Marathon oder Hetzjagd?

Die Chemnitzer Hetzjagd, Maaßen und das Hasi-Video, authentisch oder eher nicht, sind abgegessen. Mit Sicherheit wird im Berliner Medien- und Regierungsviertel eine neue Sau gemästet, die demnächst durchs Dorf getrieben wird. Nun gilt’s verschorfte Wunden lecken, über einen in den hiesigen Medien kaum erwähnten Kollateralschaden möchte ich hier berichten.

In Berlin gewann am 16. September der Kenianer, Eliud Kipchoge den 45. Berlin-Marathon über 42,195 Kilometer in 2:01:39 Stunden, der am Brandenburger Tor endete. Der Leichtathletik Weltverband IAAF will den Weltrekord, die großartige Leistung nicht anerkennen: Ein Afrikaner, der in Rekordzeit durch eine deutsche Stadt rennt, das könnte andere Gründe haben. Es könnte sich dabei nicht um einen Marathon Lauf, sondern um eine typisch deutsche Hetzjagd nach Chemnitzer Vorbild gehandelt haben. Dann hätte der Läufer eine unerlaubte Motivationshilfe von Teilen der Bevölkerung erhalten. Kipchoge nimmt die Aberkennung locker auf. Er ist sich sicher, dass er die Zeit noch hätte unterbieten können, wenn der Marathonlauf in Chemnitz stattgefunden hätte: „Da wäre ich viel schneller gewesen“.

Über das Ereignis habe ich vor einiger Zeit im Satiremagazin Glasauge gelesen, schauen Sie doch da einfach mal vorbei: https://www.facebook.com/glasauge.satire