Kaufland kümmert sich um seine Flaschen

Heute waren wir, meine Frau und ich, bei Kaufland in Vogelsdorf. Nee, nicht zum Einkaufen, wir waren eingeladen. Es gab, mit dem Leiter der Filiale, Herrn Zeh, ein interessantes Gespräch über die von mir angetippten Missstände. Da mich besonders der in meinen Augen unerhörte Mangel an Service bei der Rücknahme des Leerguts interessierte, blieben wir in der Hauptsache bei dem Thema.

Unsere Meinung:

Das Einsortieren des Leerguts durch den Kunden halte ich nicht für richtig. Der Kunde leistet damit für den Discounter Arbeit – unbezahlte Arbeit. Bei der Masse der geleisteten Momente kommt dann am Monatsende ein erkleckliches Sümmchen an geschenkten Stunden zusammen. In diesen Stunden könnte dort auch ein fest angestellter Mitarbeiter Flaschen verstauen. Es wäre ein nützlicher Beitrag zum Abbau von Arbeitslosigkeit. Ein oder zwei Familien pro Laden könnten sich davon ernähren, diese Arbeit wird ihnen aber weggenommen – von uns! Obendrein wäre es ein Punkt, mit dem man prunken könnte, ein Schritt zurück zur sozialen Marktwirtschaft, ein Schritt zum Service, in vielen Ländern selbstverständlich, bei uns wirds damit wohl noch dauern.

Kauflands Meinung:

Mein Gesprächspartner sieht das ganze natürlich von einem anderen Standpunkt, dem des Discounters, der Kosten minimieren muss, um konkurrenzfähig zu bleiben. Er verweist darauf, dass das Einräumen durch den Kunden freiwillig sei und wer es nicht machen möchte, der braucht es auch nicht. Dann übernimmt der Mitarbeiter diesen Part. Das „freiwillig“ war bei den Kaufland Mitarbeitern untergegangen und soll nun wieder an das Tageslicht gezerrt werden. Wenn ich es richtig verstanden habe, wird auch intensiv über eine Aufstockung des Personals nachgedacht.

Fazit:

Als wir auseinander gingen habe ich den Eindruck mitgenommen, dass unser Beitrag beim Management von Kaufland angekommen ist. In einem Monat werden wir die Leergutannahme wieder testen und dann darüber berichten, ob sich etwas geändert hat.

Im Moment kann ich jeden nur zurufen, lass deine Pullen stehen, räum nicht selber ein, auch wenn der Kaufland Angestellte bis zum Hals darin eingegraben ist, Kaufland muss dann das notwendige Personal einstellen. Das könnte ein Verwanter, oder du selber sein.

  1. Ist ja lustig was man über google findet

    @Bernd
    Würdest du es als Chef gut finden, wenn ein Mitarbeiter Interna ausplaudert?

    Wenn du meine Aussage für nicht stichhaltig hälst, dann nimm wirklich ne Nachhilfestunde in BWL, mehr sag ich dazu nicht bzw. es ist Quatsch mehr dazu zu sagen, wenn die Gegenseite keine Ahnung hat wovon man spricht. Aber lass mal, als ich dort angefangen habe habe ich auch noch so naiv gedacht. 😉

  2. Ist ja lustig was man über google findet

    Ok nun habe ich auch das hier gelesen. Sei froh dass du bei Hr Zeh gelandet bist, der Mann rettet diesen Laden.

    Die Anweisung mit dem „freiwillig“ bzw eher „unfreiwillig“ kam aber nicht von Herrn Zeh an die Leergutmenschen, sondern von denen aus dem Kassenbüro. Wenn du dich beschweren willst, dann bitte über die – das was du beschreibst war nicht das erste Mal, dass „von oben“ etwas kam und es dann von denen aus dem Kassenbüro anders gehandhabt wird.

    Zum Thema Personalmangel: da wird sich nichts ändern. Das ist ein Fakt. Alles was du mit solchen Aktionen bezweckst ist Arbeitsplatzverlust für besagte Abteilung, denn denen wird zuerst gesagt, dass sie ihre Arbeit nicht vernünftig machen (was nicht stimmt) und dann dürfen sie gehen. Viel Spaß dann mit den neuen Kräften die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben und sich mit dem LeergutPC beschäftigen dürfen – mal sehen wie lange du dann anstehst. 😀

    1. Bernd

      Lieber Schatten,
      wie rettet Herr Zeh den Laden? Warum muss er den Laden retten? Warum musst du Angst haben unter deinem richtigen Namen zu schreiben?

      Deine Aussage zum Arbeitsplatzverlust halte ich für nicht stichhaltig. Wenn der Kunde sich weigert die Pullen wegzuräumen, muss Kaufland mehr Leute dafür hinstellen, richtig? Das bedeutet aber, die müssen dann ihr Personal aufstocken.

      Nun, die jetzt an der Leergutkasse herumhängenden Rotkittel scheinen auch keinen blassen Schimmer zu haben. Ansonsten würden die Kunden nicht für das Einräumen missbraucht werden.

      Wenn du meinen letzten Teil über Kaufland gelesen hättest, wüssest du, dass mich das Anstehen der Kunden an der Leergutkasse inzwischen wenig tangiert. Aus Achtung vor mir selber kaufe ich keine Flaschen mehr bei Kaufland und somit brauche ich dort auch keine zurückgeben.

      Herzlichst
      Bernd

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