Kuckucksei im Schaukasten des WVV

Heute kamen wir zur Schleuse und trauten mal wieder unseren Augen nicht. Gegenüber vom Kaffee Knappe hängt ein Schaukasten des Verschönerungsvereins. Dessen Inhalt wurde vor kurzem mit viel Mühe neu entworfen, gedruckt und dort neu drapiert. Sah gut aus, wir wollten es noch einmal anschauen. Was wir sahen, ließ uns an Gott und der Welt zweifeln. Großflächig prangte im Schaukasten des Verschönerungsvereins eine Reklame des „Kulturhaus Alte Schule“. Dafür wurden die Drucksachen des Verschönerungsvereins sorgfältig beiseite geräumt, schließlich musste Katrin Fleischers Kuckucks Drucksache, an bevorzugter Stelle zu sehen sein, wenn auch ohne Zustimmung des Verschönerungsvereins, was soll’s, der ist sowie so bald weg vom Fenster, wird die Chefin vom Lieblingsverein des Bürgermeisters gedacht haben. Nur, wer gab ihnen den Schlüssel für die frevelhafte Tat, oder wen stifteten sie dazu an?

So reiht sich ein Übel an’s nächste, wir chronologisiern mal, von Anfang an.

„Kulturhaus Alte Schule“ so nennen sie sich, seit ihrer Gründung im Hummelchen. Dort führten die, die die Gründung anstießen, Bürgermeister Rainer Vogel und Profi-Gründerin Katrin Fleischer, ein Gründungsschauspiel von bescheidener Qualität, aber mit tiefgreifenden Folgen auf. Der erste Schritt war, sich ein Quartier zu suchen, die gierigen Augen der Gründer und des BM fielen auf die „Alte Schule“ und sie beschlossen, sie sich einzuverleiben mit Bürgermeisters Hilfe. Das die ganze „Alte Schule“ vom Verschönerungsverein belegt war, störte sie nicht. Der WVV musste eben Platz machen, verschwinden, ob er will oder nicht, das „Kulturhaus Alte Schule“ hat mit der Dampfwalze BM einen starken und absolut rücksichtslosen Rückhalt. So legte sich dieser Kulturverein als erstes die Internetadresse – alte-schule,de – zu. Jetzt sah alle Welt, sie waren die rechtmäßigen Vertreter der „Alten Schule“, in meinen Augen eine ganz miese Tour.

Dem Verschönerungsverein wurde vom BM beschieden, er hat seine Räume zu räumen, das Heimatstübchen und mindestens die halbe „Alte Schule“, um solche Kleinigkeiten kümmerte sich der Schirmherr der Kulturhäusler persönlich. Der Ge(Er)wählte nahm die Räume, ohne zu fragen, gültige Mietverträge, gültige Förderverträge, was juckte das einem Bürgermeister von Gottes Gnaden. Nun, er hat es wohl geschafft, der WVV muss weichen, obwohl das Recht auf seiner Seite ist, aber Hilfe in der Not ist rar und wir sehen keine starke Kraft gegen den Bürgermeister. Gut die Hälfte seiner Exponate muss der WVV entsorgen, in den wenigen Resträumen wird es für Woltersdorf nur noch ein kümmerliches Museum geben. Was soll’s Geklage, der BM und Frau Fleischer, die Neubürgerin, möchten es so.

Der Bürgermeister raffte was er konnte für sein liebstes Kind, wie da sind Teile der Spenden vom ins Wasser gefallenen Sommerfest 2011. Keinen regte es auf, war eben so – muss die Gemeinde eben hinnehmen. Jetzt dieser Tage, der Kulturverein ließ Schränke in die „Alte Schule“ schleppen, ohne Mietvertrag. Mietverträge des Verschönerungsverein, können die sich am …, so denken BM und Frau Fleischer, stell ich mir vor. Hätten sie sonst den Hausfriedensbruch und der BM vielleicht einen Amtsmissbrauch begonnen? So zwischendurch hörte ich, das Sekretariat des BM wurde neu möbliert, was für ein Zufall, wo doch die vom Kulturhaus Verein grade jetzt Büromöbel brauchten, Gott segne ihren persönlichen Bürgermeister.

