Katzenjagd mit Fallen in Woltersdorf

Falle-Nahaufnahme

Falle-Nahaufnahme


Waschbären-Bulletin 24. Juli
Die Falle ist wieder zugeschlagen, genau erkennen was meine beiden NVA-Krieger diese Nacht in die Todeszelle gelockt haben, können wir nicht. Da wo der Pfeil hinzeigt vermuten wir ein Gesicht mit Schnurrhaaren. Schnurrhaare deuten auf eine Katze hin. Eine schwarze Katze vor dunklen Hintergrund. Hier haben sehr viele schwarze Katzen ihr Zuhause und die marschieren über alle Grundstücke, kennen von ihrer Natur her keine Grenzen.
Will unser Nachbar mit dem Jäger im Verbund jetzt auch noch unser aller Haustiere ausrotten? Knallen wieder scharfe Schüsse, hier wo wir wohnen? Das ist kein Leben, jeden Tag den Kopf einziehen zu müssen, könnten ja Querschläger umherfliegen. Des Landkreises Oder-Spree Behörden, die diesem Morden tatenlos und gleichgültig zuschauen kann man nur sagen – Ihr seid das Letzte, das Allerletzte.

Nachtrag: Wir haben das Bild durch die Bildbearbeitung gequält. Da sitzt eindeutig eine Katze drin, seit gestern Abend um ca. 23:00. Die Falle steht immer noch geschlossen in der prallen Sonne. Kein Jäger ist bisher gekommen. Und der Nachbar darf die Falle nicht bedienen. Also müsste das Tier noch drin sein. Jetzt ist es so Mittagszeit, um die 12:00 Uhr.

2 Gedanken zu „Katzenjagd mit Fallen in Woltersdorf

  1. Alte Woltersdorferin

    Hallo Bernd, das ist zwar ein sehr schlechtes Foto, trotz Deiner Bemühungen mit der Fotobearbeitung. Aber ich erkenne in dieser Falle keine Katze, (sorry, falls das Dir ein Trost sein sollte) sondern einen Waschbär. Denn auch Waschbären haben Schnurrhaare = Vibrisse
    siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Vibrisse
    Und ich kenne den Unterschied zwischen Waschbären und Katzen ganz genau. Haben wir doch beide Tierarten in unserer Fürsorge.

    Vielleicht rührt Deine assoziative Sorge daher, dass nun auch noch eine Katze in der Falle sein könnte, dass die Gemeinde bzw. der Ordnungsamtsleiter (der vermutlich auch die Jagderlaubnis erteilt haben könnte) jetzt die Ankündigung der Kater-Kastration/Katzen-Sterilisation (oder Einschläferung ?) in die Tat umsetzen wollen. Keine Ahnung, warum !
    Ich erinnere mich, dass Du in Deinem Bericht der Gemeindevertretersitzung v. Oktober 2017 schriebst:
    „Punkt 4. Bericht der Bürgermeisterin:
    Wilde Tiere machen das Ordnungsamt umtriebig. Es geht um die Kastration wild lebender Katzen. Das Amt wird einige Futterstellen einrichten, um diese Katzen zu fangen und der ansässige Veterinär wird dann die Kastration durchführen. Das Amt macht darauf aufmerksam, dass weder Waschbären, Füchse noch Wildschweine gefüttert werden dürfen.
    (Anmerkung: Schwäne, Enten, eben, fast die ganze freilebende Viecherschar nicht. Kann mir nicht vorstellen, dass das Verbot einen echten Tierfreund beeindruckt und vom Füttern abhält).

    Punkt 5. Anfragen an die Bürgermeisterin:
    Daniel Lohse wollte wissen, ob die Kosten zur Kastration vom Haushalt gedeckt wären. …
    Jenny Loponen erklärt zu den Kosten der Kastration, dass es bisher eine gab, die vom Veterinäramt übernommen wurde. Die Gemeinde und das Veterinäramt würden sich die Kosten teilen, indem mal das Amt und mal die Gemeinde die Kosten tragen.“

