Lockdown – light

Lockdown – light
Heute wurde entschieden und in der Pressekonferenz von der Kanzlerin verkündet. Freizeit und Reisebereich wird stark heruntergefahren. Gaststätten werden bundesweit für einen Monat geschlossen, Außerhausverkauf soll wohl erlaubt bleiben. Die Branche soll mit 75 Prozent unterstützt werden.
Logisch begründen konnte die Kanzlerin die Entscheidung nicht. Es passt nicht zusammen, dass Schulen, Kitas, Discounter und Fabriken offen bleiben. In diesen Bereichen stoßen Millionen Menschen täglich, stündlich auf andere Menschen. Millionen Menschen müssen mit der Bahn, Bus, Straßenbahn fahren, sich in enge Flugzeuge pressen. Grob gesagt, der größte Teil unserer Bevölkerung trifft ununterbrochen, bei geringen Abstand, auf fremde Menschen. In den großen Städten , auf den Bürgersteigen laufen ebenfalls bundesweit Millionen in geringen Abstand aneinander vorbei. Überall fliegt der Virus kreuz und quer durch die Gegend. Dennoch soll es hier überall keinerlei Einschränkung geben. Einzig Freizeit und Reisen wird der Schwarze Peter zugeschoben.
Das passt nicht, denn es entbehrt jeder nachvollziehbaren Logik. Frau Kanzlerin eierte dementsprechend bei den Fragen auf der Pressekonferenz. Einmal musste Söder sie aus der
rhetorischen Sackgasse retten, als sie die Frage warum Gottesdienste erlaubt bleiben nicht beantworten konnte. Auch Michael Müller aus Berlin brachte im Grunde nichts Überzeugendes.
Einzig eindeutig war der Kanzlerin Bekenntnis, das niemand mehr die Infektionen nachverfolgen kann, die Gesundheitsämter sind dazu nicht mehr in der Lage. Die Gesundheitsapp, von der keiner mehr spricht, hat sich wohl als Flop herausgestellt. 20 Millionen, denke ich mal in den Sand gesetzt.
Das war es, überzeugt hat die Kanzlerin, Söder und Müller keineswegs, sie versuchten eher ihre Hilflosigkeit durch forsches Auftreten zu verbergen.

Lockdown – light

Anmerkung: Mit Schuld sind auch diejenigen, die alles konterkariert haben, z.B. in den Kontaktformularen sich als Micky Maus eingetragen haben. Kontaktverfolgung unmöglich. So haben viele ihr Schäfchen zur dieser Situation mit beigetragen. Oder als Beispiel für alle anderen wilden Feiern, die Corona Fete in der Hasenheide. Hochzeiten in großen Clans mit hunderten Besuchern. Mit Schuld sind die, die unbedingt in die Corona Hotspotländer fliegen mussten, weil’s da so schön billig ist. Es gäbe da noch vieles zu sagen, aber wozu. Und wahrscheinlich hab ich auch das eine oder andere dazu beigetragen.