Knabenchor im Kloster Chorin

Heute war es wieder so weit, Wir fuhren nach Chorin zum Musiksommer. Auf dem Programm stand der Dresdner Kreuzchor. Er ist einer der ältesten Knabenchöre Deutschlands. Ihm gehören 140 Kruzianer im Alter zwischen 9 und 19 Jahren an. Sein heutiger Leiter ist Kreuzkantor Roderich Kreile. Ich hatte mich schon sehr auf das Konzert gefreut, Bernds Ding ist es nicht so sehr.

Diese reinen Knabenstimmen, es war ein Genuss, ihnen zuzuhören. Es begann mit Heinrich Schütz 98. Psalm, danach hörten wir den 116. Pslam von Johann Hermann Schein. Zwei Seraphim von Jacobus Gallus folgten und dann kam Felix Mendelssohn Bartholdy Drei Psalmen, op. 78. Den Schluss des ersten Teils bildete Johann Sebastian Bach mit Singet dem Herren ein neues Lied. Es gab eine längere Pause. Alles hatte wieder erwatungsvoll Platz genommen und es ging weiter im Programm mit Paul Peuerl „O Musica, du edle Kunst“, Hans Leo Hasslers „Mein Lieb will mit mir kriegen“ folgte. Wir warteten auf das Nächste Stück, da maschierte der Chor von der Bühne. Zurück blieb ein etwas ratloses Publikum. Was war geschehen? War das Konzert zu Ende? Das konnte aber nicht sein, es kamen noch sieben Stücke. Auf einmal hörten wir den Chor entfernt wieder singen. Er trug die nächsten drei Stücke für die Leute auf der Rasenfläche vom Kreuzgang aus vor. Die Ehrengäste und auch die Leute, die teure Karten erworben hatten starten auf eine leere Bühne. Was hat sich Herr Kreile dabei wohl gedacht? Nach den „Drawn on, sweet night“ maschierte der Chor wieder auf die Bühne, um dann das restliche Programm mit Bravoeur zu absolvieren. Mein Fazit zu dieser Veranstaltung lautet: Fair war es nicht gegenüber denjenigen die 25,00 Euro pro Karte hingelegt haben. Man konnte den Chor jederzeit überall hören. Vom Gesang her war es ein Erlebnis.