Meinungsfreiheit, die mag nicht jeder

Meine Meinung:

„… Wenn man, statt Steuern im Kampf gegen Klimawandel zu erhöhen, in Afrika jährlich 20 Kraftwerke errichte, „dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist Kinder zu produzieren“.

So Clemens Tönnies, Aufsichtsratschef bei Schalke-04, bei einem Tag des Handwerks in Paderborn.
Rassistisch schrien, die immer schreien. Tönnies hat sich, wie ich hörte inzwischen entschuldigt, es war unangemessen. Hätte Tönnies anstatt das Wort Afrikaner , die gesamte Menschheit als Empfänger seiner Worte genannt, hätte man ihm keinen Rassismus vorwerfen können, höchstens einen zynischen Blick auf die Menschheit erkennen können.

Der Bundestagsvizepräsident, Wolfgang Kubicki, schreibt auf seiner FB-Seite: „Die ziemlich drastische Aussage von Clemens Tönnies war nicht nur zulässig, sondern vielleicht auch notwendig, um auf ein Riesendilemma der selbst ernannten Klimaaktivisten hinzuweisen. Wenn es nicht gelinge, dass Bevölkerungswachstum in den Griff zu kriegen, können wir uns alle Überlegungen zum Erreichen der Weltklimaziele in die Haare schmieren“.

Damit war Kubicki ebenfalls in sozialen Netzwerken Ziel der Netz-Berufskritiker.

Er schob später beim Tagesspiegel (6.08.19, Seite 4) nach: „Ich verteidige nicht den Ton der ziemlich drastischen Aussage von Clemens Tönnies. Das tut er ja selbst auch nicht. Ich verteidige die Meinungsfreiheit und wende mich gegen die moralische Impertinenz, mit der sofort die öffentliche Verfolgung bis hin zur Existenzvernichtung aufgenommen wird.“ […] “Wer nur noch Haltung verlange, statt sich der Auseinandersetzung zu stellen, hat ein Fundamentalprinzip unserer Demokratie nicht verstanden: Meinungen auch dann zu ertragen, wenn sie eklig sind“. […]

Dazu passend finde ich in gleicher Zeitung, zwei Seiten weiter, zu einem anderen Thema, die Zeilen: „Aus deutscher Sicht ist es absolut unverständlich, dass diese Seite (es handelt sich um eine üble Webseite in den USA) nicht von offizieller Seite abgeschaltet wird. Doch dies wird unter anderem durch das amerikanische Recht auf freie Meinungsäußerung verhindert“.

Zwei unterschiedliche Themen auf zwei verschiedenen Kontinenten und wie sehen es die deutschen Gutmenschen in den sozialen Netzwerken? Ich denke mal so, wer nicht so denkt wie wir, anders tickt als wir, nicht die gleichen Ideale anhimmelt, der muss öffentlich verfolgt werden oder abgeschaltet werden. Meist aus der Anonymität, die z.B. Facebook bietet. Hatten wir schon mal, von 1933 bis 1989 auf dem Gebiet der ehemaligen DDR und von 1933 bis 1945 im restlichen Deutschland.

Die Worte von Wolfgang Kubicki und der weitere Artikelauszug zeigen deutlich, dass Wort „Meinungsfreiheit“ wird in Deutschland anders wahrgenommen als in Amerika. Was meine Meinung bestätigt, mit der Meinungsfreiheit steht es in Deutschland nicht zum Besten. Möglich, dass unsere Regierung mit der Einschränkung der Meinungsfreiheit zu bestimmten Themen die Meinungsfreiheit an den Rand des Grabes brachte.
MeinungsFreiheit ist auch immer die MeinungsFreiheit der anderen, auch in sozialen Netzwerken.

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