
Carsten Linnemann meint, man sollte Kinder mit fehlenden Deutschkenntnissen erst später einschulen. Er sagt: „Für mich ist es eine Binsenweisheit, dass Kinder in der Schule der deutschen Sprache mächtig sein sollten“.

Ist ja nicht verkehrt, wenn die Kleinen verstehen was da so um sie herum vorgeht. Ich stell mir mal vor, dass meine Eltern mich in eine chinesische Schule gesteckt hätten, was da wohl dabei herausgekommen wäre. Wahrscheinlich nichts gescheites, ich hätte ja auf Jahre nur Bahnhof verstanden. Wird wohl ähnlich ablaufen, wenn ein Kind, das bisher nur arabische Laute hörte, von nun auf jetzt Deutsch und Rechnen lernen soll und der Lehrer unterrichtet in deutscher Sprache. Man kann davon ausgehen, dass er die ausländischen Kinder auch nicht versteht. Da kommt mit Sicherheit etwas heraus, wovon bisher keine Schulverwaltung auch nur träumte, nur nichts Gutes.

Alle Experten sind der Meinung, dass fehlende Sprachkenntnisse das größte Integrationshindernis sind. Deshalb müsse man diesen Kindern helfen und sie fördern.
Dann kommt der Hammer. Da behauptete die Rheinische Post, die einer dpa Meldung aufgesessen war, Linnemann habe gesagt, ein Kind, das kaum Deutsch spreche und verstehe, auf einer Grundschule noch nichts zu suchen habe. Linnemann dementierte, dieses Grundschulverbot nie gefordert zu haben. Nun, da hat die Rheinische Post oder dpa Wortkosmetik betrieben zum Nachteil von Carsten Linnemann.

Linnemann hat quergedacht, durchaus vernünftig, ein Anstoß darüber zu diskutieren. Quer denken gehört ja auch zur MeiungsFreiheit.

Dann kamen diejenigen, die wohl unter MeinungsFreiheit, nur ihre eigene Meinung zählt, verstehen.
Schleswig-Holsteins Bildungsministerin, Karin Prien, nannte Linnemanns Einlassung „populistischen Unfug“.
Linken Chefin, Katja Kipping sprach von „Stimmenfang im rechten Sumpf“.
Der parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Jan Korte, nannte es „rechtes Dummgeschwätz“.

Da haben wir nun drei Spitzenpolitiker, die Elite unserer politischen Republik, die hier ganz eindeutig sagt, was sie von einer sachlichen Meinungsäußerung hält, wenn sie nicht in ihren Kram passt.

MeinungsFreiheit, Carsten Linnemann hat sie genutzt. Prien, Kipping und Korte können sich auch auf die MeinungsFreiheit berufen, die es erlaubt, mit groben, verletzenden Worten einen Menschen der querdachte zu verletzen.

Fast wie bei Facebook. Da sind auch immer jede Menge Pöbler und Giftnattern unterwegs. Ich hatte erst gestern wieder die Ehre mit dieser Spezie, die nur zufrieden ist, wenn meine Meinung nicht von ihrer abweicht. Ansonsten wird gekotzt, dass sich die Balken biegen.

Nur von Politikern erwarte ich ein wenig mehr, wozu auch Zuhören und sachlich Diskutieren gehören sollte. Dinge, die auch zur MeinungsFreiheit gehören.

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