Ganz neu, da wird eine ABM Kraft für ein ominöses, nie gehörtes, Bürgerbüro von der Stienitzsee GmbH gestellt, wahrscheinlich für die Gemeinde. Wir finden die ABM Kraft dabei die Möbel des „Kulturhaus Alte Schule“ in der besetzten „Alten Schule“ zu putzen. Ich glaube, dafür sollte sich mal die Bundesanstalt für Arbeit interessieren. Als Nebenergebnis zeigt es, die Herrschaften vom Kulturhaus, putzen wollen sie wohl nicht, eher Interviews geben und repräsentieren. Na ja, bei Berlin 21, wo Frau Fleischer einst Geschäftsführerin war, da hat der Senat von Berlin auch die Notbremse gezogen, wird schon einen Grund gehabt haben.

So wird wohl über kurz oder lang der Verschönerungsverein von Woltersdorf peu à peu begraben werden, ohne mutvolle Unterstützung der Gemeinde und ohne ausreichend Räume, ist er zum Tode verurteilt vom Bürgermeister und seinen Getreuen, wollt ihr Woltersdorfer das?

5 Gedanken zu „Kuckucksei im Schaukasten des WVV

  1. I.Richter

    Wer mit größenwahnsinnigen Visionen lebt, braucht keine Scham.

    Eines ist uns jetzt schon klar, wenn der jetzige Albtraum erst mal vorbei ist: Der nächste Bürgermeister wird schon VOR der Wahl durchgecheckt.

  2. Andreas Heinitz

    Hallo Nachbarn,
    was ich überhaupt nicht verstehe, warum melden die Betroffenen sich nicht mal zu Wort, sagen öffentlich, was an den vorgetragenen Vorwürfen dran ist, sich wehren und erklären. Wäre mal schön von Frau Fleischer zu hören, was hier abgeht, nee lieba nich, Probleme klärt die Zeit von selbst. Irgendwann ist man so tief gesunken, dass man sich nur noch mit gesenktem Kopf nach draussen wagt? oder Frau F.

    Herr Bürgermeister,
    bei dem Kandidatenforum damals wurde gefragt „Was wünschen sie sich alls BM“. Ich habe gesagt „Das mir nach 8 Jahren jeder noch die Hand gibt in Woltersdorf. Ich wünsche allen Woltersdorfern ein gesegnetes, schönes Osterfest.

    1. Bernd

      Siehste Andreas, das ist der feine Unterschied zwischen BM und dir, dir reiche ich auch nach 10 Jahren die Hand. In eins irrst du, es gibt Menschen die nie den Kopf senken, weil sie den Inhalt des Wortes Scham nicht kennen.

  3. I.Richter

    Na, und mit welchem Rechtverständnis okkupieren die nicht nur das alte Woltersdorfer Schulgebäude, sondern jetzt auch noch die abgeschlossenen Schautafeln des gegnerischen Vereins „Woltersdorfer Verschönerungsvereins e.V.“ ? Haben die in ihrem Größenwahn denn gar keine Hemmungen mehr?

    Und, wieso muss das Sekretariat einer um Millionen Euro verschuldeten Gemeinde (jaja, die Schuldner sind wir alle) neu möbliert werden, wo zeitgleich ein neu gegründeter Verein seinen illegalen Umzug plante?
    Wer von den Abgeordneten hatte das denn im Auftrag seiner Bürger abgesegnet, dass
    a) diese steuerfinanzierten unnötigen Möbelkauf-Ausgaben getätigt wurden und
    b) das gemeindeeigene Inventar nicht zum Verkauf bzw.
    c) nicht allen anderen gleichwertigen Woltersdorfer Vereinen als Schenkung angeboten wurde???
    Wir hatten nichts von alledem in den Sitzungs-Protokollen der verschiedenen Parteien-Blogs oder auf der Gemeinde-Hompage lesen können. Daher nehmen wir kritischen Bürger mal an, dass dieses illegale Handeln seitens des BM Vogels und einiger seiner untertänigen Mitarbeiter, nur im Interesse seines eigenen Multi-Kulti-Family-Vereins erfolgte.

    Und so ein Unfrieden stiftender Bürgermeister will mal sein Brot mit Psychotherapie verdient haben? – Tzz, tzz, kaum zu glauben!

  4. Auahahn

    Bei soviel Kulturlosigkeit der Vereinsmitglieder „Kulturhaus Alte Schule“, verschlägt es doch einem glatt die Sprache. – Gerechtigkeit, Anstand und faires Benehmen sind denen wohl Fremdwörter? Wo sind die denn nur zur Schule gegangen?

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