Linker Quark

Der Linke Edgar Gutjahr, schon manchmal hat uns er uns zum Lachen und zum Weinen gebracht. Da denke ich an eine Sitzung, da grapschte sich der gute Mann das Mikrofon und hauchte hinein: „Falls mich einer sucht, heute bin ich nicht beim Griechen zu finden“. Die Hörerschaft schloss scharfsinnig, wenn Gutjahr heute nicht beim Griechen ist und meint, dass ist es wert verkündet zu werden, dann ist er ansonsten immer beim Griechen zu finden.

Edgar Gutjahr hat wieder zugeschlagen, denkt nach, über die menschliche Fortpflanzung und deren lautstarken Folgen. Um den Nachwuchs möchte sich Gutjahrs Verein kümmern, jede Mama oder Papa soll mit 50 Euro für die Plackerei beim Zeugen belohnt werden. Bei der Belohnung sollten die Zeugungswilligen lieber Zwillinge, besser Vierlinge ins Auge fassen. Mit einem Abwasch bis zu 200 Euro, wäre das nichts? Die neuen Mamas bekommen dann noch einen Strauß Blumen für zehn Euro. Die Summe sollte variabel sein, sind doch Blumen im Winter teurer. Bei Babys von Genossen würde ich rote Nelken für den grad geschlüpften Komsomolzen empfehlen, stimmt’s den kleinen Krakeeler doch frühzeitig auf die richtige Farbe ein.

Zum Schluss, das Sahnehäubchen, ein Lätzchen, ebenfalls für zehn Euro. Bestickt mit „Willkommen in Woltersdorf“ soll’s sein. Liebe Genossen, meine Erfahrung sagt mir, Babys können noch nicht lesen. Ist es da nicht vorteilhafter an ein bildliches Motiv zu denken? Wie wäre es denn mit einem roten fünfzackigen Stern mit Hämmerchen und Sichelchen, die Russen haben noch massenhaft davon und verscherbeln Sternhaufen billigst an Gestrige.

Alles in allem, soll es der Gemeinde 4.200 Euro kosten, für die Gemeinde viel Geld. Für den einzelnen Empfänger nichts, nicht einmal der berüchtigte Tropfen auf dem heißen Stein. Ob die merkwürdige Idee beim Griechen ins Labyrinth der Denke kroch? Dann sollte der oder die Denker sich wieder zum Griechen begeben und nochmals nachdenken – über die Zeugung, ihre Folgen und den Umgang damit.

  1. D.S.

    Hatten wir es nicht schon? Junge Pioniere, kaum die Windeln abgelegt, schon politisch auf den richtigen Pfad gebracht. Mit Grausen sehe ich Richtung Fußballverein. Auch da ist Einer, der heftig für die Roten streitet und Kinder betreut. Das alte Muster, Rot hat es nahtlos von Braun übernommen.

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