Kodak! Meine Kameras

Kodak P880Seit Jahr und Tag schleppe ich eine Kodak Kamera P880 mit mir rum. Sie hat die Größe einer Spiegelreflex und ist natürlich eine digitale, mit einigen unnützen Programmen. Sie lässt sich sogar prima halten, wenn man die Hände eines Alien hat. Kodak ist eben ein erfahrener Hersteller von Kameras. Die Knipse soll ja das fotografieren erleichtern, ich frage mich nur wie? Muss man sich jetzt mit vielen kleinen Symbolen und Menüs beschäftigen, die alle eine andere Bedeutung haben: Kerzenlicht, Landschaft, Dämmerung, Gewitter, Weißabgleich und so weiter. Spaß macht das nur jungen Leuten, die den Kram ohne Brille entziffern können und die keinen Bock haben oder es nicht bringen, sich mit den beiden Größen – Zeit und Blende auseinanderzusetzen. Mehr braucht man nicht, um ein gutes Foto zu kreieren. Eine Digitale, die sich darauf beschränkt, ach wie sehne ich mich nach ihr. Eine, die ohne all den lästigen Programm-Plunder daherkommt. Mit der alten Technik, wie schnell war der Apparat bereit. Heute quäle ich mich durch Menüs und wenn ich dann alles eingestellt habe, ja dann hat sich das Motiv entfernt oder die Sonne hat sich versteckt.

Kodak DigitalSeit gestern habe ich noch eine Kodak, eine M863. Ich wollte eine kleine Kamera haben, die immer mit dabei ist. Das ist sie, klein und niedlich. Dann hört vieles auf, was mit Fotografie zu tun hat. Miniaturtasten, das wird gehen. Einfach die Fingernägel nicht mehr schneiden und schon komme ich an die Miniteile dran. Schlimmer ist das Einstellrad für die Menüs. Hochglanz blendet, die winzigen Symbole verschwimmen vor den Augen. Kodak hat es gewusst und blendet deshalb auf dem Display, bei jedem Klick des Rädchens, die neue Bedeutung ein. Aus den paar Menüs von früher ist eine schier unübersehbare Schar von Progrämmchen für verschiedene Fotosituationen entstanden. Es muss wohl so sein, da die Kids sich eher massig Symbole, denn zwei Zahlenwerte merken können. Ja, die beiden Zahlen muss man noch in Beziehung zueinander setzen, daran wird’s wohl hapern. Wunderschön finde ich es auch, wenn das Teil beim Einschalten Geräusche wie eine anfahrende Straßenbahn von sich gibt. Tiere in der freien Wildbahn lieben solche Musikstücke, ehe du einen Blick auf das Display geworfen hast, ist das liebe Motiv eiligst auf und davon.

Nun Kodak ist ein guter Kamerahersteller gewesen und vielleicht wird er es auch wieder. Noch bleibe ich ihm aus alter Gewohnheit treu und vielleicht lässt die Firma mit dem glanzvollen Namen eines Tages ihre Kameras wieder von Kamera-Ingenieuren und nicht von Softwareheinis entwickeln.

Schlimm ist aber, dass Kodak seine Kunden nach dem Kauf im Regen stehen läßt. Das Handbuch für meine alte Kodak P880 zerfiel beim ersten Aufklappen in diverse Einzelteile. Zum Zeitvertreib war eine Liste von Verbesserungen beigefügt. Das Übersetzen vom Englischen in’s Deutsche hatte wohl nicht so geklappt. Wer es kann, sollte lieber die in Englisch geschriebene Anleitung lesen.

Bei der Anleitung für die Minikamera, da ist Kodak ganz schlau vorgegangen. Willst du wissen, wie deine Kamera funktioniert, dann gehe zur Webseite www.kodak.com/go/m863support . Das habe ich gemacht und bin auf der Sitemap (Inhaltsverzeichnis) gelandet. Der Link führte ins Nichts. Irgendwie habe ich dann doch noch was gefunden unter m853support. Nur bis jetzt ist es mir nicht gelungen festzustellen, wieviel internen Speicher die Knipse hat. Wie blende ich den Batteriestand oder ISO Wert in das Display? Es wird bestimmt irgendwie gehen, nur ich weiß nicht wie. Es muss wohl sehr GEHEIM sein, dass man es dem Käufer verschweigt.

Auch sonst ist Kodak sparsam geworden, ein richtiges 5 Volt Netzteil wird nicht mehr beigepackt, das kann ich beim Support als Zubehör kaufen. Dafür ist ein USB Netzteil dabei, der letzte Schrei ist es nicht. Denn während der Zeit, die die Batterie braucht um wieder fit zu werden, da kann ich die Kamera nicht mit meinen PC verbinden.

Ob man sich nicht doch mal bei anderen Herstellern umschaut? Die können doch nicht alle die gleichen Fehler begehen, oder doch?

  1. Renate

    Lieber Bernd, du musst doch die aufgezählten Möglichkeiten nicht nutzen und kannst dich auf das konzentrieren, was für dich wichtig ist: Zeit und Blende.

    Ich mache es mir meistens noch einfacher und benutze die Halbautomatik. Mit Zeit und Blende „experimentiere“ ich – vor allem bei Makroaufnahmen.

    Herzlicher Gruß von Renate

    P. S.: Ich habe die zweite Canon und bin sehr zufrieden damit. Obwohl die natürlich auch den von dir monierten „Schnick-Schnack“ hat.

    P. P.S.: Die (gedruckte und beigelegte) Bedienungsanleitung von Canon ist übrigens vom Feinsten. Batteriestand wird dabei stets im Display angezeigt. Und der Iso-Wert ist per Knopfdruck sichtbar.

    1. Bernd

      Liebe Renate,
      die kleine Kodak ist heute wieder zurück zum Verkäufer. Vor längerer Zeit, da habe ich eine Digitale gesehen, nur Zeit-Blende-Entfernung. Leider war der Hersteller „Leica“ bei seiner Preisbildung nicht so bescheiden. Welchen Canon Typ benutzt du? Halbautomatik hört sich schon deutlich besser an als Vollautomatik.
      Lieben Gruß
      Bernd

Kommentare sind geschlossen.