    Wir Dorfbewohner werden dazu nicht gefragt, ob wir in einem intakten ökologischen Gleichgewicht auf dem artenreichen Lande auch mit Tieren leben wollen oder nicht.
    Doch hier mal für das vermutlich naturfeindliche Gemeindeamt einer Dorfgemeinde zum Mitschreiben: Katzen fressen nicht nur Mäuse, sie halten uns auch die Rattennester leer ! Und diese schädlichen Krankheitsüberträger gibt es naturgemäß in Wassernähe unserer Seenlandschaft reichlichst ! Aber da, wo ein Kater mit seiner Duftmarke sein Jagdrevier markiert, gibt es in der Nähe kein Ratten-Nachwuchs. Eine Mutterratte wird nie in der Nähe eines Raubtieres werfen, weil die Katzen die Jungen fressen würden, weiß jeder natürliche Kompostbetreiber.
    Katzen jagen lieber Mäuse und Ratten-Junge. Ausgewachsenen Ratten sind da vorsichtiger. Die zu fangen, gehört Jagdtrieb und Kampfesmut, denn die Ratte würde sich wehren. Aber ihre Ratten-Jungen kann sie nicht vor dem kampfesmutigen Jagdtrieb einer nicht-kastrierten/nicht-sterilisierten Katze schützen.

    Wenn man nun die Kater alle kastriert, die Katzen sterilisiert, gibt es nicht nur keine rattenvertreibende Duftmarken, sondern lässt auch bei beiden der Jagdtrieb nach, bzw. bleibt aus.
    Dann führen sie mit nachlassendem Jagdtrieb in freier Natur oder als städtische Straßenkatze ein hartes Leben. Viele sterben an Erkrankungen und Unterernährung oder werden von Autos überfahren. Andere nehmen vergiftetes Katzenfutter zu sich, das laut Vorwürfen von Tierschützern gezielt ausgelegt wird, um diese nutzlosen Streuner dann loszuwerden.
    Die sich rasch vermehrenden Ratten und Mäuse werden auf den Grundstücken sich tummeln, die Baumwurzeln annagen, die Gartenanlagen und Beete zerstören, die Vorratskeller plündern, in Kellern und auf Dachböden mit dem Nachwuchs überwintern und uns die tödlichen Krankheitserreger übertragen. …
    Wie wollen wir uns vor DIESEN Schädlingen d a n n schützen ?

    „Wilde Katzen in New York, US-Metropole setzt Katzenpolizei gegen Ratten ein.
    Sie bevölkern Parks, Häuser, Abflusskanäle und U-Bahnschächte. New York leidet seit längerem an einer heftigen Rattenplage. 2016 haben Tierschützer einen cleveren Weg gefunden, sich der unliebsamen Nager zu entledigen.

    In den Hochhausschluchten von New York tummeln sich zahllose wildlebende Katzen – einige von ihnen helfen der Stadt nun bei der Rattenbekämpfung. Freiwillige fangen die in Gruppen lebenden Tiere ein, um die Katzen in Gegenden auszusetzen, in denen Ratten überhand genommen haben.

    Diese Katzen laufen dann Patrouille. Vier Katzen streifen um die Laderampen des Kongresszentrums Jacob K. Javits, wo angelieferte Speisen und Müll seit Jahren Nagetiere anziehen.
    „Früher haben wir Schädlingsbekämpfer engagiert, aber die Natur hat eine bessere Lösung“, sagt Rebecca Marshall, Nachhaltigkeitsmanagerin des weitläufigen Kongresszentrums. „Und Katzen kosten nichts.“ Geschätzt, leben eine halbe Million Streuner in New York

    Etwa 6000 Freiwillige haben bei der Initiative für verwilderte Katzen in New York Kurse belegt, in denen sie lernten, wie Katzen mit Lebendfallen gefangen und zum Einsatz gegen die Ratten gebracht werden können. Das Programm wird von einem privat finanzierten Bündnis von mehr als 150 Tierschutzgruppen und Tierheimen betrieben. …“

    Unsere Ordnungsverwaltung braucht vermutlich Naturkunde-Nachhilfeunterricht.
    Unsere Gemeindevertreter, wie auch die Gemeindeverwalter sollten mit unseren Steuergeldern sparsamer umgehen, auch wenn das Veterinär-„Amt“ und die Woltersdorfer (oder die Gemeindeverwalter persönlich ?) sich die Kosten teilen sollten. Es wäre trotzdem UNSER aller Steuergeld, was da wieder mal für irrsinnige Projekte ausgegeben werden soll.

    P.s.: Und welche Tierarztpraxis würde auch noch am Kastrieren/Sterilisieren/Töten verdienen ?

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