Kein warmes Essen

Einer Studie zufolge, mangle es sechs bis siebzehn Prozent der Bezieher von Arbeitslosengeld an elementaren Gütern, sagt Brandenburgs Sozialministerin Dagmar Ziegler (SPD). Die Studie zeigt auf, dass der Besuch kultureller Veranstaltungen für über 60% der Betroffenen nicht möglich ist. Ein Restaurantbesuch oder eine Urlaubsreise komme für 80% nicht in Frage. Sie hält es für unstrittig, dass mit HartzIV die Lebensqualität der Betroffenen sinke. Ja, hätte man diese Studie nicht vor Einführung von HartzIV, durch das Kabinett Schröder (SPD), machen lassen können? Hieß nicht der Arbeitsminister dem die HartzIV Empfänger ans Herz gelegt wurden Müntefering (SPD). Die Ergebnisse kann man aber getrost auch auf Arbeitnehmer im unteren Lohnbereich, Rentner und Alleinerziehende ausweiten. Wobei der HartzIV Empfänger oft noch an der Spitze dieser traurigen Einkommenspyramide steht.

In einem Land, in dem rasant steigende Ausgaben für Steuern, Energie, Lebensmittel und ÖVP die Bevölkerung in immer tiefere Armut treibt, ist das Ergebnis nicht überraschend. Wer kann sich da noch ein Buch für 30 Euro kaufen, wenn das der Betrag ist von dem er eine Woche leben muss? Oper oder Theater, bei einem Eintrittspreis um die 50 Euro, da ist das Haushaltsgeld für einen Monat schnell mal an einem Abend verbraten und was dann? Wovon den Rest des Monats leben?

  1. Renate

    Gute Frage, die ich mir gerade zur Zeit intensiv stelle. Und nun wollen sie von unserem mühsam fürs Alter angelegte Geld auch noch partizipieren. 25 % von den Kurssteigerungs-Erträgen. Wenn wir miese machen, dürfen wir das allerdings nicht von der Steuer absetzen. Wir dürfen es lediglich mit anderswo erwirtschafteten Zinsgewinnen verrechnen. Haben wir aber keine anderswo erwirtschafteten Zinsgewinne gibt es nichts zu verrechnen, und wir dürfen die Verluste volle Pulle selber tragen. Und das nennt man dass „soziale“ Marktwirtschaft. Prima. Danke Frau Merkel und Konsorten. Herzlichen Dank!

    1. Bernd

      Liebe Renate,
      dein letzter Satz sagt alles und erklärt alles, was der Bürger über unsere Parteien und jeweilige Regierung denkt.
      Lieben Gruß
      Bernd

  2. herr_momo

    Die Frage, wo es bleibt, haben die Herrschaften doch mit ihrer schnellen Reaktion auf die Bankenkrise eindrucksvoll beantwortet.
    Plötzlich sind Milliarden da, aber über ein paar läsppische Millionen, die die Kindergelderhöhung kostet, wird monatelang debatiert.

    Meine persönliche Konequenz daraus:
    Von mir bekommt keine Partei mehr eine Stimme, die diesen Wahnsinn mitmacht – und eine SPD, die ihre soziale Kompetenz auf Banker konzentriert, damit die nicht auf Luxuslimousinen und Kavier verzichten müssen, schon mal garnicht.

    In den Schlagzeilen bildet Frau Ziegler sicher eine Ausnahme, die sich wohltuend von Herrnm Sarazin und Müntefehring abhebt – aber mir kommt sie vor, wie eine Ruferin in der Wüste…

    1. Bernd

      Ja, sie haben uns gezeigt wie rührig sie sind wenn es um ihre Interessen geht. Sie hocken ja in den Aufsichtsräten der Banken und Wirtschaft. Nur welche Partei macht den Wahnsinn nicht mit? Ich kenne keine! Da gibt es zwei Parteien, die eine muss das „Sozial“ und die andere das „Christlich“ aus ihren Parteinamen entfernen. Aber bei Frau Zieglers Aussage denk ich, ach ist bald wieder Wahlzeit.
      Lieben Gruß
      Bernd

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