Mein Renault Clio

Mein Nissan ist hin, er hat ein faustgroßes Loch genau dort, wo bei einer Panne der Wagenheber angesetzt werden soll. Wie konnte das Loch so groß werden, wo doch alle halbe Jahr die Werkstatt und der Reifenwechsler die Karre hochhievten. Der Monteur hat sich beim Reifenwechsel fast die Nase in dem Loch gestoßen und Theo in seinem Buckower Einmannbetrieb hat ihn doch auch immer von unten angesehen. Jetzt war alles zu spät, wollte ich nicht Fahrrad fahren, musste ein anderes Auto her.

Zum ersten Mal sollte es ein Gebrauchter sein. Theo ist KFZ Meister und ohne Arg bat ich ihn mir einen Renault Clio zu besorgen.  Wir kennen uns seit Jahren, er ist ja Fachmann und würde ein wachsames Auge auf die Technik werfen. Er versprach mir, dass ich einen guten Untersatz bekomme.

Zwei Wochen später stand der gewünschte Renault auf seinen Hof. Die Sonne spiegelte sich im Lack, der Franzose sah wie neu aus. Theo schwor mir: „Echt, ein wirklicher Glücksfall, einwandfrei, den kannste noch 10 Jahre fahren, für den Preis und noch Winterreifen dazu, ein Schnäppchen.“ So zog ich glücklich mit meiner neuen Liebe von dannen und freute mich, so eine gute Werkstatt, wie die von Theo zu haben.

Wieder zwei Wochen später, leuchtete am Armaturenbrett eine gelbe Warnanzeige auf. Theo, der gerade bei mir vorbei rollte, meinte, das sei nur ein Hinweis, dass mit dem Airbag etwas nicht stimme. In meinem Fall aber vollkommen nebensächlich, bei Zweitürern, wo der Sitz immer hin und hergeschoben wird, kommt das alle Nase lang vor. Gut, seitdem fahre ich mit, einer ab und zu Alarm schlagenden Anzeige, durch die Botanik. Etwas später meldetet sich die Zentralverrieglung, seit dem muss ich mit zwei Daumen auf den Schlüssel drücken, um die Türen auf- und abzuschließen. Leicht knirsch auf Theo, zockelte ich nach Strausberg, meinen Sohn vom Bahnhof holen. Auf der Rückfahrt ergab sich ein Bremstest und Sohnemann flog samt Sitz aus der Sitzhalterung, später am Tag fanden wir einige Murmeln und Glasbucker in den Schienen.

Angelika und ich, wir wollen nach Dresden, auf der Autobahn machten die Bremsen nicht das was Bremsen machen sollen – bremsen. Theo hat doch gesagt, die Bremsen die haben noch Zeit und nun müssen alle vier Räder neue Scheiben und Trommeln bekommen. Das war die letzte Reparatur bei Theo, ich suchte mir eine andere Werkstatt. Da standen gleich diese teuren ABS Stabilisatoren an den Rädern an, ja die gehen schnell zu Bruch, wenn man die Bremsen bis aufs Eisen abnutzt, nur davon hat Theo mir nie was gesagt und dadurch in naher Zukunft wieder einen neuen Auftrag gehabt.

Es wurde Frühling, ich wollte Reifen wechseln. Der Händler schüttelte den Kopf: „Nee, die Schwarten sind über zehn Jahre alt, deutlich älter als das Auto, das geht nicht.“ Er warf dann noch einen Blick auf die abgenommenen Winterreifen und verklickerte mir: “ Das sind vier verschiedene aus unterschiedlichen Jahrgängen, zwei davon älter als das Auto.

Noch eine neue Batterie und andere Kleinigkeiten und jetzt habe ich einen wirklich Klasse Renault Clio.Er ist nur etwas teurer geworden, für alles wäre auch ein Neuwagen drin gewesen.

  1. Reifen Online

    Es tut mir Leid für dich. Ich glaube, ich werde nicht zu Theo gehen. Ich kaufe nur Gebrauchtwagen bei Renault selber. Zwar teurer aber, deren Kundenservice ist sehr gut.

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