Mehr Demokratie in Rüdersdorf

In Rüdersdorf wird Demokratie gelebt, aber der Gemeinde ist es noch nicht genug, sie will mehr Demokratie. Da gibt es ein Programm des Bundesinnenministers „Zusammenhalt durch Teilhabe“. Jeder Woltersdorfer, dem die Gemeindepolitik nicht schnuppe ist, wird bei solch einem Satz traurige Augen bekommen. Zusammenhalt durch Teilhabe – Teilhabe wird dem Bürger in Woltersdorf schwerlich gelingen. Darüber habe ich mir hier schon die Finger wund geschrieben und werde wieder und wieder darüber schreiben – steter Tropfen höhlt den Stein, sagt man ja.

Aber zurück nach Rüdersdorf, 189 891,28 Euro bekam die Gemeinde für ihr Projekt „Wir in Rüdersdorf“. Mehr Bürgernähe – Bürgerbeteiligung soll erreicht werden: Erstens, eine bessere Vernetzung von Vereinen, Initiativen und Institutionen, dadurch sollen die Kontakte zur Gemeindeverwaltung verbessert werden. Zweitens, die Partizipation oder Teilhabe am Geschehen soll Interesse wecken, sich am kommunalen Geschehen zu beteiligen. Wer möchte, soll die Möglichkeit der direkten Demokratie bekommen. Man staune nur, ein Bürgerhaushalt, Bürger dürfen, nein, sie sollen entscheiden wofür das Geld ausgegeben wird. Bei dem Gedanken, Bürgerbeteiligung und Teilhabe von Bürgern, wird unserem Woltersdorfer Bürgermeister und vielen Gemeindevertretern, insbesondere der Linken und der Grünen das kalte Grauen ankommen. Es wird ein weiter und steiniger Weg den Woltersdorf noch gehen muss, für uns liegt Demokratie in weiter Ferne, fast hinterm Horizont, versunken, verschwommen, kaum zu erahnen.